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Jugendliche am ArbeitsmarktWeniger neue Ausbildungsverträge trotz mehr ausländischer Azubis

Immer weniger Menschen machen eine Ausbildung. Die Anzahl der ausländischen Azubis steigt dabei weiter an. Welche Berufe besonders beliebt sind. 28.08.2025 - 10:18 Uhr
Besonders Menschen aus dem Ausland machen eine Ausbildung in Deutschland. Foto: dpa

Trotz deutlich mehr ausländischer Azubis ist die Zahl neuer Ausbildungsverträge in Deutschland im vergangenen Jahr gesunken. Insgesamt wurden in der dualen Berufsausbildung rund 475.100 Ausbildungsverträge abgeschlossen, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag nach endgültigen Ergebnissen mitteilte. Das waren 1,0 Prozent oder rund 4700 weniger als 2023. Dabei sank die Zahl der von deutschen Azubis abgeschlossenen Neuverträge um vier Prozent, während die von Azubis mit ausländischer Staatsangehörigkeit um 17 Prozent stieg.

Ein ähnliches Bild zeigt sich im Zehnjahresvergleich. Während die Gesamtzahl neuer Ausbildungsverträge von 2014 bis 2024 um acht Prozent zurückging, hat sich die der ausländischen Auszubildenden auf rund 70.000 nahezu verdoppelt (+93 Prozent). Ihr Anteil lag im vergangenen Jahr bei rund 15 Prozent (2014: 7 Prozent).

Besonders häufig schlossen im vergangenen Jahr Personen mit vietnamesischer (7100), syrischer (6800) und ukrainischer (5800) Staatsangehörigkeit einen neuen Ausbildungsvertrag ab. Im Vergleich zum Vorjahr (2023: 1900) sei bei Ukrainern „nahezu eine Verdreifachung“ zu verzeichnen, so die Statistiker. Bei Vietnamesen gab es ein Plus von 2700. „Personen mit syrischer Staatsangehörigkeit schlossen dagegen im Jahr 2024 mit einem leichten Rückgang um etwa 110 Neuverträge etwas seltener einen neuen Vertrag für eine duale Berufsausbildung ab“, hieß es.

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Frauen wählten im vergangenen Jahr am häufigsten den Beruf der Medizinischen Fachangestellten (16.100), dicht gefolgt von der Kauffrau für Büromanagement (15.200) und der Zahnmedizinischen Fachangestellten (12.800). 2023 war Kauffrau für Büromanagement noch der häufigste weibliche Ausbildungsberuf.

Bei den fünf am stärksten besetzten Ausbildungsberufen männlicher Azubis gab es im Vergleich zum Vorjahr keine Veränderungen. Auf Rang eins lag weiter der Beruf Kraftfahrzeugmechatroniker mit 22.700 Neuverträgen. Auf den Rängen zwei und drei lagen Fachinformatiker (15.300) und Elektroniker (14.000).

Insgesamt befanden sich zum Jahresende 2024 knapp 1,22 Millionen Personen in einer dualen Berufsausbildung. Davon entfielen mit 56 Prozent die meisten Auszubildenden erneut auf den Bereich Industrie und Handel (688.500), gefolgt vom Handwerk mit 28 Prozent (341.000). Darauf folgten die freien Berufe mit 112.100 Azubis oder neun Prozent sowie der öffentliche Dienst mit drei Prozent (41.500).

rtr
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