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EdelmetalleGoldenes Jahr für Gold – und ein Ende nicht in Sicht

Der Goldpreis erklimmt immer neue Höchststände. Hochwertige Ketten und Ringe sind ganz schön teuer geworden. Das spüren Verbraucher – und die Schmuckindustrie. 01.04.2025 - 16:24 Uhr
Bei der Agosi AG in Pforzheim wird ein Goldbarren gezeigt, der 12,5 Kilogramm (400 Unzen) wiegt, einen Feingoldgehalt von 99,99 Prozent hat und auf Goldgranalien liegt. Foto: Uli Deck/dpa

Die hohen Goldpreise haben die Nachfrage in der Schmuckindustrie im vergangenen Jahr deutlich abgeschwächt – auch im Luxussegment. Der Gesamtabsatz der deutschen Hersteller bei den in diesem Bereich hauptsächlich verwendeten 18-Karat-Legierungen kam nur noch auf 28 Tonnen – rund 17 Prozent weniger als im Vorjahr. Das teilte die Fachvereinigung Edelmetalle in Pforzheim mit.

Wegen der anhaltenden Goldpreis-Rekorde hätten Privatanleger die ersten drei Quartale des vergangenen Jahres zudem dazu genutzt, alten Schmuck, Barren und Münzen zu Geld zu machen. Die Nachfrage nach Barren und Münzen sei um 23 Prozent zurückgegangen.

Dieser Trend habe sich jedoch zum Ende des Jahres 2024 – nicht zuletzt auch wegen Unsicherheiten nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten – umgedreht und setze sich bisher fort, sagte Thomas Weiß von der Fachvereinigung. „Die Menschen wollen Sicherheit.“ Viele Menschen hätten eigentlich im vergangenen Jahr gedacht, es könne nicht viel schlimmer kommen. „Dann kam Trump“, sagte der Vorsitzende des Arbeitsausschusses Edelmetallwirtschaft, Franz-Josef Kron.

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Das Interesse an kleineren Goldstückelungen steige seither, sagte Weiß. Seit Neuestem habe man auch eine Art dünne Folie mit einem Gewicht von 0,314 Gramm im Angebot. Für das vergangene Jahr galt unter dem Strich dennoch, dass wegen der Altgoldverkäufe im Vergleich zum Vorjahr rund 20 Prozent mehr Altgold von der Edelmetallindustrie in Deutschland recycelt wurde. 

Beim Zahngold zeige die Tendenz unverändert nach unten. „Der Dentaltrend lässt sich nicht mehr umkehren“, erläuterte Weiß. „Man muss beim Zahnarzt schon darauf bestehen, wenn man noch Gold im Gebiss haben möchte.“

Während Gold vor allem als Anlageprodukt gesehen wird, sei Silber relevant in der technischen Anwendung, sagte Kron. Hier sei der Bedarf im Bereich von E-Mobilität oder Photovoltaik deutlich nach oben gegangen, während die Nachfrage in der Fahrzeugtechnik wegen der schwierigen Lage in der Autobranche sank. Der Boom in der Rüstungsbranche mache sich hingegen beim Edelmetallbedarf kaum bemerkbar, hieß es weiter. Insgesamt jedoch gebe es eine große industrielle Nachfrage. 

Was das Jahr 2025 bringe, sei schwer zu sagen – „weil sich die US-Handelspolitik täglich ändern kann“, sagte Weiß. Die drohenden US-Zölle auf Waren aus Europa hätten die Nachfrage nach Gold weiter angeheizt. Der Preis für das Edelmetall war erst am Montag auf ein neues Allzeithoch geklettert.

dpa
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