1. Startseite
  2. Agenturmeldungen
  3. Diplomatie: Designierter US-Botschafter witzelt über Island als US-Staat

DiplomatieDesignierter US-Botschafter witzelt über Island als US-Staat

Es war angeblich ein Scherz. Aber die Worte des designierten US-Botschafters kommen nicht gut an auf der Nordatlantikinsel – mitten in der angespannten Lage zwischen den USA, Grönland und Dänemark. 16.01.2026 - 11:36 Uhr Quelle: dpa
Ärger in Island nach Äußerung von designiertem US-Botschafter Foto: Steffen Trumpf/dpa

In Island gibt es Ärger nach einer angeblich scherzhaften Äußerung des designierten US-Botschafters Billy Long, die Insel im Nordatlantik könne ein US-Bundesstaat werden. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten, bat das Außenministerium Islands die dortige US-Botschaft um eine Klarstellung.

Zuvor hatte das Nachrichtenportal „Politico“ berichtet, dass der von US-Präsident Donald Trump als Botschafter nominierte ehemalige republikanische Kongressabgeordnete gewitzelt habe, Island könne der 52. US-Bundesstaat werden – und er selbst dessen Gouverneur.

Scherz in angespannter diplomatischer Lage

In Island starteten Bürger daraufhin eine Petition, die die Außenministerin Katrín Gunnarsdóttir dazu auffordert, Long als Botschafter abzulehnen. Er habe die Worte möglicherweise nicht ganz ernst gemeint, „doch sie sind eine Beleidigung für Island und die Isländer, die für ihre Freiheit kämpfen mussten und stets Freunde der Vereinigten Staaten waren“, schreiben die Organisatoren. Am Freitagvormittag hatten gut 4.100 Personen die Online-Petition unterschrieben.

Longs angeblicher Witz kommt in einer angespannten diplomatischen Lage zwischen Grönland, Dänemark und den USA nach wiederholten Äußerungen von US-Präsident Trump, Amerika wolle das zum dänischen Königreich gehörenden Grönland kaufen oder notfalls annektieren. 

Später folgt eine Entschuldigung

Wie „Arctic Today“ berichtete, entschuldigte sich Long später für seine Äußerung. Er betonte demnach, dass es sich um einen Scherz gehandelt habe. „Wenn sich jemand dadurch beleidigt gefühlt hat, entschuldige ich mich“, sagte Long dem Blatt.

Island ist zwar kein Mitglied der EU, jedoch Teil des Europäischen Wirtschaftsraums sowie Gründungsmitglied der Nato. Genau wie Grönland zählte auch Island einst zum Königreich Dänemark, wurde aber 1918 unabhängig und 1944 zur Republik erklärt.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick