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AutomobilclubADAC prüft Ausstieg aus dem Geschäft mit Fernbussen

Die ADAC-Zentrale erwägt, aus dem Geschäft mit Fernbussen auszusteigen. Das Joint Venture mit der Deutschen Post steuert unsicheren Zeiten entgegen.Florian Zerfaß, Christian Schlesiger, Franz W. Rother 03.05.2014 - 08:15 Uhr

Es ist noch unklar, wohin die Reise des ADAC Postbus hingehen soll. Die Deutsche Post hofft auf einen Erhalt der Partnerschaft

Foto: dpa

Der ADAC bereitet seinen Ausstieg aus dem Fernbus-Geschäft vor. Wie die WirtschaftsWoche aus Clubkreisen erfahren hat, will das Präsidium um ADAC-Vizepräsident August Markl den ADAC Postbus loswerden. Markl führt das Präsidium des Autofahrerclubs derzeit kommissarisch, stößt mit seinen Plänen aber auf Widerstand bei den Regionalclubs, die im Verwaltungsrat über strategische Fragen mitentscheiden. Bei einer Sitzung des Gremiums vor zwei Wochen sollen nur die Regionalclubs Nordbayern und Südbayern die Zentrale unterstützt haben. Die 16 anderen Regionalclubs wollen nach Informationen der WirtschaftsWoche am Postbus festhalten.

Marktanteil von Fernbusanbietern in Deutschland (Klicken Sie für eine detaillierte Ansicht bitte auf die Grafik)

Foto: Iges

Der Verwaltungsrat hat die hauptamtliche Geschäftsführung des ADAC nach Informationen des Magazins nun beauftragt, Zahlen zu unterschiedlichen Szenarien zu erarbeiten. Anhand dieser Daten soll dann entschieden werden, wie es mit dem Busprojekt weitergeht. Bis wann eine Entscheidung fällt, ist offen. Der ADAC teilte auf Anfrage mit, er äußere sich nicht zu Inhalten von Gremiensitzungen. Der ADAC Postbus war erst im November 2013 gestartet. An dem Gemeinschaftsunternehmen halten der Autofahrerclub und die Deutsche Post je 50 Prozent.

Aktuell fährt der ADAC Postbus auf neun Linien, 60 Busse verbinden rund 30 Städte in Deutschland. In ADAC-Kreisen ist zu hören, dass der Postbus bisher keine Gewinne einfahre. Der Marktanteil nach einem halben Jahr liegt laut der Berliner Verkehrsberatung Iges bei zwölf Prozent – weit hinter MeinFernbus, den Bustöchtern der Deutschen Bahn sowie Flixbus. ADAC-Insider vermuten, dass der Bus geopfert werden könnte, um ein Zeichen zu setzen und nach dem Skandal um gefälschte Autorankings Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. Die Deutsche Post wollte sich nicht direkt zu den Plänen äußern. Man sei aber mit dem Partner „sehr zufrieden“, eine Evaluierung sei ohnehin für Sommer dieses Jahres geplant.

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