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Dax aktuellVolkswagen- und Porsche-Aktie rauschen abwärts

Der Strategiewechsel bei Porsche zu mehr Verbrennermotoren sorgt zum Wochenstart für deutliche Kursverluste – auch bei der Konzernmutter. 22.09.2025 - 11:32 Uhr
Die Schweizer Garde des Vatikan marschiert an einem VW vorbei, der von Papst Leo XIV. genutzt wird. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Die Volkswagen-Aktie ist am Montag mit einem Minus von etwa sieben Prozent mit Abstand größter Verlierer im Dax. Der Strategieschwenk der Tochter Porsche drückt heftig auf den Kurs, da dadurch auch der erwartete Gewinn beim Mutterkonzern in Mitleidenschaft gezogen wird.

Die Porsche-Aktie selbst ist seit Wochenbeginn nicht mehr im Dax gelistet. Sie ist im MDax der mittelgroßen Werte der Verlierer des Tages mit einem Rückgang von etwas sechs Prozent.

Nach Börsenschluss am Freitag hatte Porsche mitgeteilt, seine Produktplanung anzupassen und etwa ein als batteriebetriebenes Fahrzeug geplantes größeres SUV stattdessen zunächst mit Verbrenner- und Hybridantrieb auf den Markt zu bringen. Dafür nimmt der Konzern hohe Milliardenbelastungen in Kauf.

Dieser gesenkte Porsche-Ausblick hat sich auch auf Volkswagen übertragen: Er belastet das operative Ergebnis mit 5,1 Milliarden Euro in diesem Jahr. Die Analysten von Jefferies senken ihre Annahme für das Konzernergebnis vor Steuern deshalb um 35 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro. Das entspricht nur noch einer Marge von 3,1 Prozent. Ähnlich wie die Porsche AG habe VW angedeutet, dass die vorgeschlagene Dividende Abschreibungen ausschließen würde.

Autokäufer „legen wenig Wert auf luxuriöse Elektroautos“, sagte Matthias Schmidt, ein unabhängiger Autoanalyst aus der Nähe von Hamburg. Porsche habe dies nun erkannt und kehre zu den margenstarken Modellen mit Verbrennungsmotor zurück.

„Porsche enttäuscht seine Investoren nun schon seit über zwei Jahren“, erklärte Harald Hendrikse, Analyst bei Citi, in einer Mitteilung. „Es ist schwer zu glauben, dass diese Enttäuschungen nun ein Ende gefunden haben.“

Die strategische Entscheidung bei Porsche sei unvermeidlich gewesen und sollte daher positiv gesehen werden, sagte ein Händler. „Aber die Korrektur des früheren Fehlers, zu stark von Elektrofahrzeugen abhängig zu sein, wird Zeit brauchen.“ Nach oben ging es dagegen für die beiden Dax-Aufsteiger Scout24 und Anlagenbauer GEA, deren Aktien jeweils mehr als zwei Prozent zulegten.

Der deutsche Leitindex liegt am Montagvormittag um 0,7 Prozent im Minus bei 23.474 Punkten.

rtr, bbg, mdo
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