1. Startseite
  2. Politik
  3. Deutschland
  4. Sozialstaat: Bas will bis Ende 2025 Vorschläge für Sozialstaats-Reform einholen

SozialstaatBas will bis Ende 2025 Vorschläge für Sozialstaats-Reform einholen

Eine neue Kommission der Bundesarbeitsministerin soll den Sozialstaat auf neue Füße stellen. Erste Vorschläge erwartet Bärbel Bas bis Jahresende. 21.08.2025 - 17:16 Uhr
Bärbel Bas (SPD), Bundesministerin für Arbeit und Soziales, gibt in ihrem Ministerium eine Pressekonferenz zum Rentenpaket. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas will Vorschläge für eine Reform des Sozialstaats bis Ende des Jahres haben. Eine entsprechende Kommission mit Vertretern von Bund, Ländern und Kommunen sei eingesetzt worden, teilte das Ministerium am Donnerstag in Berlin mit. Sie solle ihre Arbeit im September aufnehmen und Ende des Jahres einen Abschlussbericht vorlegen. Dabei müssten Vorschläge der Sozial- und Wirtschaftsverbände und des Bundesrechnungshofs berücksichtigt werden. „Der Fokus liegt auf steuerfinanzierten Leistungen wie Bürgergeld, Wohngeld und Kinderzuschlag. Die Zusammenlegung von Sozialleistungen, die Beschleunigung von Verwaltungsabläufen und die Digitalisierung sind weitere Aufgabenstellungen.“

Wer in Not gerate, müsse sich auf den Sozialstaat verlassen können, ohne Wenn und Aber, sagte SPD-Co-Chefin Bas. „Die staatliche Unterstützung muss unbürokratisch und schnell erfolgen. Die Kommission zur Sozialstaatsreform soll dazu einen Beitrag leisten.“ Konkrete Maßnahmen sollen dann ab Anfang 2026 umgesetzt werden.

„Viele soziale Leistungen sind unzureichend aufeinander abgestimmt“, heißt es in einem sechsseitigen Konzeptpapier. Dies solle geändert werden, etwa durch die Zusammenführung von Wohngeld und Kinderzuschlag. „Die Prozesse müssen digitalisiert werden.“ Das soziale Schutzniveau müsse aber bewahrt werden. Das bezweifelte Linken-Chef Jan van Aken: „Wer über den Sozialstaat reden will, ohne über höhere Beiträge für Reiche zu reden, kann nur ein Sozialabbauprogramm im Sinne haben.“ Es sei auch bedenklich, dass für Sozialverbände und Gewerkschaften kein Platz am Tisch vorgesehen sei.

Der Abschlussbericht der Kommission soll dem Kabinett zur Kenntnis vorgelegt werden. Laut Table-Briefings übernimmt Nermin Fazlic die Leitung der Kommission. Er ist Leiter der Grundsatzabteilung im Arbeitsministerium.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick