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US-GesundheitswesenUS-Gesundheitsminister Kennedy entlässt Impf-Gremium von US-Seuchenbehörde

Ein Gremium von Impfexperten der US-Seuchenbehörde ist von Robert F. Kennedy entlassen worden. Der US-Gesundheitsminister begründet diesen Schritt mit Interessenkonflikten innerhalb des Gremiums. 10.06.2025 - 08:32 Uhr
Der US-Gesundheitsminister, Robert F. Kennedy. Foto: REUTERS

In den USA hat Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. alle Mitglieder eines Gremiums (ACIP) von Impfexperten der US-Seuchenbehörde CDC entlassen und setzt den Ausschuss nun neu zusammen. Dies teilte das US-Gesundheitsministerium am Montag (Ortszeit) mit. „Die Öffentlichkeit muss wissen, dass die Empfehlungen unserer Gesundheitsbehörden auf unvoreingenommener Wissenschaft beruhen, die in einem transparenten Verfahren bewertet wird und nicht in Interessenkonflikte gerät“, wird Kennedy in der Erklärung des Gesundheitsministeriums zitiert. Der Minister habe alle 17 Mitglieder des beratenden Ausschusses für Impfpraktiken abberufen und sei bereits dabei, neue Mitglieder als Ersatz zu suchen, so das Ministerium weiter.

Kennedy behauptet, das Gremium sei voller Konflikte und habe noch nie einen Impfstoff abgelehnt und, dass die Entscheidung über die Zulassung von Impfstoffen bei der US Food and Drug Administration (FDA) liege. Das Gremium berät die CDC darüber, welche Personengruppen am meisten von einem bereits zugelassenen Impfstoff profitieren würden und wann sie ihn erhalten sollten. „Das ist eine Tragödie“, sagte der ehemalige FDA-Chefwissenschaftler Jesse Goodman zu den Entlassungen. „Dies ist eine hochprofessionelle Gruppe von Wissenschaftlern, Ärzten und anderen Spezialisten. Das ist die Art von politischer Einmischung, die das Vertrauen eher schwächt, als stärkt.“

Kennedy, der seit vielen Jahren die Sicherheit und Wirksamkeit von Impfstoffen infrage stellt und Behauptungen aufstellt, die im Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen stehen, behauptet, dass die meisten Gremiums-Mitglieder von Arzneimittelherstellern finanziert würden. Die ACIP-Mitglieder sind jedoch verpflichtet, alle potenziellen oder vermeintlichen Interessenkonflikte sowie alle relevanten Geschäftsinteressen, Führungspositionen oder sonstigen Verbindungen zu Organisationen offenzulegen.

Die Aktien des Impfstoffherstellers Moderna und die in den USA börsennotierten Aktien von BioNTech fielen nach der Ankündigung um mehr als ein Prozent, während Pfizer am Montag im erweiterten Handel nur leicht nachgab.

rtr
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