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GoldpreisTeures Gold und billiger Dollar gefährden Gewinn von Luxusgüter-Firmen

Experten warnen vor schrumpfenden Margen bei europäischen Luxusmarken. 13.10.2025 - 15:33 Uhr
Frisch gegossene Goldbarren. Foto: Uli Deck/dpa

Die Rekordjagd des Goldpreises, der Kursverfall des Dollars und die US-Einfuhrzölle gefährden Experten zufolge die Gewinne europäischer Luxusgüter-Hersteller. „Einen dieser Faktoren könnten Anbieter von Markenschmuck und -uhren abfedern“, sagte Analyst Jon Cox vom Vermögensberater Kepler Cheuvreux. Ihr gleichzeitiges Aufeinandertreffen mache es aber schwierig, schrumpfende Margen zu verhindern.

Gold kostete zuletzt knapp 4100 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm), fast doppelt so viel wie vor einem Jahr.

Wegen geopolitischer Spannungen, unsicherer Konjunkturaussichten als Folge der US-Wirtschaftspolitik und der Furcht vor einer anziehenden Inflation greifen Anleger verstärkt zur „Antikrisen-Währung“. Gleichzeitig hat die Weltleitwährung wegen Spekulationen auf Zinssenkungen der US-Notenbank Fed seit Jahresbeginn knapp neun Prozent abgewertet.

Die Ausgaben für Gold machten bei Marken-Juwelieren teilweise nur fünf Prozent der Produktionskosten aus, gab Analyst Luca Solca vom Vermögensverwalter Bernstein zu bedenken. „Selbst eine moderate Erhöhung der Verkaufspreise könnte den Anstieg des Goldkurses ausgleichen.“ Andere Experten warnten allerdings, dass Unternehmen Käufer abschrecken könnten, sollten sie gestiegene Kosten weitergeben.

Der weltgrößte Luxusgüter-Hersteller LVMH wird Experten zufolge am Dienstag voraussichtlich einen stagnierenden Quartalsumsatz bekannt geben. Im ersten Halbjahr musste das Unternehmen in seiner Schmuck- und Uhrensparte einen Gewinnrückgang von 13 Prozent hinnehmen. Zu diesem Geschäftsbereich gehören die Marken Tiffany und Bulgari.

Die entsprechenden Töchter der Rivalen Kering und Richemont – Boucheron und Cartier – hatten sich zuletzt überdurchschnittlich entwickelt. Wegen der aktuellen Unwägbarkeiten habe Richemont dennoch auf eine Anhebung der Gesamtjahresziele verzichtet, betonte Analystin Zuzanna Pusz von der Bank UBS.

rtr
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