Millionenbetrug: Leoni AG wird um 40 Millionen Euro geprellt
Opfer von Betrügern: die Nürnberger Leoni AG.
Foto: dpaDer Leoni-Vorstand habe daraufhin Anzeige erstattet und prüfe derzeit Schadenersatz- und Versicherungsansprüche. Zu weiteren Einzelheiten wollte sich ein Sprecher auf Anfrage nicht äußern.
Am Freitag hatte das Unternehmen erstmals bemerkt, Opfer von Betrügern zu sein. Diese fälschten offenbar Dokumente und nahmen fremde Identitäten an, um Unternehmensgelder auf ausländische Konten zu transferieren. Die IT-Infrastrukur sei jedoch nicht von den kriminellen Aktivitäten betroffen. In welchem Umfang der Schaden das prognostizierte Jahresergebnis beeinflusst, könne derzeit nicht abgeschätzt werden, so das Unternehmen.
Die Liquiditätslage des Konzerns ist jedoch nicht wesentlich beeinträchtigt: „Das operative Geschäft von Leoni läuft prognosekonform“, heißt es in der Mitteilung.
Der Aktienmarkt hingegen reagierte prompt auf die schlechten Nachrichten: Die Leoni-Titel rutschten am Dienstagnachmittag um gut acht Prozent ab und waren damit die größten Verlierer im MDax.