1. Startseite
  2. Finanzen
  3. Immobilien
  4. Immobilien: Preise in Metropolen werden deutlich teurer

ImmobilienpreiseSprünge in Metropolen: Immobilien werden deutlich teurer

Die Zeiten sinkender Preise sind erst einmal vorbei: Wer eine Wohnung oder ein Haus kaufen will, muss wieder tiefer in die Tasche greifen. Besonders in Großstädten ziehen die Preise deutlich an. 08.05.2025 - 07:42 Uhr
Dicht an dicht stehen neu gebaute Wohnhäuser im Zentrum von Berlin. Foto: Monika Skolimowska/dpa

Ende des Preisverfalls: Wohnimmobilien in Deutschland haben sich binnen zwölf Monaten so stark verteuert wie seit Mitte 2022 nicht mehr. Das zeigt der Immobilienindex Greix, der auf Angaben von Gutachterausschüssen basiert und vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) veröffentlicht wird.

Demnach verteuerten sich im ersten Quartal besonders Eigentumswohnungen in Metropolen wie Köln, Berlin und Stuttgart, nachdem die Immobilienpreise mit dem Ende des jahrelangen Booms vielerorts kräftig gefallen waren.

Zu Jahresbeginn waren Eigentumswohnungen dem IfW zufolge 3,2 Prozent teurer als im ersten Quartal 2024. Einfamilienhäuser verteuerten sich um 4,7 Prozent und Mehrfamilienhäuser um 8,7 Prozent. „Im Jahresvergleich markieren die aktuellen Zahlen das größte Preiswachstum seit Mitte 2022“, schreibt das Institut. Der Markt gewinne an Fahrt: Die Zahl der geschlossenen Transaktionen liege fast ein Drittel über Vorjahresniveau.

Immobilienpreise

Preisexplosion an Nord- und Ostseeküste: Sylt bleibt Luxus-Hotspot

„Abwarten hat ein Ende“

„Das Abwarten hat ein Ende“, sagt IfW-Immobilienmarktexperte Jonas Zdrzalek. „Wer kaufen will, hat sich offenbar mit den neuen Gegebenheiten arrangiert – und spekuliert darauf, dass der Immobilienmarkt vorerst seinen Tiefpunkt erreicht hat.“

Zum Vorquartal, dem Schlussquartal 2024, stiegen die Preise für Eigentumswohnungen um 1,0 Prozent. Mehrfamilienhäuser wurden 1,1 Prozent teurer verkauft, die Preise für Einfamilienhäuser stagnierten (plus 0,1 Prozent).

Preissprünge in Metropolen

Im Vergleich zum Vorquartal kletterten die Preise für Eigentumswohnungen am stärksten in Köln (plus 3,4 Prozent), Stuttgart (2,1) und Berlin (1,7). Moderater waren die Anstiege in Düsseldorf (1,3 Prozent), Frankfurt (0,7) und Leipzig (0,6). Für Hamburg und München lagen noch keine Daten vor.

Für den Index werden notariell beglaubigte Verkaufspreise der Gutachterausschüsse nach wissenschaftlichen Standards für 21 Städte und Landkreise ausgewertet. Auch außerhalb der großen Metropolen legten demnach die Preise fast überall zu - besonders in Karlsruhe (plus 3,8 Prozent) und Duisburg (plus 3,2 Prozent). Einen leichten Rückgang gab es in Dresden.

Erholung nach historischem Preiseinbruch

Wohnimmobilien sind seit Mitte 2022 - dem Höhepunkt des jahrelangen Booms - deutlich günstiger geworden. Hauptgrund waren deutlich gestiegene Zinsen, Kredite wurden damit teurer. Viele Menschen konnten sich die eigenen vier Wände nicht mehr leisten, Verkäufer mussten ihre Preisvorstellungen senken. Seit vergangenem Sommer haben sich die Immobilienpreise stabilisiert. Schon im Schlussquartal 2024 hatten sich Wohnungen und Häuser dem Statistischen Bundesamt zufolge leicht verteuert.

Gegenüber den Preis-Tiefstständen sei die Aufholbewegung in den Großstädten am stärksten, schreibt das IfW nun. Insgesamt lägen die Preise für Eigentumswohnungen im Schnitt rund zehn Prozent unter ihren Höchstständen. „Ob sich die Preisanstiege weiter im selben Tempo fortsetzen, hängt vom wirtschafts- und geldpolitischen Umfeld ab“, sagt Zdrzalek.

Stoppen höhere Bauzinsen die Erholung?

Mit der Aussicht auf Milliarden-Schulden des Bundes für Verteidigung und Infrastruktur sind die Kapitalmarktzinsen kräftig gestiegen und damit auch die Bauzinsen. Für Finanzierungen mit zehnjähriger Laufzeit werden laut Frankfurter FMH-Finanzberatung im Schnitt rund 3,6 Prozent Zinsen fällig - vor sechs Monaten waren es 3,3 Prozent.

Damit werden Kredite für Immobilienkäufer, die oft sechsstellige Beträge finanzieren müssen, teurer. Beobachter erwarten eine Belastungsprobe für den Immobilienmarkt.

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick