Autopläne: Xiaomi sammelt 5,5 Milliarden Dollar durch Aktienverkauf für Expansion ein
Das chinesische Unternehmen Xiaomi hat 5,5 Milliarden Dollar durch einen Aktienverkauf eingenommen. Damit will der drittgrößte Smartphone-Hersteller der Welt seine Expansionspläne finanzieren. Das Unternehmen veräußerte nach eigenen Angaben vom Dienstag 800 Millionen Aktien zu je 53,25 Hongkong-Dollar.
Xiaomi war im vergangenen Jahr in die Herstellung von Elektrofahrzeugen eingestiegen. Das Unternehmen hatte ursprünglich geplant, 750 Millionen Aktien zu verkaufen, erhöhte jedoch während des Bookbuilding-Verfahrens den Umfang der Transaktion. Der endgültige Preis lag am unteren Ende der Preisspanne von 52,80 bis 54,60 Hongkong-Dollar, die den Anlegern bei der Vorstellung der Transaktion am Montag genannt worden war. Der Preis war ein Abschlag von 6,6 Prozent gegenüber dem Schlusskurs von Xiaomi von 57 Hongkong-Dollar am Montag.
Xioami mit ambitionierten Auto-Plänen
Xiaomi setzt in seinem neuen Elektroauto-Entwicklungszentrum unter anderem auf ehemalige BMW-Mitarbeiter. Das Unternehmen stellte zuletzt fünf erfahrene Ingenieure für den Standort ein, darunter mehrere von BMW, wie aus LinkedIn-Einträgen hervorgeht. Eine Reihe von Stellenangeboten ist zudem noch offen, unter anderem für Auto-Designer oder Aerodynamik-Experten.
Xiaomi ist der weltweit drittgrößte Smartphone-Hersteller und stellt zudem Küchengeräte wie Staubsauger oder Wasserkocher sowie andere Elektronikgeräte her. Das Unternehmen ist erst im vergangenen Jahr in die Fahrzeugproduktion eingestiegen. Das erste Modell SU7 hat im Dezember auf dem chinesischen Markt das Model 3 von Tesla überholt. Xiaomi-Präsident Lu Weibing kündigte erst vor wenigen Tagen an, ab 2027 Autos weltweit zu verkaufen. Er ließ jedoch offen, welche Märkte dabei im Visier sind.