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KurznachrichtendienstTwitter zum ersten Mal in der Gewinnzone

Über vier Jahre nach dem Börsengang hat die Twitter Inc. erstmals Gewinn gemacht, die Aktie sprang daraufhin zweistellig. Die Nutzerzahl stagnierte im vierten Quartal 2017 jedoch. 08.02.2018 - 14:09 Uhr aktualisiert

Twitter hat zum ersten Mal Gewinn gemacht.

Foto: REUTERS

Twitter hat knapp zwölf Jahre nach der Gründung seinen ersten Gewinn geschafft. Im vergangenen Quartal gab es schwarze Zahlen von 91 Millionen Dollar. Anleger feierten den Meilenstein: Die Aktie sprang im vorbörslichen US-Handel um fast ein Viertel hoch. Twitter hatte bisher nur Verluste geschrieben, im Vorjahresquartal gab es noch ein Minus von 167 Millionen Dollar.

Zugleich gab es von Oktober bis Dezember kein Wachstum bei der Nutzerzahl - sie blieb bei 330 Millionen. Twitter verstärkte zuletzt den Kampf gegen gefälschte Accounts im Nachgang der aus Russland geführten Propaganda während der US-Präsidentenwahl. Dadurch könnten mehr Profile ausgesiebt worden sein. Twitter hängt bereits seit Ende März 2017 an der Marke von rund 330 Millionen monatlich aktiver Nutzer fest. Die Zahl täglich aktiver Nutzer legte laut Twitter im Jahresvergleich um zwölf Prozent zu - aber die Firma nennt keine konkreten Zahlen dazu.

Der Umsatz übertraf mit einem Plus von zwei Prozent auf 732 Millionen Dollar die Erwartungen der Analysten. Den Ausschlag dafür gab der Anstieg der Werbeerlöse, die allein im Vergleich zum dritten Quartal von 503 auf 644 Millionen Dollar hochsprangen. Dabei hängt das Twitter-Geschäft extrem vom Heimatmarkt USA: Dort leben zwar nur 68 Millionen Nutzer - sie brachten aber mit 342 Millionen Dollar mehr als die Hälfte der Umsätze ein.

Twitter-Mitgründer Jack Dorsey versucht als Firmenchef, den Dienst einfacher nutzbar zu machen und so das Wachstum anzukurbeln. Eine seiner Maßnahmen war, im vergangenen Herbst die Längen-Einschränkung für einen Tweet von 140 auf 280 Zeichen anzuheben. Außerdem verordnete er Twitter einen Fokus auf aktuelle News und Personalisierung verschrieben und setzt dabei unter anderem auch auf Video.

dpa
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