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Hotelbranche im UmbruchDas Zeitalter der Betten-Giganten

Weltweit stürzen sich Hotelketten in einen Wettkampf ums Wachstum. Sie wollen Buchungsportalen wie Booking und HRS die Stirn bieten. Doch deutsche Hoteliers drohen dabei zurückzufallen.Jacqueline Goebel, Rüdiger Kiani-Kreß, Claudia Tödtmann 04.04.2016 - 17:30 Uhr

Neuordnung im Hotelgewerbe: Luxusketten wie Hilton und Co. wollen Buchungsportalen wie HRS und Booking die Stirn bieten.

Foto: Presse

Bruce Duncan hat den wohl besten Zuschauerplatz in einem der derzeit spannendsten Pokerspiele der Wirtschaft: Als Chef des US-amerikanischen Hotelkonzerns Starwood führt er zur Zeit Gespräche über einen Verkauf seines Unternehmens. Seit Wochen landen deswegen immer neue Übernahmeangebote auf seinem Schreibtisch. Immer wieder hatten sich die beiden potenziellen Käufer, die namenhafte Hotelkette Marriott und ein Finanzkonsortium rund um den chinesischen Versicherungskonzern Anbang, immer wieder übertrumpft.

Nun steht fest: Marriott hat den Übernahmekampf gewonnen und kann Starwood für rund 13,6 Milliarden Dollar aufkaufen. Für die Hotelbranche ist das ein historischer Einschnitt.

Denn durch die Übernahme entsteht ein neuer Hotelgigant mit mehr als 1,1 Millionen Betten. Damit markiert der Verkauf von Starwood den Höhepunkt in einer groß angelegten Neuordnung im Betten-Business. Mit Milliardeneinsätzen wetteifern Hotelketten weltweit um Wachstum.


Mächtige neue Wettbewerber, die Digitalisierung und die steigenden Ansprüche der Kunden zwingen die Konzerne dazu, sich neu aufzustellen. Indem sie immer mehr Betten unter einem Konzerndach versammeln, wollen sie die Macht und die Marge zurückgewinnen, die sie an Internetportale wie Booking oder AirBnb verloren haben.

So gesehen steht die Branche vor ihrer größten Herausforderung: Die Hotels müssen den Rückstand bei der Digitalisierung aufholen.

Wiwo-Ranking: Die beliebtesten Hotelportale 2015
Für das Mittelständler-Ranking der WiWo wurden 5142 Entscheider, Einkäufer und Nutzer befragt. Dabei standen 192 Anbieter aus 20 Branchen zur Wahl. Abstimmen durfte nur, wer im vergangenen Jahr tatsächlich Kunde war.Der angegebene Wert eines Unternehmens ist ein Index-Wert auf einer Skala von 0 bis 100. Der Index-Wert ergibt sich aus zwei Mittelwerten: zum einen der Mittelwert für die Kundenzufriedenheit insgesamt und zum anderen der Mittelwert der Zufriedenheiten mehrere Leistungsmerkmale (Qualität von Produkten und Leistungen, Beratungsleistung, Betreuungsleistung, Preis-Leistungs-Verhältnis, Servicequalität, Informationen und Kompetente Mitarbeiter).Je höher der Index-Wert ist, desto zufriedener sind die Mittelständler mit dem Dienstleister insgesamt und desto mehr stimmen sie zu, dass der Dienstleister über eine hohe Produktqualität, eine gute Beratungsleistung etc. verfügt.Quelle: WirtschaftsWoche/Service-Value 2015
ehotel.comGesamtindex: 65,3
Hotel.deGesamtindex: 69,1
HRS CorporateGesamtindex: 71,9
Hotelsnapper.comGesamtindex: 72,1
Booking.com für GeschäftsreisenGesamtindex: 73,4

Allein von den zehn größten Hotelketten befinden sich zur Zeit drei Konzerne in Übernahmegesprächen. „Die Welle ist noch nicht vorbei“, sagt Marcus Smola, Zentraleuropachef der Hotelkette Best Western, „die Konsolidierung fängt jetzt erst an.“

Die Frage ist nur, ob die vielen, kleinen deutschen Familienbetriebe dabei mithalten können. „Der Druck für mittelständische Unternehmen wird unerträglich werden“, warnt der deutsche Hotelier Otto Lindner, Chef von 33 Häusern. „Wenn sie nicht aufpassen, sind sie weg.“

Foto: WirtschaftsWoche
Foto: WirtschaftsWoche
Foto: WirtschaftsWoche
Foto: WirtschaftsWoche
Foto: WirtschaftsWoche

In kaum einem anderen Land ist der Markt so zersplittert wie in Deutschland. Nach Daten des statistischen Bundesamts haben nicht mal zehn Prozent der Hotels einen Umsatz von mehr als einer Millionen Euro. Größere deutsche Ketten gibt es nicht, die meisten Hoteliers sind Einzelkämpfer. „Wenige haben ein echtes Alleinstellungsmerkmal, die meisten Häuser sind austauschbar“, sagt Stephan Gerhardt, Geschäftsführer der Münchner Hotelberatung Treugast.

Das ist ein Problem, denn in der Hotellerie entscheidet neben der Lage noch immer vor allem der Preis. Die großen Ketten haben dabei Vorteile, weil sie Aufgaben wie Vertrieb, Werbung, oder Investitionen in eine neue Technik unter dem Konzerndach bündeln können. Vor allem aber gibt die Größe ihnen Macht.

Gartenromantik im Baumhaushotel Solling, Niedersachsen, Deutschland

Welcher Mann hat es in der Kindheit nicht genossen, Baumhäuser zu bauen oder zumindest davon geträumt, eins im Garten zu haben? Das Baumhaushotel Solling im Weserbergland lässt die Kindheit wieder aufleben. In den Baumhäusern kann man(n) zu jeder Jahreszeit wohnen, denn sie sind gedämmt und verfügen über Strom und eine Heizung.
Das Hotel bietet acht unterschiedliche Baumhäuser an, in denen sechs bis acht Schlafplätze, eine Komposttoilette und ein Balkon mit Sitzgelegenheit vorhanden sind. Der vergleichsweise geringe Komfort hat wegen des besonderen Flairs allerdings auch seinen Preis: 120-170 Euro zahlt die erste Person pro Nacht, die weiteren Personen sind dafür aber deutlich günstiger (0-19 Euro) - ideal also für einen Rudel-Ausflug. Frühstück ist inklusive. Für Lagerfeuerromantik sorgt eine Feuerstelle auf dem Gelände, die fußläufig erreichbar ist.

Foto: WirtschaftsWoche

Wellness im Hotel Peternhof, Tirol, Österreich

Wer es komfortabler mag, ist im Hotel Peternhof in Tirol gut aufgehoben. In dem vielfältigen Wellnessangebot des 4-Sterne-Hotels ist auch ein Extra-Paket für den gepflegten Mann enthalten. Unter dem Namen „Schönheitstag für den Herrn“ wird man(n) unter 200 Euro mit Gesichtsmassagen, Mani- oder Pediküre, Badesalzbädern, Ganzkörper- und Reflexzonenmassagen verwöhnt. Auch Männer, die sich neben dem Wellnessangebot noch sportlich betätigen möchten, kommen auf ihre Kosten: Im Kombipaket „Golf & Beauty“ ist eine Greenfee für drei Ausflüge zum nahegelegenen Golfplatz enthalten.

Bildquelle: Maro und Partner

Foto: Presse

Flugzeugflair im Jumbo Hostel, Stockholm, Schweden

Wer schon immer von einer gemütlichen Nacht in einem Flugzeug geträumt hat, kann seine Zelte im Hotel „Jumbo Stay“ in Stockholm aufschlagen. In den Zimmern an Bord der komplett umgebauten und renovierten Boeing 747 von 1976 auf dem Flughafen von Arlanda ist Platz für bis zu vier Personen. Die 33 Zimmer mit einer Größe von je sechs Quadratmetern sind mit insgesamt 76 Betten ausgestattet. Ein Standard-Doppelzimmer ist ab 44 Euro pro Nacht zu haben. Die luxuriöseste Variante – die Cockpit Suite (im Bild zu sehen) ist mit knapp 200 Euro die Nacht deutlich teurer. Zusätzlich zu den Schlafräumen gibt es ein Bordcafé, in dem auch externe Besucher willkommen sind.

Foto: Presse

Action im MGM Grand Skyline Hotel, Las Vegas, USA

Für Pokerfans gibt es in Las Vegas ein außergewöhnliches Hotel. Das „MGM Grand Las Vegas“ am südlichen Fuß des Las Vegas Strip wartet mit einem riesigen Entertainment-Angebot auf. Neben einer hauseigenen Sportsbar, in der Gäste ihr Lieblingsbasketballteam anfeuern können, besitzt das Hotel 2500 Spieleautomaten und 139 Pokertische. Club- und flirtbegeisterte Männer können Calvin Harris live im Nightclub „Hakkasan“ sehen. In der „Garden Arena“ finden Boxwettkämpfe und Konzerte statt, bei denen unter anderem schon U2 und die Rolling Stones vertreten waren. Wer sich nach einem actionreichen Tag Ruhe gönnen möchte, kann dies im 27.000 Quadratmeter großen Pool- und Spa-Bereich tun.

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Grillmeister im Lindner Hotel & Sporting Club Wiesensee, Westerwald, Deutschland

Das Sporthotel am Wiesensee im Westerwald wirkt zunächst durchschnittlich. Das Vier-Sterne-Ressort besticht zwar durch die ausgewogene Mischung von Sport- und Freizeitangeboten. Wartet es doch mit Pool, Golfplatz, verschiedenen Sauna- und Dampfbädern sowie einem Fitnessstudio mit neuen Geräten auf.

Besonders attraktiv für Männer ist jedoch vor allem die Grillhütte – eine an der finnischen Kultur angelehnte Feuerstelle, an der bis zu 24 Personen sowohl im Sommer (mit Außenbereich), als auch im Winter bequem sitzen und grillen können. Für 33 Euro sind verschiedenste Fleischgerichte und Getränke erhältlich. Für knapp 154 Euro die Nacht ist das Frühstück bereits im Preis inbegriffen.

Foto: Presse

Rock’n’Roll im Hard Rock Hotel, Orlando, USA

Mit einer reichen Sammlung von Erinnerungsstücken zum Thema Rock’n’Roll und einem 1115 Quadratmeter großen Pool mit Unterwassermusik lässt das 5 Sterne Hard Rock Hotel am Gelände der Universal Studios von Orlando Musikerherzen höher schlagen. Auch die Zimmer sind vom Thema Rockmusik inspiriert und sorgen mit iPod-Dockingstation und Flachbild-TVs dafür, dass der Musikgenuss nicht zu kurz kommt. Zu den weiteren Einrichtungen des Ressorts gehört ein Fitnesscenter. Eine Nacht hat bei durchschnittlich 330 Dollar durchaus seinen Preis.

Foto: Presse

Bond-Feeling im Taj Lake Palace, Indien

Als Filmkulisse für James Bonds „Octopussy“ diente das Hotel Taj Lake Palace auf der Insel Lake Pichola in Indien. Durch das Wasser, von dem das Hotelgebäude umgeben ist, schwamm einst Roger Moore, um seinem Bondgirl Unterschlupf in dem großen Prachtbau zu gewähren. Bond-Fans können die prachtvolle Kulisse als Gäste des Hotels live sehen und sich wie Agent 007 fühlen.

Die Zimmer sind ausgestattet mit geschnitzten Holzmöbeln und teuren Seidenstoffen und gewährleisten allesamt einen Ausblick auf Garten und See. Das Essen wird auf kleinen Booten und in einer schwimmenden, offenen Küche zubereitet. Preis für ein Zweibettzimmer: Knapp 500 Euro pro Nacht.

Foto: Presse

Wie ein Seefahrer im 25 hours Hotel, Hamburg, Deutschland

Im Herzen von Hamburg können Männer, die sich gerne einmal wie ein Kapitän fühlen wollen, Seeluft im 25 hours Hotel schnuppern. Das ehemalige Hafenamt wurde zu einem wohnlichen Hotel mit 49 Stuben in verschiedenen Größenkategorien umfunktioniert. Die würdevolle Figur des alten Hafenmeisters steht Pate und begleitet den Gast inspirierend durchs Haus. Das Hotel kombiniert die vielen historischen Details mit informativen Materialien und neuen Objekten.

Neben einem kostenlosen Fahrradverleih verfügt das Seefahrerhotel über eine Saunalandschaft und ein Restaurant mit orientalisch-mediterraner Küche.

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Autoluxus im Emirates Palace, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate

Für wohlhabende Autofans ist auch das Hotel „Emirates Palace“ in Abu Dhabi, Singapur eine Adresse für einen Männerausflug. Das zweitteuerste Hotel der Welt verfügt nicht nur über einen Privatstrand, sondern bietet auch ein breites Repertoire an Luxuskarossen zur Vermietung. Hinzu kommen Helikopter, Wasserflugzeuge und Yachten.

Auf Wunsch ist sogar ein Butler buchbar, der bei allen Belangen zur Stelle ist – ob beim Auspacken der Koffer oder der Erkundung der Gegend. Verschiedene Swimmingpools und ein Yoga Team komplementieren das Freizeitangebot. Das einfachste Zimmer ist ab umgerechnet 550 Euro pro Nacht zu haben.

Foto: Presse

Baseball im Omni San Diego Hotel, USA

Das Omni San Diego Hotel liegt in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt, wo sich zahlreiche Restaurants, Bars und Nachtclubs befinden. Exklusivität wird hier groß geschrieben: Als einziges Hotel in den USA ist es an das Oberliga-Baseball-Stadion PETCO Park gebunden, das über eine Brücke vom Hotel aus fußläufig innerhalb von zehn Minuten zu erreichen ist. Von einigen der Zimmer kann man direkt auf die Bucht blicken. Auch hier gehört der Fitness- und Spa-Bereich zum Inventar.

Foto: Presse

Wie sie diese einsetzen wollen, zeigt der neue Werbespot der Hilton-Gruppe: Im Aufzug, im Restaurant, in der Straßenbahn, überall drücken Menschen wieder und wieder auf ihre Smartphones. Doch sie finden offenbar nicht, was sie wirklich suchen. Also drücken sie noch mal. „Stop clicking around“, „Hört auf herumzuklicken“, lautet der simple Slogan der Kampagne. Denn die Wahl wäre doch so einfach: Hilton. Der Ort, an dem Kinder glücklich in einen Pool eintauchen oder Paare von ihrem Hotelfenster aus den Sonnenuntergang beobachten.

Der Spot ist eine Kampfansage an Hotelbuchungsportale wie Booking, HRS oder Expedia. Die verschaffen den Hotels inzwischen einen Großteil ihrer Gäste. Manche Stadthotels berichten von bis zu 70 Prozent aller Buchungen, die über eines der Portale bei ihnen ankommen. Dafür berechnen die Portale happige Provisionen von bis zu 20 Prozent des Übernachtungspreises.

Kleine Hoteliers trifft das deutlich härter als die Konzerne. „Unsere Größe hilft uns, die besten Deals zu bekommen“, sagt Wyndham-Manager Ruff. Selbst wenn es sich dabei nur um wenige Prozentpunkte handelt, summieren sich die Ersparnisse für die Konzerne schnell auf Millionenhöhe.

Bestes Berg-Hotel

Die Seiser Alm bietet nicht nur Wanderwege für viele Tage, sondern mit der Adler Mountain Lodge auch ein modernes Hotel, das mit seiner Holzoptik in 1800 Höhenmetern an die Tradition gemahnt. Im Sommer warten Wiesen, im Winter Loipen auf die Gäste.

Foto: PR

Bestes Hotel am Meer

Die Hohwachter Bucht bei Kiel zählt zu den nicht ganz so bekannten Reisezielen der Ostsee. Das Herrenhaus Weissenhaus im Foto ist nur ein Teil des Urlaubshotels mit 62 Zimmern, einem ausgezeichneten Restaurant und dem Bootshaus-Pavillon, der direkt am Wasser liegt. Die 400 Jahre alte Siedlung ist nun ein Ort für Entspannung und Ausschlafen mit einem drei Kilometer langen Sandstrand.

Foto: PR

Bestes Luxus-Hotel

Den Stuck und die historischen Fresken und Holztüren eines venezianischen Stadtpalastes so zeitgemäß mit modernen Möbeln einzurichten, dass daraus ein harmonisches Ensemble wird - das hat das Amanresort Canale Grande in Venedig geschafft.

Foto: PR

Bestes Land-Hotel

Das Foto fasst es ganz gut zusammen: Hier ist man abgeschieden. Nicht allein liegt das Eremito Hotelito Del Alma dank der Lage in einem umbrischen Naturpark recht weit von einem Ort weg, nein, die massiven Mauern des Hotels mit nur 14 Zimmern halten auch recht zuverlässig den Mobilfunk draußen. Wer aufs Wlan ausweichen möchte: Gibt es nicht. Fernsehen? Fehlanzeige. Abschalten im Dampfbad und die vegetarische Küche genießen sind angesagt.

Foto: PR

Bestes Design Hotel

Die britische Designerin Kit Kemp hat mit dem Ham Yard Hotel ihr neuntes Hotel gestaltet. Die Bowling-Bahn ist nur eines der zahlreichen farbenfrohen Element, die dieses Hotel unweit des Piccadilly Circus auszeichnen. Zahllose Details in einer dennoch wohnlichen Atmosphäre kann der Gast entdecken. Im Sommer geradezu Pflicht: Der Besuch der üppig bewachsenen Dachterrasse.

Foto: Simon Brown

Foto: PR

Bestes Wellness-Hotel

Mit dem Begriff Wellness verbinden die meisten Menschen verwöhnen. Spätestens beim Frühstück im Lanserhof wird es den Gästen jedoch auffallen, dass es hier um die Gesundheit und Ernährung geht: Es gibt keinen Kaffee. Die Gäste des spektakulären Baus von Architekt Christoph Ingenhoven können sich neben Spa-Anwendungen vom medizinischen Team auf Herz und Nieren durchchecken lassen auf Basis der Kur von F.X. Mayr. Inklusive Kurkrise.

Foto: PR

Bestes Budget-Hotel

Das Mama Shelter in Istanbul gehört zu der gleichnamigen Kette, die auch in Paris, Bordeaux oder Los Angeles Zimmer anbietet. Mit Glück lässt sich eines für 99 oder 89 Euro die Nacht ergattern. Dafür bekommt der Gast eine bunte Inszenierung in 81 Zimmern mit zahlreichen Comic-Zitaten.

Foto: PR

Bestes City Hotel

Das Hotel Zoo auf dem Berliner Kurfürstendamm hatte bereits in den 1920er und 1950er Jahren glorreiche Zeiten, als die Stars wie Romy Schneider oder Sophia Loren im 1911 eröffneten Hotel während der Filmfestspiele dort wohnten. Nach der Renovierung knüpft das Hotel an seiner Vergangenheit an - unter anderem mit Requisiten aus dem Studio Babelsberg.

Foto: PR

Bestes Hotel außer Konkurrenz

Es ist das Boot "Lev Taifun", das die Gäste in gut zweieinhalb Stunden zum wohl einsamsten Hotel der Nordsee rüberschippert, dem Leuchtturm Roter Sand. Bei kräftiger See kann schon der Zugang über die sechs Meter hohe Außenleiter zum Abenteuer werden. Im Inneren wartet ein Zimmer mit neun Plätzen in Etagenbetten. Dazu ein kleines Bad und eine kleine Küche. Und von der Reling Seeblick ohne Ende. Die Nacht kostet 510 Euro pro Person inklusive Überfahrt.

Foto: dpa

Bestes Food-Hotel

Last but not least - der Koch Alexander Herrmann ist bekannt aus zahlreichen Fernsehsendungen und Autor mehrerer herausragender Kochbücher. Sein Heimathafen ist jedoch das Herrmann's Romantik Posthotel in Wirsberg, in dem er neben dem Gourmet-Restaurant noch ein Bistro führt.

Foto: WirtschaftsWoche

Die Übernahmewelle in der Hotellerie ist damit auch eine Reaktion auf die Macht der Hotelportale, die in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen ist. So kaufte das Kölner Unternehmen HRS, die Nummer zwei im deutschen Markt, vor einigen Jahren die Plattform hotel.de und das Ferienunterkunftsportal HolidayInsider. HRS-Rivale Expedia verleibte sich im vergangenen Jahr die Konkurrenten HomeAway und Orbitz ein. „Da ist eine enorme Marktmacht entstanden“, sagt der Schweizer Tourismus-Experte Roland Schegg.

Ähnlich sieht das offenbar Accor-Chef Sebastian Bazzin. Er habe ja nichts gegen Hotelportale, sagte der Franzose jüngst dem „Handelsblatt“. „Aber ich will nicht völlig abhängig sein von ihnen.“ Accor, mit Häusern wie Ibis und Mercure Marktführer in Europa, will nun eine eigene Plattform als Gegengewicht zu den Onlineportalen aufbauen, bei der Kunden auch fremde Hotels buchen können.

Der Vorteil für Accor: Der Konzern kann Informationen, also Daten, über seine Gäste sammeln, über die sonst nur Booking und Co. verfügen. Mit gemeinsamen Bonusprogrammen wollen die Hotels Kunden zudem langfristig an sich binden. Gleichzeitig können Accor und Co. so die Daten und Informationen über ihre Gäste einsammeln, über die bisher nur die Buchungsportale verfügen. Doch auch dabei kommt es auf die Größe an: Je mehr Hotels im Portfolio vertreten sind, desto größer ist für die Gäste der Anreiz des Punktesammelns.

Zimmer sind morgens günstiger

Bei der Buchung ist Timing alles: Nicht einmal im Laufe eines Tages sind die Zimmerpreise konstant. Je früher am Tag die Buchungsanfrage gestellt wird, desto höher der Preis. Erst zwischen 17 bis 18 Uhr werden Reservierungen rückgängig gemacht, die per Kreditkarte geblockt wurden. Ab 17 Uhr sind Reservierungen also am günstigsten. Erneut teurer wird es am späten Abend gegen 21 Uhr, denn jetzt sind sich Hotels darüber bewusst, dass den Gästen die Alternativen auf eine Unterkunft für den nächsten Morgen vermutlich fehlen und nutzen diese komfortablen Position zu ihren Gunsten.

Quelle: Daily Mail

Foto: dpa

Frische Bettlaken sind nicht inklusive

Viele Hotelgäste gehen davon aus, dass Bettlaken – genauso wie Kopf- und Bettdeckenbezüge täglich gewechselt werden. Das ist jedoch mehr als ein Trugschluss, wie die Webseite Bed Buig Registry offenlegt. Das Portal bietet kanadischen und US-amerikanischen Urlaubern den Raum, ihre Erlebnisse mit Bettwanzen zu teilen und andere Urlauber vor schmutzigen Laken zu warnen. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, verlangen Sie vor dem Check-in ausdrücklich nach frischen Bettlaken.

Foto: dpa

Keime lauern nicht nur auf dem WC

Wie sauber ein Zimmer ist, machen wir gewöhnlich an dem Eindruck fest, den das Bad hinterlässt. Eine Vielzahl von Bakterien lauert allerdings nicht nur auf dem Toilettensitz, sondern auch an anderen Orten, wo sie viele nicht vermuten - nämlich auf der Fernbedienung oder dem Hauptlichtschalter, wie Forschungsergebnisse verschiedener US-amerikanischer Universitäten zeigen. Besonders überraschend ist das eigentlich nicht: Toiletten werden regelmäßig gereinigt, Fernbedienungen und Lichtschalter bleiben jedoch oft unbeachtet in dem straffen Putzplan der Zimmermädchen. Wischen Sie also vorsichtshalber noch mal drüber.

Foto: dpa

Todesfälle sind nicht selten

Jacob Tomsky, Autor von "Wer eincheckt, hat verloren" und Insider des Hotelgewerbes, gab gegenüber "MailOnline Travel" offen zu, dass Todesfälle in Hotels nicht selten vorkommen. Hotelmanagern liegt viel daran, dass Gäste davon so wenig wie möglich mitbekommen. Schließlich ist es mehr als ein beklemmendes Gefühl, in dem gleichen Bett zu nächtigen, in dem der Verstorbene noch kurz zuvor lag - selbst wenn es ordnungsgemäß desinfiziert und gereinigt wurde.

Foto: dpa

Trauen Sie Wassergläsern nicht

Auch "Fox News“ förderte eine unschöne Wahrheit zu Tage: der New Yorker Nachrichtensender ertappte zahlreiche Zimmermädchen dabei, wie sie benutzte Gläser mit einem zuvor für die anderen Räumlichkeiten verwendeten Putzlappen säuberten, anstatt sie gründlich mit Schwamm und Spülmittel zu reinigen. Auch bei Gläsern ist also Vorsicht geboten. Auf der sicheren Seite sind Gäste mit ungeöffneten Flaschen, die sie an der Rezeption anfordern können.

Foto: dpa

Vermittlungsportale sind teuer

Nicht nur das Timing spielt beim Buchen eine wichtige Rolle: auch der Anbieter, über den Sie das Zimmer reservieren, ist entscheidend. Von kostenfreien, landesweiten Kundenhotlines raten Experten der "Daily Mail“ ab. Zum einen, da diese nur in den seltensten Fällen die Rechte haben, den günstigsten Preis anzubieten. Zum anderen, da den Hotels viel daran liegt, die bis zu 30 prozentige Provision einzusparen, die sie an externe Buchungsportale entrichten. Ein besonders gutes Angebot können Sie herausschlagen, wenn sie sich im Vorfeld auf Online-Recherche begeben und das beste Angebot ausfindig machen. Der direkte Ansprechpartner geht vielleicht sogar noch mit dem Preis herunter, um sich die Gebühren für den Online-Anbieter zu sparen.

Foto: dpa

Überbuchung ist Standard

Um unerwünschte Gewinneinbußen durch Stornierungen zu vermeiden, verkaufen Hotels ihre Zimmer mehrfach – an unterschiedliche Gäste. Ein Sprecher von Travelodge versicherte "MailOnline Travel" jedoch, dass gerade einmal 0,2 Prozent der Gäste wegen Überbuchung in anderen Unterkünften untergebracht werden müssen. Noch „bessere“ Nachrichten gibt es für behinderte Gäste, Familien und alleinreisende Single-Frauen. Diese seien von Umdisponierungen nicht betroffen, so der Sprecher weiter.

Foto: Fotolia

Ausgebucht ist nicht gleich ausgebucht

Nicht nur Zimmer, die bereits vermietet sind, werden als ausgebucht gelistet. Oft sind sie nur wegen zerbrochener, fleckiger oder defekter Gegenstände für Gäste nicht verfügbar. Nachfragen lohnt sich also. Besonders dann, wenn Sie dringend eine Unterkunft suchen.

Foto: dpa

Stornierungen müssen nichts kosten

Ja, Sie lesen richtig. Mit einem simplen Trick können Sie sich teure Stornierungsgebühren sparen. Verschieben Sie Ihre Reservierung zunächst um eine Woche nach hinten. Rufen Sie dann ein bis zwei Tage später erneut an. Die Stornierung ist nun kostenlos. Beachten Sie allerdings, dass dieses Verfahren nur greift, wenn Sie direkt über den Anbieter gebucht haben.

Foto: dpa

Schlüsselkarten sind nicht besonders sicher

Zwar ist der Zutritt für Unbefugte zu den Zimmern ohne die entsprechende Schlüsselkarte nicht möglich, jedoch laufen sie nicht unmittelbar nach der Rückgabe aus und sind in dieser Zeit noch in den Aufzügen benutzbar. Ungebetene Gäste können sich auf diese Weise ganz leicht Zutritt zu den oberen Geschossen verschaffen und interne Einrichtungen wie zum Beispiel Schwimmbäder unauffällig nutzen.

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„Kleinere Hotels können da nur begrenzt mithalten“, sagt Stephan Gerhardt, Geschäftsführer der Münchner Hotelberatung Treugast. Die typisch deutschen Hoteliersfamilien sehen sich deshalb immer größerem Druck ausgesetzt. Und diejenigen, die wie Motel One, Maritim oder Steigenberger neben einem gut ausgebauten Herbergsnetz auch über einen etablierten Namen verfügen, werden unter Experten bereits als exzellente Übernahmekandidaten gehandelt.

Die chinesischen Ketten wollen wachsen, und das gerne auch außerhalb des Kontinents. Europa ist immer noch einer der einnahmestärksten Märkte, und Deutschland ist darin das wichtigste Land. Aber wie soll eine Kette aus China hier landen? In den verwinkelten Altstädten der Metropolen lassen sich kaum noch neue Hotels bauen. Also müssen sie kaufen. „Es werden viele Marken vom Markt verschwinden“, sagt Hotelier Lindner.

Auch seine? Übernahmeangebote habe er bisher nicht erhalten, sagt Lindner. Die Besonderheit seiner 33 Häuser: Jedes einzelne ist ein Unikat. Zur Lindner-Gruppe gehört nicht nur ein Themenhotel am Nürnburgring, in Hamburg hat er ein Haus am Tierpark Hagenbeck, in dem die Gäste im Fitnessraum zwischen historischen Zooplakaten Sport treiben können. In Leverkusen hat Lindner ein Stadionhotel an der Bayer-Arena, das nächste soll im Borussiapark in Mönchengladbach eröffnen. Geschäftsleute können dort ihre Meetings dann in der VIP-Lounge der Borussen abhalten.

Im Sommer will er sich an ein neues Projekt wagen, das erste Business-Hotel für die Generation Y. Dort sollen die Hotelgäste dann in der Lobby arbeiten können, während Einheimische nur ein paar Tische weiter einen Kaffee genießen. „Wir möchten Gäste haben, die sich nicht verkleiden – der Schlips muss bei uns nicht sein“, sagt Lindner. Die Zimmer sollen über die neuste technische Ausstattung verfügen, inklusive Fernsehern, die sich per Smartphone steuern lassen. „Und Steckdosen, Steckdosen, Steckdosen. Das ist bei dieser Zielgruppe das wichtigste", so Lindner. Bis 2018 sollen noch vier weitere Hotels der neuen Marke „Me and All“ eröffnen.

„Lindner ist mit seinem ungewöhnlichen Portfolio aus guten, unterschiedlichen Hotels kaum integrierbar in einen systemischen Konzern“, urteilt Branchenexperte Gerhard.

Doch das können nur wenige Wettbewerber von sich behaupten. Viele, die Angst haben, im Wettbewerb zerrieben zu werden, suchen deshalb nun Schutz bei Größeren – wie Best Western. Hinter der Marke steht eher ein Hotelverbund als eine Kette. Alle Hotels bleiben inhabergeführt, wer beitreten will, muss Anteile des Unternehmens kaufen. Vorteil für die Hotels: Best Western kümmert sich um den Verkauf der Zimmer und verhandelt auch mit den Hotelportalen. Und vor der aktuellen Übernahmewelle ist Best Western sicher, sagt Europachef Marcus Smola. „Wenn jemand Best Western kaufen wollte, müsste er sich mit 4000 Anteilseignern, also 4000 Best Western Hoteliers, einigen.“

Der Preis, den die kleinen Hoteliers dafür zahlen müssen, ist jedoch hoch: Der Name ihres Hauses verschwindet vom Markt. Doch das werden in den kommenden Jahren ohnehin viele, sind sich Experten sicher. „In ein paar Jahren wird es international nur noch ein gutes Dutzend der Mega-Ketten geben“, sagt Hotel-Berater Gerhard. Daneben, prognostiziert er, bleibt höchstens noch Platz für einige regionale Ketten, und "eine deutlich kleinere Anzahl an individuellen Privathotels“.

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