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Solartechnik-KonzernSMA Solar hofft auf Schützenhilfe von Donald Trump

Sparmaßnahmen haben SMA Solar zu einem deutlichen Gewinnanstieg verholfen. Donald Trump könnte der kriselnden Branche weiter Auftrieb geben. Dieser möchte die Einfuhrzölle für chinesische Produkte stark anheben.Reuters 10.11.2016 - 14:30 Uhr aktualisiert Quelle: Handelsblatt

Der Vorstandssprecher des Solartechnikherstellers SMA Solar Technology AG präsentiert einen deutlichen Anstieg des operativen Gewinns.

Foto: dpa

Der Solartechnik-Konzern SMA Solar hat dank Kostensenkungen dem Preisverfall bislang getrotzt und deutlich mehr verdient. „Der Druck ist aber enorm, daher läuft die Branche noch mal durch eine schwierige Zeit“, räumte Konzernchef Pierre-Pascal Urbon am Donnerstag im Reuters-Interview ein. Schützenhilfe erhofft er sich vom neuen US-Präsidenten Donald Trump, der im Wahlkampf Einfuhrzölle von 45 Prozent für chinesische Produkte angekündigt hatte. „Davon würde SMA profitieren.“ Seit Monaten ächzen die Solarfirmen unter dem erneut eingesetzten Preisrückgang, weil chinesische Hersteller ihre Überkapazitäten durch Niedrigstpreise auf die Weltmärkte schleudern.

Insgesamt mahnte Urbon in den USA Gelassenheit an. „In den kommenden Monaten wird die Politik des neuen US-Präsidenten Trump ein wichtiges Thema für die Branche sein.“ Der Republikaner habe keinen Hehl daraus gemacht, von erneuerbaren Energien nicht viel zu halten. Doch die aktuellen Förderprogramme seien gemeinschaftlich von Demokraten und Republikanern im Kongress verabschiedet worden. „Daher sollte die Situation zum aktuellen Zeitpunkt nicht überbewertet werden.“

An der Börse kam das gut an: Die Aktie, die am Tag der Präsidentschaftswahl unter Druck geraten war, legte um mehr als vier Prozent zu.

In den ersten neun Monaten verbuchte der Wechselrichter-Produzent bei einem Umsatzplus von 3,2 Prozent auf 708,8 Millionen Euro einen deutlichen Anstieg des operativen Gewinns (Ebit) auf 59,4 (Vorjahr: 9,9) Millionen Euro. Diese Steigerung sei auf die Rosskur zurückzuführen, bei der mit Kostensenkungen die richtigen Weichen für das schwierige Marktumfeld gestellt worden seien, so Urbon. Für das Gesamtjahr hatte der Manager bereits vor zwei Wochen wegen Projektverschiebungen seine Ziele einkassiert. Er peilt nun einen Umsatz von 900 bis 950 Millionen Euro anstatt 0,95 bis 1,05 Milliarden Euro. Das Ebit soll zwar gegenüber 2015 deutlich steigen, aber nur noch 60 bis 70 Millionen Euro erreichen statt 80 bis 120 Millionen.

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