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PreisfrageSo erklärt sich der Preis des Reisepasses

Die Änderungen des Reisepasses seit Mai 2025 markieren den nächsten Schritt in Richtung papierlose Verwaltung. Was sich ändert und wie Bürger profitieren können.Laura Thalmeyer 11.06.2025 - 14:57 Uhr
International passport of a citizen of Germany on a white background, international travel Foto: mauritius images / Tetiana Chern

Seit Jahrzehnten gilt der deutsche Reisepass als eines der mächtigsten Reisedokumente der Welt. In mehr als 190 Ländern ermöglicht er visafreies oder visabefreites Reisen – ein Symbol für Mobilität, Freiheit und internationale Akzeptanz.

Neuer Reisepass ab Mai 2025

Seit dem 1. Mai 2025 bringt der deutsche Reisepass eine Reihe grundlegender Neuerungen mit sich. Im Zuge der Digitalisierung und Modernisierung des Ausweiswesens hat das Bundesinnenministerium mehrere Maßnahmen eingeführt, die den Antragstellungsprozess vereinfachen und gleichzeitig die Sicherheit erhöhen sollen.

Eine der zentralen Änderungen betrifft das Passbild: Statt Papierfotos akzeptieren die Behörden nun ausschließlich digitale, biometrische Lichtbilder. Diese werden entweder direkt im Bürgeramt über Fototerminals aufgenommen oder durch zertifizierte Fotografen erstellt und elektronisch übermittelt. Wenn sich Antragssteller für Fotos in der Behörde entscheiden, zahlen sie sechs Euro.

Eine Übergangsfrist bis zum 31. Juli 2025 erlaubt noch vereinzelt die Annahme bereits erstellter Papierbilder – sofern sie vor dem Stichtag aufgenommen wurden oder keine digitale Infrastruktur vorhanden ist.

Zu den Kosten für die Fotos zahlen Erwachsene für einen Reisepass mit einer Gültigkeit von zehn Jahren ohne Zusatzleistungen 70 Euro. Laut Bundesinnenministerium gehen davon 25,50 Euro an die Behörde als Verwaltungskostenpauschale. Die restlichen circa 44,50 Euro erhebt der Passproduzent als Herstellungskosten.

Reisepass per Post

Ein weiterer Schritt in Richtung Bürgerfreundlichkeit ist der neue Versandservice. Bürgerinnen und Bürger können sich ihren fertiggestellten Reisepass nun direkt nach Hause schicken lassen. Für diesen optionalen Service wird eine Gebühr von 15 Euro erhoben. Voraussetzung ist eine gültige deutsche Meldeadresse. Die Zustellung erfolgt über die Deutsche Post.

Um böse Überraschungen vor Reisen zu vermeiden, bieten einige Behörden vor Ort nun auch einen kostenlosen Erinnerungsservice per E-Mail an. Bürger können sich freiwillig registrieren, um rechtzeitig vor Ablauf ihres Passes benachrichtigt zu werden.

Sicherheit und digitale Zusatzfunktionen

Bereits seit 2005 setzt Deutschland auf den elektronischen Reisepass (ePass), der mit einem kontaktlosen RFID-Chip ausgestattet ist. Dieser speichert biometrische Daten wie das Lichtbild des Passinhabers sowie – seit 2009 – auch zwei Fingerabdrücke. Ergänzt wird dies durch klassische Sicherheitsmerkmale wie Mikroschrift, UV-Bilder, Wasserzeichen, Lasergravuren und Hologramme, die Fälschungen nahezu unmöglich machen.

Der neue deutsche Reisepass ist ein Schritt in Richtung moderner Verwaltung: papierlos, sicher und benutzerfreundlich. Wer sich frühzeitig informiert, kann von den neuen Angeboten profitieren – und unnötige Behördengänge vermeiden.

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