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TelefónicaKonzern will in Deutschland Bewegungsdaten seiner Mobilfunkkunden verkaufen

Telefónica startet in Deutschland einen neuen Versuch, die Bewegungsdaten seiner Kunden an Unternehmen und Behörden zu verkaufen. Dafür stand der Konzern schon einmal in der Kritik.Jürgen Berke 22.09.2016 - 06:00 Uhr

Der Vorstandsvorsitzende von Telefonica Deutschland, Thorsten Dirks

Foto: dpa

Der spanische Telekommunikationskonzern Telefónica startet in Deutschland einen neuen Versuch, die Bewegungsdaten seiner Kunden an Unternehmen und Behörden zu verkaufen. Anders als vor drei Jahren, als Telefónica nach heftigen Protesten von Datenschützern die Geschäftsidee wieder zurückzog, soll dieses Mal die Anonymität der Kunden gewahrt bleiben. "Wir werden uns nicht noch mal die Finger verbrennen", sagte Thorsten Dirks, der Vorstandsvorsitzende von Telefónica Deutschland, der WirtschaftsWoche. "Eines habe ich gelernt: Datenschutz ist ein ganz kritischer Punkt."

Telefónica hat inzwischen einen dreistufigen Algorithmus zur Anonymisierung der Kundendaten entwickelt und mit den Behörden abgestimmt. "Jetzt sind wir an dem Punkt, dass wir starten können", sagte Dirks. Aus den Nutzungsdaten der Mobilfunkkunden lassen sich insbesondere sehr exakte Bewegungsprofile erstellen. Eine Handelskette in Deutschland startete bereits mit ersten Tests. Auch Betreiber von Shopping-Centern wollen wissen, wie die Kundenströme durch das Einkaufszentrum laufen.

Welche Daten Telefónica verkaufen darf, sollen die Kunden selbst entscheiden. "Wir wollen den Kunden die Herrschaft über ihre Daten zurückgeben", kündigt Dirks an. Das sei Teil des neuen Ansatzes für den deutschen Markt. Kunden, die ihre Daten freigeben, können sogar mit einer Belohnung zum Beispiel in Form von Rabatten rechnen. "Wenn wir Daten nutzen dürfen und daraus Werte entstehen, dann kann der Kunde natürlich partizipieren", verspricht Dirks.

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