Fotografie: Die neuen Edel-Kompakt-Kameras sind Meister des Augenblicks
Canon G7x
Sehr deutlicher Tiefenschärfeeffekt bei Blende 1,8 mit schön abgegrenztem Fokus auf der Blume in der Bildmitte. Allerdings beim Hauptmotiv nicht wirklich knackscharf und bei dieser Beleuchtung recht geringe Kontraste.
Foto: WirtschaftsWocheFujifilm X3
Fokusbereich durch den etwas kleineren Sensor der Kamera etwas größer als bei der Canon, die unmittelbar ans Hauptmotiv angrenzenden Blumen im Vorder- und Hintergrund bleiben im Fokus. Dafür ist das Bildmotiv selbst schärfer und kontrastreicher gezeichnet.
Foto: WirtschaftsWocheiPhone6
Auch wenn - wegen der kurzen Distanz zum Motiv - auch beim iPhone6 zumindest die Blumen im Hintergrund etwas verschwimmen, tritt der Tiefenschärfeeffekt nicht so deutlich zu Tage wie etwa bei der Canon. Trotz eines insgesamt guten Bildeindrucks, ist die Zeichnung der Details bei der Blume in der Mitte wirkt etwas flächiger und ebenfalls nicht so scharf wie etwa bei der X30 oder ...
Foto: WirtschaftsWochePanasonic CM1
Auch bei der Panasonic lässt sich der Fokusbereich nicht ganz so sauber begrenzen, wie etwa bei der Canon oder der Sony. Dennoch verschwimmen die Blumen imVorder- und Hintergrund erkennbar. Zudem ist die Zeichnung der Details, etwa im Blütenkelch oder an den Blatträndern sehr sauber - und deutlicher als etwa beim iPhone.
Foto: WirtschaftsWocheSamsung NX mini
Die Samsung liefert ein sehr scharfes und detailreiches Bild. Allerdings gelingt der Tiefenschärfeeffekt, trotz vorgewählter Blende 2,8 nicht so schön, wie bei einigen anderen Testkameras.
Foto: WirtschaftsWocheSony
Detaildarstellung und Schärfe der Blüte im Fokus sind sehr gut, die Blüten im Hintergrund verschwimmen wunschgemäß in der Blendenunschärfe. Hier bewährt sich die große Offenblende von 1,8.
Foto: WirtschaftsWocheCanon G7x
Sauber abgegrenztes Motiv vom verschwommenen Hintergrund durch große Blendenöffnung. Geringes Farbrauschen und gute Detailzeichnung bei der Skulptur. Tendenziell dunkler belichtet.
Foto: WirtschaftsWocheFujifilm X30
Deutlicher Tiefenschärfeeffekt erkennbar, leichte Fokussierungsschwäche beim Motiv im Vordergrund. Möglicherweise durch zu starke Rauschunterdrückung. Aufnahme wird heller belichtet als bei der Canon.
Foto: WirtschaftsWocheiPhone6
Mangels steuerbarer Blende sind Vorder- und Hintergrund gleichmäßig scharf, wenn auch beide in den Details leicht stufig. Leichtes Farbrauschen. Insgesamt aber ausgewogener Bildeindruck.
Foto: WirtschaftsWochePanasonic CM1
Sehr schöner Tiefenschärfeeffekt mit klar definiertem Hauptmotiv im Vordergrund. Leichte Unschärften bei Vergrößerung der Skulptur erkennbar. Kaum Farbrauschen. Ausgewogene Helligkeit der Belichtung.
Foto: WirtschaftsWocheSamsung NX mini
Sehr gute Schärfe des Motivs bei gleichzeitig vergleichsweise gering verschwommenem Bildhintergrund. Gute Detailzeichnung der Skulptur, kaum Farbrauschen, ausgewogene Belichtung.
Foto: WirtschaftsWocheSony RX 100 III
Vorder- und Hintergrund sind sauber definiert, die Schärfe und Detailzeichnung des Motivs sind gut und mit sehr geringem Farbrauschen. Insgesamt eher etwas heller belichtet.
Foto: WirtschaftsWocheCanon G7x
Gute bis ordentliche Detailzeichnung bei Weide und Pferdeschweif, fließende Farbverläufe beim Fell. Dunkle Bildbereiche im Hintergrund recht kontrastarm dunkel. Bei der Auflösung der Bäume im Hintergrund stoßen Sensor und Objektiv an ihre Grenzen.
Foto: WirtschaftsWocheFujifilm X30
Insgesamt hoher Schärfeeindruck im Vorder- und Hintergrund, sowohl bei der Weide, als auch bei Schweif und Baumreihe. Etwas mehr Helligkeitsvariation bei den Bäumen hinten. die Farbflächen des Fells werden natürlich dargestellt.
Foto: WirtschaftsWocheiPhone6
Geringerer Detailgrad durch den niedriger auflösenden 8-Megapixel-Sensor. Farbverläufe des Fells wirken leicht flächig. In der Gesamtbetrachtung wirkt die Aufnahme dennoch ausgewogen - und (vermutlich bedingt durch eine leichte Schärfung in der internen Bildverarbeitung) auch recht scharf. Auch die Helligkeitsabstufung der Bäume in Hintergrund ist ausgewogen.
Foto: WirtschaftsWochePanasonic
Durch die etwas hellere Belichtung wirken Vorder- und Hintergrund sehr ausgwogen. Auch bei den Bäumen werden viele Abstufungen erkennbar. Die Farbnuancen von Rasen und Fell sind gut erkennbar. Insgesamt ist das Bild allerdings nicht ganz knackscharf.
Foto: WirtschaftsWocheSamsung NX mini
Ebenfalls sehr ausgewogen belichtet mit vielen erkennbaren Farb- und Helligkeitsnuancen bei Weide und Wald im Hintergrund. Die Detaildarstellung beim Fell und beim Schweif des Pferdes sind ordentlich. Insgesamt ein sehr ausgewogener Bildeindruck.
Foto: WirtschaftsWocheSony RX 100 III
Bedingt durch den anderen Aufnahmezeitpunkt und die anderen Lichtverhältnisse ist die Vergleichbarkeit eingeschränkt. Die Details von Weide und Bäumen werden ordentlich wiedergegeben. Durch den hellen Himmel, wird die Aufnahme von der Automatik eher etwas dunkler belichtet.
Foto: WirtschaftsWocheElf Stunden war Bernd Ritschel Anfang Oktober auf dem Oltroggeweg überm Tiroler Ötztal unterwegs – seine Kamera ständig im Anschlag. Was den Profifotografen durch die steilen Bergflanken in bis zu 3000 Meter Höhe trieb, war nicht Lust an herbstlichen Alpenpanoramen, sondern der Auftrag eines Kunden: Für den lokalen Tourismusverband sollte der 50-jährige Bayer eine Bilderserie übers hochalpine Bergwandern und Bergsteigen schießen.
„Mit den üblichen Profikameras wäre die Zwölf-Kilometer-Tour ein echter Kraftakt geworden“, sagt Ritschel, der statt zur klassischen Spiegelreflex zur handlichen Fujifilm X-T1 griff. „Die liefert selbst für Werbeposter eine vergleichbare Qualität wie eine Große – und ist nicht mal halb so schwer.“
Klein, aber fein, dieser Trend erfasst nicht nur Profis. Auch Amateure begeistern sich für die Kombi aus erstklassiger Bildqualität und handlichem Kameraformat. Sie sind der mitunter lausigen Ergebnisse klassischer Kompakter überdrüssig – und haben zugleich keine Lust, sich bei kreativen Fototouren die Schulter an klobigen Spiegelreflex-Boliden zu verheben.
Immer mehr Kunden wollen Edel-Kompakte
„Deshalb greifen immer mehr Fotofreunde zu einer neuen Produktgattung, für die weder Handel noch Hersteller bisher einen griffigen Namen gefunden haben: Sie sprechen von Edel-Kompakten, Kreativkameras oder schlicht von der neuen Ein-Zoll-Klasse. Sie ist benannt nach ihren Fotosensoren, deren lichtempfindliche Fläche der der alten Ein-Zoll-Videobildröhren entspricht. Vor allem aber ist die Sensorfläche vier- bis fünfmal größer als die der bisher üblicherweise in Kompaktknipsen verbauten Bildchips (siehe Grafik).
Canon G7 X
Klein, schwarz, stark: Sie ist kaum größer als eine Billigknipse, glänzt aber mit Lichtstärke 1,8 bis 2,8 beim 24–100-Millimeter-Zoom (umgerechnet auf Kleinbildfilm) und einem extrem schnellen Autofokus.
650 Euro
Fujifilm X30
Optik und Bedienung kopieren klassische Analogkameras, doch bei Lichtstärke und Rauschverhalten bietet die X30 klassengemäße Digitalqualität, auch wenn der Sensor nicht ganz Zollformat hat.
549 Euro
Panasonic Lumix CM1
Ist die Lumix eher Edel- Kompakte mit Smartphone oder High-End-Fotohandy? Wie auch immer: Ihr Leica-Objektiv und der Ein-Zoll-Sensor liefern Top-Fotos. Nur der Digitalzoom passt nicht ins Bild.
899 Euro
Nikon 1 AW1
Die Nikon-1er-Serie verbindet handliches Format mit einem breiten Objektivangebot. Dazu sind die Systemkameras mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde extrem schnell und im Fall der AW1 sogar wasserdicht.
759 Euro
Sony RX 100 Mark III
Kaum größer als eine Packung Zigaretten, doch bei der Bildqualität fast auf dem Niveau guter Systemkameras. So fasziniert Sonys Edel-Kompakte, in der sogar ein elektronischer Sucher steckt.
849 Euro
Samsung NX mini
Der nur zwei Zentimeter dicken Kamera gelingt der Spagat zwischen schlichter Gestaltung und bemerkenswert guter Bildqualität. Wer will, kann – über einen Adapter – selbst Samsungs Profi-Objektive anschließen.
499 Euro
Ob Canon, Nikon oder Sony – fast jeder wichtige Hersteller startet in diesen Tagen mit einer entsprechenden Kamera ins umsatzstarke Weihnachtsquartal. Und fast alle neuen Modelle vereint – neben den deutlich empfindlicheren Sensoren und der kompakten Bauform –, dass sie in der Regel mit wesentlich lichtstärkeren Objektiven ausgerüstet sind.
Weil sich zudem von der Blende übers Scharfstellen bis zur Belichtungszeit sämtliche Einstellungen auch per Hand steuern lassen, eröffnen die Kameras alle Möglichkeiten kreativer Bildgestaltung.
Die neue High-End-Kompaktklasse ist ein Lichtblick für die von sinkenden Umsatz- und Stückzahlen gebeutelte Fotobranche: Denn während der Boom der Smartphones das Geschäft mit traditionellen Kompaktkameras hat kollabieren lassen und die Nachfrage nach Spiegelreflexkameras sinkt, entpuppen sich die Edel-Kompakten als neuer Wachstumsmarkt.
Trotz ihrer, verglichen mit klassischen Kompakten, merklich höheren Preise von 500 bis 1000 Euro zieht deren Absatz an (siehe Grafiken). Und das, obwohl so mancher Händler fürs gleiche Geld auch respektable Spiegelreflexmodelle offeriert.
„Die Käufer sind inzwischen offenbar bereit, auch bei Kompaktkameras für langlebigere und höherwertige Modelle tiefer in die Tasche zu greifen“, freut sich Sun Hong Lim, Kamera-Vertriebschef beim koreanischen Elektronikriesen Samsung. „Die Verkaufszahlen der edlen Kompakten haben im Vergleich zum Vorjahr um rund die Hälfte zugelegt.“
Höhere Preise kaschieren niedrigere Verkaufszahlen
Der Trend schlägt sich auch deutlich im Durchschnittspreis aller verkauften Kameras nieder. Allein in den vergangenen fünf Jahren stieg der um rund ein Drittel auf heute knapp 280 Euro. Dadurch sind die Folgen des Strukturwandels in der Branche weniger dramatisch, als es zunächst scheint: So kauften die Deutschen 2013 zwar gut 13 Prozent weniger Kameras als im Vorjahr, doch der Branchenumsatz fiel nur um fünf Prozent.
Weil die Marge der teureren Kameras meist deutlich größer ist als bei den Billigmodellen für den Grabbeltisch im Elektronikmarkt, steigt bei vielen Herstellern sogar die Profitabilität. „Manchem Manager kommt die Entwicklung also durchaus gelegen“, sagt Ralf Spoerer, mit Ralfs-Foto-Bude.de einer der bekanntesten deutschen Fotoblogger.
Platz 14: Oregon Scientific ATC Chameleon
Die Kamera ist das Schlusslicht im Test der Stiftung Warentest. Sie lieferte die schlechtesten Videos. Außerdem war die Bedienung des Gerätes sehr kompliziert. Zudem fehlt ein Zugang zum Internet, um Filme gleich auf Sozialen Netzwerken zu teilen. Auch ein Monitor, für einen ersten Blick auf die Aufnahmen fehlt. Noch ein Nachteil: Die Kamera nimmt lediglich Videos auf. Eine Fotofunktion gibt es nicht. Für das Unterwassergehäuse müssen 40 Euro extra gezahlt werden.
Endnote: 4,3
Preis: 199 Euro
Foto: PressePlatz 13: Liquid Image Model 727 EGO
Die Kamera ist besonders leicht und in fünf Farben erhältlich. Viel mehr Vorteile hat sie laut Stiftung Warentest nicht. Die Actioncam drehe Videomaterial in lediglich ausreichender Qualität, der Ton sei miserable. Für das Unterwassergehäuse verlangt der Hersteller 60 Euro.
Endnote: 3,9
Preis: 156 Euro
Foto: PressePlatz 12: Polaroid XS80
140 Minuten hält die Kamera mit einer Akkuladung durch. Außerdem ist sie sehr leicht. Eine Vorschau auf die Videos ist im Vorfeld nicht möglich.
Endnote: 3,7
Preis: 115 Euro
Platz 11: Polaroid XS100
Das Model kämpft mit den gleichen Schwächen wie die XS80 und schneidet im Test entsprechend schlecht ab. Lediglich die Akkulaufzeit ist auch hier mit 150 Minuten beeindruckend. Intervallaufnahmen sind mit der XS100 in Zeitlupe möglich. Beide Modell sind bei geringer Tauchtiefe wasserdicht.
Endnote: 3,7
Preis: 145 Euro
Foto: PressePlatz 10: Sony HDR-AS15
Der Action-Camcorder von Sony gleicht einem klassischen Modell im Mini-Format. Der Bildstabilisator machte bei den Tests einen guten Eindruck, so dass insgesamt passable Videos entstanden. Fotos können Nutzer mit dem Gadget ebenfalls schießen, allerdings ist die Qualität mäßig. Der Akku hält 140 Minuten durch. Das Unterwassergehäuse wird mitgeliefert.
Endnote: 3,4
Preis: 221 Euro
Foto: PresseJVC GC-XA1 ADIXXION
Mittelmäßig - so fällt das Urteil der Stiftung Warentest zu dieser Kamera aus. Die Videos sind passabel, die Fotos ausreichend. Während der Weitwinkel der beste im Test war, stellte sich die Tonqualität als miserabel heraus. Der Akku hielt 80 Minuten durch. Ein guter Service: Ein Steckplatz für normalgroße SDXC-Speicherkarten.
Endnote: 3,4
Preis: 151 Euro
Foto: PressePlatz 8: Contour ROAM2
Kein WLAN, keine Zeitlupe, keine Vorschau, mieser Ton - soweit das Negativ-Urteil der Stiftung Warentest. Die Videoqualität selbst sei hingegen annehmbar. Pluspunkte gibt es für den starken Akku und die leichte Bedienbarkeit. Das Unterwassergehäuse kostet etwa 40 Euro extra.
Endnote: 3,4
Preis: 226 Euro
Foto: PressePlatz 7: Contour +2
Die Kamera ist besonders vielseitig einsetzbar. Sie verfügt über eine Zeitlupen-Funktion, Intervall- und Montageoptionen. Zum Tauchen wird das Unterwassergehäuse mitgeliefert. Auch ein GPS-Empfänger für Geodaten und ein Laserpointer zur Ausrichtung sind vorhanden. Der Ton hingegen ist eher schlecht, und die Betriebsdauer mit 80 Minuten relativ kurz.
Endnote: 3,4
Preis: 345 Euro
Foto: PressePlatz 6: GoPro Hero3 White Edition
Als Kamera für Einsteiger empfiehlt die Stiftung Warentest dieses Model. Für relativ wenig Geld, bekommt der Nutzer eine gute Ausstattung. Die Videos schnitten in den Tests passabel, der Ton miserabel ab. Der Akku hält mit 150 Minuten lange durch. Ein Unterwassergehäuse wird mitgeliefert.
Endnote: 3,3
Preis: 224 Euro
Foto: PressePlatz 5: GoPro Hero3 Silver Edition
Mit der Silver-Edition ist es so eine Sache. Sie ist teurer als die White Edition und macht bessere Videos als die Black Edition. Die Stiftung Warentest empfiehlt daher, sich gleich für eine der anderen beiden Varianten zu entscheiden.
Endnote: 3,3
Preis: 390 Euro
Platz 4: GoPro Hero3 Black Edition
Mit einer hohen Auflösung machte die Black Edition die besten Videos im Test. Dafür wird mehr Energie benötigt, weshalb der Akku nur 90 Minuten mitmacht. Für unterschiedliche Anwendungsszenarien werden diverse Halterungen mitgeliefert - so auch ein Unterwasser-Gehäuse. Der Ton ist miserabel.
Endnote: 3,3
Preis: 390 Euro
Foto: PressePlatz 3: Rollei Bullet 5AS
WLAN und ein abnehmbarer Monitor sind die Stärken der Kamera. Die Videos sind durchaus passabel, der Ton dafür miserabel. Der Akku ist mit einer Betriebsdauer von 180 Minuten besonders stark.
Endnote: 3,2
Preis: 335 Euro
Foto: PressePlatz 2: Panasonic HX-A 100
Keine andere Kamera im Test war laut Stiftung Warentest so einfach zu bedienen. Die Auflösung der Bilder ist zwar sehr hoch, dennoch wurden die Videos lediglich als passabel eingestuft.
Endnote: 3,1
Preis: 243 Euro
Foto: PressePlatz 1: Drift Innovation HD Ghost
Passable Videos, gute Fotos und einen starken Akku bietet die Drift Innovation. Allerdings müssen die Nutzer mit einem sehr geringen Weitwinkel leben.
Endnote: 3,1
Preis:350 Euro
Foto: Presse
Vor allem aber belegt die neue Produktklasse, dass der Boom der Smartphones nicht zwangsläufig das Ende traditionellen Kamerabaus bedeuten muss. „In meine Workshops kommen zunehmend junge Leute, die übers Handy ihre Liebe zum Bild entdeckt haben und die sich jetzt fürs kreative Fotografieren wie etwa das Spiel mit der Tiefenschärfe begeistern“, sagt Profifotograf Ritschel.
Auch darum kritisiert er scharf, wie die Produktstrategen der traditionellen Fotoriesen bisher auf die Handykonkurrenz reagierten: „Die Antwort war eine Flut neuer Kompakter im Halbjahrestakt, mit immer neuen Pixelrekorden statt einem klaren Fokus auf die Bildqualität“, moniert Ritschel. Jetzt aber mache sich in der Industrie endlich die Erkenntnis breit, dass sich Fotoapparate nur durch Qualität und kreative Aufnahmemöglichkeiten von den Smartphones absetzen können, so der Fotoprofi. „Das braucht auch deutlich größere Bildsensoren, als die auf schlanke Baugröße getrimmten Handys sie bieten können.“
Inzwischen sehen das auch prominente Vertreter der traditionellen Fotowelt so. „Erst hat die Branche Smartphones als Konkurrenz ignoriert und dann zu lange als Gegner betrachtet“, sagt etwa Canons Europachef, der Niederländer Rokus van Iperen. „Ein Irrtum, liefert uns die Handyfotografie doch gerade die Kunden, die morgen unsere Kameras und Serviceangebote nutzen sollen.“
Technik ist nur noch Mittel zum Zweck
Nur, wie erreichen die Hersteller die neuen potenziellen Käufer? Sicher nicht mit den Konzepten traditionellen Fotomarketings: „Leuten, die via Handy bisher vor allem Gebrauchsfotos fürs schnelle Teilen in sozialen Netzen geschossen haben, die begeisterst du nicht mit Regalen und Messeständen voller Riesenobjektive“, sagt Fotoblogger Spoerer.
Auch für Canon-Europachef van Iperen ist klar: „Die neue Generation der kreativen Fotografen begeistert sich nicht mehr für Technik um ihrer selbst willen. Sie ist ihnen nur Mittel zum Zweck, Emotionen aufs Bild zu bannen.“
Die Umsätze mit hochwertigen Kameratypen steigen (Für eine vergrößerte Ansicht auf das Bild klicken)
Foto: WirtschaftsWoche
Entsprechend radikal bauten die Japaner gerade erst auf der Photokina in Köln, der Leitmesse der Branche, ihren Auftritt um: Statt der üblichen Neuheitenflut zeigten sie dieses Jahr als Ankerprodukte nur eine neue Spiegelreflexkamera – und mit der Powershot G7 X einen Neuling aus der aufstrebenden Ein-Zoll-Klasse. Was die etwa in fast völliger Dunkelheit noch ohne Blitz an Details auf den Fotosensor bannt, konnten die Messebesucher anhand von Dioramenszenen in nahezu unbeleuchteten Testräumen am Rand des Standes gleich selbst ausprobieren.
Kameras an ihren Grenzen
Gerade bei solchen Szenen, etwa Aufnahmen in der späten Dämmerung, am Grillfeuer oder auch bei Feiern in Räumen, geraten selbst die besten Smartphones an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Bilder ohne Blitz werden verrauscht oder verwackelt. Durch die Mikrolinsen fällt schlicht nicht genug Licht auf deren winzige Fotosensoren, um ein klares, farbstarkes Bild zu erzeugen. Und wer den Aufheller dazuschaltet, sieht nach der Aufnahme allzu oft in kalkweiß-überblitzte Gesichter.
In der Oberklasse wächst die Nachfrage nach handlichen Kameratypen (Für eine vergrößerte Ansicht auf das Bild klicken)
Foto: WirtschaftsWocheUnd weil die bei herkömmlichen Kompaktkameras der Einstiegs- und Mittelklasse eingesetzten Sensoren ebenfalls nicht viel größer sind als ein halber kleiner Fingernagel, ist auch da kaum mehr Bildqualität zu holen – und der Qualitätsunterschied zu Handys kaum mehr erkennbar.
„Die Industrie war zu lange nicht wirklich innovativ“, sagt Haruo Ogawa, Chef der Kamerasparte bei Olympus. Seine Antwort ist, „große Qualität klein zu machen. Kompaktere Bauformen, weniger Gewicht, das kommt bei den Kunden an.“ Ogawa wagte mit seinen Pen- und OM-D-Systemkameras und deren noch oberhalb des neuen Ein-Zoll-Formats angesiedelten Fotochips vor gut vier Jahren erste Schritte ins Segment handlicher Qualitätskameras.
Inzwischen haben Fotofans mit Hang zur Kreativität die Wahl zwischen zahlreichen kompakten Kamerakonzepten.
GoPro Hero 3+
http://de.gopro.com/cameras/hd-hero3-black-edition
Die beste Action-Cam auf dem Markt, nicht nur wegen des offensiven Marketings. Vor allem die technischen Daten beeindrucken. Als erste und bisher einzige Action-Cam liefert sie auch 4K-Auflösung (3840 x 2160), wenn auch nur mit ruckeligen 15 Bildern pro Sekunde. Full-HD mit 60 fps und HD-Modus mit 120 fps gehören zum Standardrepertoire des schnellen Bildprozessors. Im WVGA-Modus (848 x 480) schafft sie 240 fps. Wasserdicht bis 40 Meter. Eine Fernbedienung ist im Lieferumfang.
Das Gopro-System besticht durch eine enorme Vielfalt an praxisnah konzipierten Halterungen für nahezu jedes Einsatzgebiet. Die Hero 3 ist das Modell der Wahl für Anwender, die ambitionierte Videoprojekte im Sportbereich realisieren wollen. Einsteiger und Gelegenheitsfilmer werden aber auch mit einem billigeren Modell glücklich.
Features
4K-Videos (Ultra HD) mit 15 fps
Full-HD mit 60 fps, HD-Modus mit 120 fps
WVGA mit 240 fps
produziert auch Videos mit 24 fps (Kinostandard)
Serienbilder mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde
Preis: 449 Euro
Foto: PRGoPro Hero 3 White Edition
Das Einstiegsmodell von Gopro. Unterscheidet sich durch den schwächeren Bildprozessor, der bei Full HD nur maximal 30 fps schafft. Reicht aber völlig aus, solange man nicht sehr schnelle Bewegungsabläufe unbedingt in höchster Full-HD-Auflösung filmen will. Die Halterungen für die Hero 3 passen auch zur 3+.
Features
Full HD mit 30 fps
HD mit 60 fps
Serienbilder mit 3 Bildern pro Sekunde
Wi-Fi
Preis: 249 Euro
GoPro Hero 3 White Edition
http://de.gopro.com/cameras/hd-hero3-white-edition
Sony AS30
Die neue AS30 ist in verschiedenen Varianten mit jeweils anderem Befestigungszubehör erhältlich. Für den Wintersport vorgesehen ist die Kit-Version HDR-AS30VW. Das sehr weitwinkelig eingestellte Carl-Zeiss-Objektiv (170 Grad, Kleinbild-Brennweite von 15,3 mm) gewährleistet, dass praktisch die ganze Umgebung im Bild ist. Sonys hintergrundbeleuchteter CMOS-Sensor Exmor R (1/2,3-Zoll, 11,9 Megapixel) verspricht gute Bildqualität. Der Zeitlupenmodus schafft 120 Bilder pro Sekunde, Full-HD (1920 x 1080) filmt die Sony mit 60 fps.
Über das Wi-Fi-Modul und eine App ist die Steuerung über Smartphone oder die Übertragung der Videodaten möglich. Auch als "nacktes Basisgerät" für 299 Euro erhältlich, dann muss man aber Zubehör zur Befestigung extra dazukaufen. Ein "Schneeset" mit Kopfband, Neigeadapter und Klebeband kostet 54,60 Euro.
Features
Steadyshot-Technik für verwackelungsfreie Aufnahmen
GPS
Wi-Fi und NFC (Near Field Communication)
Anschluss für externes Mikrofon
Preis: 299 Euro (Basismodell mit wasserfester Hülle), Der Preis für die Wintersportversion HDR-AS30VW stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest.
HDR-AS30VW
http://www.sony.de/hub/action-cam
JVC GC-XA2 Adixxion
Outdoor-Camcorder mit seitlichem Monitor, die in Full HD (60 fps) filmt. Im HD-Modus (1280 x 720) sind 120 Bilder pro Sekunde erreichbar. Das macht echte Zeitlupen bei gleichzeitig hoher Auflösung nötig. Durch Wi-Fi-Funktion ist Streaming oder Datenübertragung auf das Smartphone möglich.
Wetterfest und stoßgeschützt, die gummierte Oberfläche macht sie besonders griffig. Nachteil: Wenig Zubehör im Lieferumfang, Halterungen muss man sich also dazukaufen.
Features
Full HD mit 60 fps
Serienbilder mit maximal 15 Bildern pro Sekunde
Wi-Fi für Live-Streaming und Übertragung der Fotos
Zeitlupe mit 120 fps
Preis: circa 270 Euro
JVC GC-XA2 Adixxion
http://jdl.jvc-europe.com/category.php?id=100185
Easypix GoXtreme Xtasy
Einfacher Action-Camcorder ohne Display, aber mit allen wesentlichen Merkmalen einer Action-Cam. Weitwinkelobjektiv (170 Grad). Filmt in Full HD und schafft im HD-Modus 60 Bilder pro Sekunde. Umfangreiches Zubehör, unter anderem auch mit Helmhalterung. Sehr preiswert.
Features
wasserfest bis zehn Meter
Full HD (1920 x 1080) mit 30 fps
HD (1280 x 720) mit 60 fps
CMOS-Sensor mit 5 Megapixel
Preis: 129,90 Euro
Easypix GoXtreme Xtasy
http://www.easypix.eu/de/GoXtreme-Xtasy-Full-HD-Action-Camera
Easypix GoXtreme WiFi
Action-Camcorder mit 5 Megapixel-Sensor und 120-Grad-Weitwinkel-Optik. Full HD mit 30 fps, HD mit 60 fps. Der 5-Megapixel-Sensor ist nicht gerade Spitzenklasse, sollte aber für Actionaufnahmen reichen. Reichhaltige Ausstattung (Halterung für Surfboard, Helm oder Fahrrad, Auto-Ladekabel, Fernbedienung). Gemessen an Leistungsdaten und Ausstattung sehr preiswert.
Features
Wi-Fi-Modul
Full HD (1920 x 1080) mit 30 fps
HD (1280 x 720) mit 60 fps
frostsicher bis minus 5 Grad
wasserdicht bis drei Meter
Monochrom-Display
Preis: 119,90 Euro
Easypix GoXtreme WiFi
http://www.easypix.eu/de/GoXtreme-WiFi-Full-HD-Action-Camera
Actionpro X7
http://www.actionpro.de/actionpro_x7/
Panasonic HX-A100
Die Actionkamera trennt Kameraeinheit und Bedienmodul. Das winzige Kameramodul wird am Arm oder am Ohr befestigt, das Bedienmodul in die Jackentasche gesteckt. Eine "Multi-Halterung für Helme, Skibrillen oder Rucksackriemen" ist optional erhältlich.
Das Objektiv ist als Weitwinkel mit 160 Grad ausgelegt. Neben Full HD mit 50 fps sind auch Zeitlupen mit bis zu 240 fps einstellbar.
Das Wi-Fi-Modul dient der Fernsteuerung oder der Übertragung der Videos auf Smartphone oder Tablet. Auch das Live-Streamen der Bilder ist möglich. Die dazugehörige Panasonic-App gehört zu den besten Digicam-Apps auf dem Markt, sie bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten.
Features
Weitwinkel mit 160 Grad Blickwinkel
Full HD mit 50 fps
Zeitlupe mit 100 oder sogar 200 fps
Wi-Fi und Fernsteuerung
Preis: 299 Euro
Panasonic HX-A100
Die Actionkamera trennt Kameraeinheit und Bedienmodul. Das winzige Kameramodul wird am Arm oder am Ohr befestigt, das Bedienmodul in die Jackentasche gesteckt. Eine "Multi-Halterung für Helme, Skibrillen oder Rucksackriemen" ist optional erhältlich.
Das Objektiv ist als Weitwinkel mit 160 Grad ausgelegt. Neben Full HD mit 50 fps sind auch Zeitlupen mit bis zu 240 fps einstellbar.
Das Wi-Fi-Modul dient der Fernsteuerung oder der Übertragung der Videos auf Smartphone oder Tablet. Auch das Live-Streamen der Bilder ist möglich. Die dazugehörige Panasonic-App gehört zu den besten Digicam-Apps auf dem Markt, sie bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten.
Features
Weitwinkel mit 160 Grad Blickwinkel
Full HD mit 50 fps
Zeitlupe mit 100 oder sogar 200 fps
Wi-Fi und Fernsteuerung
Preis: 299 Euro
Panasonic HX-A100
http://www.panasonic.de/html/de_DE/Produkte/Camcorder/Active+Camcorder/HX-A100/%C3%9Cbersicht/11426666/index.html
Rollei Action-Cam S50 Wi-Fi
Neben der Gopro Hero ist die Rollei die beste Action-Cam auf dem Markt, nicht zuletzt wegen des umfangreichen Zubehörs für diverse Outdoor-Sportarten.
Besonders wetterfest ist sie obendrein, laut Datenblatt hält sie im Winter Temperaturen bis minus 20 Grad aus. Im Unterwassergehäuse taucht sie bis zu 60 Meter, also dürfte sie auch heftiges Schneegestöber nicht stören.
In limitierter Edition gibt es die S50 als Ski Edition, da gehören unter anderem eine Helmhalterung und ein Brustgurt zur Ausstattung. Fernbedienung und ein Zweitakku liegen ebenfalls bei.
Die S50 bietet einen schnellen Bildprozessor und filmt Full HD-Videos mit 60 oder 30 fps. Über WLAN lassen sich die Videodaten an iPhone oder Android-Handy streamen. Ein Highlight ist die Zeitrafferfunktion. Dabei macht sie in bestimmten Zeitintervallen – beispielsweise ein Bild pro Sekunde – jeweils ein Foto und setzt diese dann zu einem Video zusammen.
Features
Sensor mit 14 Megapixel
wasserdicht bis 60 Meter
frostsicher bis minus 20 Grad
Fernbedienung
Full HD (1080i) mit 60 fps
Zeitraffer (1s, 3s, 5s, 10s, 30s, 60s)
Preis: circa 275 Euro
Rollei Action-Cam S50 Wi-Fi
http://www.rollei-actioncam.com/cms/index.php?id=421&tx_oid=371
Rollei Ski Goggles/Skibrille 135 Full-HD
Hightech auf der Nase. Skibrille mit integriertem Full-HD-Camcorder. Die freie Sicht ist nicht beeinträchtigt, das Kameramodul ist am rechten Bügel der Skibrille angebracht. Filmt in Full HD mit 30 Bildern pro Sekunde, bei 60 fps wird die Auflösung auf HD (1280 x 760) reduziert. Keine technische Spitzenleistung, reicht aber aus, da die Kamera in Augenhöhe nicht so schnelle Bewegungen zu verarbeiten hat, wie bei direkter Montage auf Ski oder Snowboard.
Features
Full HD (1920 x 1080) mit 30 fps
CMOS-Sensor mit 5 Megapixel
135 Grad Weitwinkel
maximale Aufnahmedauer: 90 Minuten
Preis: noch nicht bekannt
Rollei Ski Goggles/Skibrille 135 Full-HD
http://www.rollei-actioncam.com/cms/index.php?id=426
Hama Activity 30
Gut ausgestatteter Camcorder mit diversen Befestigungsmöglichkeiten (Kopfband, Helm) und Fernbedienung. Filmt in Full HD oder HD.
Features
wasserdichtes Gehäuse
1/2,5-Zoll-Sensor, 16 Megapixel
Weitwinkelobjektiv (170 Grad) mit 5fach-Digital-Zoom
Preis: ab 130 Euro
Hama Activity-30
https://de.hama.com/top-themen/action-cams
Aiptek Sporty Cam Z3
Einfacher Weitwinkel-Camcorder mit Full-HD. Reichhaltige Ausstattung mit Montage-Kits und Fernbedienung.
Features
bis zu 30 Meter wasserdicht
5-Megapixel-Sensor
Full HD mit 30 fps, HD mit 60 fps
Preis: 179 Euro
Aiptek Sportycam Z3
http://www.aiptek.de/index.php/de/produkte/outdoorsports/sportycam-z3
Sony GW66VE
Der Full HD-Camcorder gehört zu den Outdoor-Cams, die wie eine "normale Videokamera" zu gebrauchen sind. Sie hat dementsprechend ein großes, schwenk- und drehbares Display, eine Zoomfunktion und viele Einstellmöglichkeiten.
Mangels Befestigungszubehör ist der GW66VE nicht als reine Action-Cam nutzbar. Man muss sie während des Filmens in der Hand halten, zudem ist die Kamera bei ausgeklapptem Display empfindlich gegen Stürze und Stöße. Außerdem hat sie keine Zeitlupenfunktion. Die Bildqualität ist aber ausgezeichnet.
Doch als Videoreporter beim Langlaufen oder für den Panoramaschwenk bei der Bergtour ist die Sony bestens gerüstet.
Der Camcorder ist bis zu zehn Meter wasserdicht und bis minus zehn Grad frostsicher, sollte also auch längere Winter-Exkursionen Ausflüge problemlos mit.
Features
10fach-Zoom-Objektiv (entspricht 29,8 – 298,0 mm im 16:9-Modus)
hintergrundbeleuchteter Exmor-R-Bildsensor
Exmor R CMOS-Sensor
Display mit Touchfunktion
Preis: 458,99 Euro
Sony GW66VE
http://www.sony.de/product/cam-high-definition-on-memory-stick/hdr-gw66ve#tab
Panasonic HX-WA30
Ein sehr robuster Camcorder mit starker Zeitlupenfunktion. Wasserdicht bis zehn Meter, frostsicher bis minus zehn Grad und stoßgeschützt. Dank Wi-Fi fernsteuerbar über Smartphone und Tablet. Ist auch für Fotos zu gebrauchen. Macht beispielsweise Serienbilder mit bis zu 12 Aufnahmen in 1,2 Sekunden. Scharfgestellt wird aber nur beim ersten Bild, das Objekt darf sich dann also nicht auf die Kamera zu bewegen.
Ähnlich wie beim Sony GW66VE aber mangels Befestigungsmöglichkeit nicht als reine Action-Cam zu gebrauchen.
Features
rückseitig beleuchteter 1/2,33 Zoll MOS-Sensor
5fach-Zoomobjektiv
elektronischer Bildstabilisator
schwenk-, neig- und drehbares Display
Zeitlupe mit 120, 240 oder 480 fps
Wi-Fi
Serienbilder mit 12 Aufnahmen in 1,2 Sekunden (3 Megapixel)
Preis: 349 Euro
Panasonic HX-WA30
http://www.panasonic.de/html/de_DE/Produkte/Camcorder/Active+Camcorder/Active+Camcorder/5477483/index.html
Olympus TG-2
Wasserdicht bis 15 Meter, frostsicher bis minus zehn Grad und stoßfest – die Olympus TG-2 ist als Foto- und Video-Begleiter in winterlicher Umgebung bestens gerüstet. Bei sportlichen Aufnahmen ist die Zeitlupe mit 120 oder 240 Bildern pro Sekunde nützlich. Allerdings sind Zeitlupenaufnahmen auf 20 Sekunden begrenzt. Das Mikrofon wird bei der Zeitlupe abgeschaltet.
Daneben schießt sie bis zu 15 Serienbilder pro Sekunde, aber nur insgesamt 60 Bilder. Das dürfte reichen, um den ein oder anderen Snowboard-Salto zu festzuhalten.
Die TG-2 macht aber auch als kompakte Digicam eine gute Figur. Das mit der größten Blendenöffnung 1:2.0 recht lichtstarke Zoomobjektiv reicht von 25 bis 100 mm (bezogen auf Kleinbild). Zudem hat die Kamera Olympus-typisch viele Einstellmöglichkeiten.
Features
1/2,3-Zoll-CMOS-Sensor mit 12 Megapixel
GPS
Serienbilder mit max. 15 Bildern pro Sekunde
Preis: circa 285 Euro
Olympus TG-2
http://www.olympus.de/site/de/c/cameras/digital_cameras/tough/tg_2/index.html
Olympus TG-630
Relativ preiswerte Outdoorkamera, die alles hat, was man für den fotografischen Winterspaß braucht: Full-HD, Zeitlupe und Serienbilder. Frostsicher bis minus zehn Grad.
Features
Full HD mit 30 fps
Zeitlupe (240 Bilder pro Sekunde)
5-fach-Zoomobjektiv (28 - 140 mm, entsprechend Kleinbild)
Preis: circa 200 Euro
Olympus TG-630
http://www.olympus.de/site/de/c/cameras/digital_cameras/tough/tg_630/index.html
Nikon Coolpix AW110
Voll ausgestattete und sehr robuste Outdoorkamera mit GPS, Wi-Fi, Kompass und Höhenmesser. Eignet sich damit auch für die Bergtour. Wasserdicht (18 Meter) und kälteresistent. Lässt sich durch Action-Control-Taste auch mit Handschuh bedienen.
Neben Full-HD ist auch eine Zeitlupe an Bord. Da die Kamera nur mit 30 fps filmt, ist sie für sehr schnelle Actionsequenzen nicht ideal. Die Serienbildfunktion schafft 8 Bilder pro Sekunde.
Bietet daneben alle Einstellmöglichkeiten einer kompakten Digicam. Allerdings ist das Objektiv mit der größten Blendöffnung 1:3,9 nicht sehr lichtstark.
Features
1/2,3-Zoll-CMOS-Sensor (16,8 Megapixel)
5fach-Zoomobjektiv (28 bis 140 mm, entsprechend Kleinbild)
Full HD mit 30 fps
Zeitlupe mit 240 Bildern
Preis: circa 240 Euro
Nikon Coolpix AW110
http://www.nikon.de/de_DE/product/digital-cameras/coolpix/all-weather/coolpix-aw110
Fujifilm Finepix XP60
Familientaugliche Outdoorkamera mit ordentlicher Bildqualität, aber ohne Hightech-Extravaganzen wie Wi-Fi oder GPS. Nimmt aber immerhin Full-HD mit 60 fps auf - wenn auch im etwas schlechteren Interlaced-Modus (1080i). Ist auch bei Serienbildern auf Zack. Wasserdicht (sechs Meter, stoßfest und frostgeschützt (minus zehn Grad).
Das Fujinon-Objektiv hat einen Brennweitenbereich von 28 - 140 mm (entsprechend Kleinbild). In mehreren Farben erhältlich (Gelb, Rot, Schwarz, Blau, Grün)
Features
Full HD (1080 interlaced) mit 60 fps
Serienbilder mit bis zu 10 Bildern pro Sekunde
1/2,3 Zoll 16,4 Megapixel CMOS Sensor
Preis: 179 Euro
Fujifilm Finepix XP60
http://www.fujifilm.eu/de/produkte/digitalkameras/outdoor/model/finepix-xp60/
Pentax K-3
Da bei Schnee und Sonne praktisch immer schwierige Lichtverhältnisse herrschen, bietet eine hochwertige Kamera die beste Gewähr für richtig belichtete Fotos. Nicht nur das macht die Spiegelreflexkamera Pentax K-3 interessant. Durch 92 Dichtungen ist diese Kamera wetterfest und übersteht deshalb auch das Fotoshooting im Schneegestöber.
Die K-3 ist eine anspruchsvolle Spiegelreflexkamera mit allen Optionen und Einstellmöglichkeiten für engagierte Hobbyfotografen. Bildsensor im APS-C-Format (23,5 x 15,6 mm) mit 24 Megapixel. Die Pentax ist zwar in erster Linie als Fotokamera konzipiert, filmt aber auch in Full HD mit 60 fps (interlaced) und bietet die Anschlussmöglichkeit für ein externes Mikrofon.
Features
spritzwassergeschützt und frostsicher (minus zehn Grad)
APS-C-Sensor (23,5 x 15,6 mm), 24 Megapixel
Serienbilder mit 8,3 Bildern pro Sekunde
kürzeste Verschlusszeit 1/8000 Sekunde
Preis: 1349 Euro mit Zoomobjektiv (18 - 55 mm)
Foto: PRPentax WG-3 GPS
Sehr robuste Outdoorkamera mit GPS und lichtstarkem Objektiv. Wasserdicht bis 14 Meter, hält Druck bis zu 100 Kilo aus, man kann also auch mal drauffallen. Kälteresistent bis minus zehn Grad.
Die Pentax zählt zu den wenigen Kameras, die im Zeitlupenmodus das Mikrofon anlassen, das ergibt schön-skurrile Soundeffekte bei der Wiedergabe. Die Objektivbrennweite reicht von 25 bis 100 mm (entsprechend Kleinbild). In Violett und Olivgrün erhältlich. Wer Geotagging nicht braucht, nimmt die Variante WG-3 ohne GPS-Modul .
Features
Dual-Bildstabilisator-System
hintergrundbeleuchteter 1/2,3 Zoll großer Bildsensor
Full-HD-Modus
Zeitlupe mit Ton (auf 15 Sekunden begrenzt)
Makro-Aufnahmen aus 1 Zentimeter Entfernung
Preis: circa 270 Euro
Pentax WG-3 GPS
http://www.ricoh-imaging.de/de/kompaktkameras/wg-3-gps.html
Maptaq QMountz
Das Schutzgehäuse verwandelt das Smartphone Samsung Galaxy S3 in eine wasserdichte Actionkamera. Optional gibt es Befestigungszubehör für Helm, Surfboard und Fahrradlenker sowie eine Fisheye-Optik. Gibt's auch für das iPhone.
Features
wasserdicht bis 3 Meter
stoßfest
Preis: circa 70 Euro
Maptaq QMountz
http://maptaq.com/de/products
Polarpro Polarfilter
Der Polarpro-Filter für die Hero 3+ reduziert Reflexionen auf Glasflächen und sorgt für sattere Farben bei Schnee und Eis. Andere Varianten wie Grau- und Magentafilter sind ebenso erhältlich.
Preis: circa 28 Euro
Polarpro Polarfilter
http://www.polarprofilters.com/shop/hero3pluspolarizeraccessory/
SP POV Case
Fototasche mit Schaumstoffblock für die sichere Unterbringung der Gopro Hero nebst Zubehör. Durchaus praktisch, denn so sind auch Kleinteile wie Adapter, Kabel, Befestigungs-Kits und so weiter übersichtlich untergebracht.
Preis: 57 Euro
SP POV Case
http://www.sp-united.com/cases/#
Wie etwa Samsungs extrem flache NX mini. Sie paart einen großen Bildsensor mit (zumindest für Fotopuristen) gewöhnungsbedürftigen Gehäusefarben wie Mintgrün, Zartrosa oder Schokobraun sowie einem nach vorne klappbaren Display. Selfie-Fotografie auf höchstem Niveau sozusagen. „Mehr Qualität, pfiffige Optik, das“, glaubt Samsung-Manager Lim, „spricht speziell Frauen an, die sich nicht für lange Ausstattungslisten begeistern, sondern gute Bilder machen wollen und Wert auf Lifestyle legen.“
Zugleich adaptiert die Kamerabranche einen Bildertrend aus der Smartphone-Welt: eine Art soziale Gebrauchsfotografie. Schnappschüsse aus dem Handy, die der Nutzer umgehend via Mobilfunk in sozialen Online-Welten veröffentlicht – von Facebook bis Pinterest.
Daher ermöglichen die Kamerahersteller inzwischen auch ihren Einzöllern den Zugang ins Netz. Module für den schnurlosen Computerfunk WLAN sind Standard. Mithilfe des Kurzstreckenfunks NFC – etwa in Canons G7 X, der Fujifilm X30 oder Sonys RX 100 – lassen sich die Kameras sogar durch bloßes Berühren mit Handys koppeln. Die dienen dann als Funkbrücke zu sozialen Netzwerken, als Megadisplay für die schnelle Bildkontrolle, als Fernauslöser für die Kamera – oder auch zum direkten Upload der Aufnahmen in Fotoportale und Cloud-Speicher im Internet. Denn der Bildertausch übers Netz, die Diskussion in Online-Communities, aber auch die Sicherung der Aufnahmen gegen Datenverluste sind kein Privileg mehr von Smartphone-Fotografen, deren Telefone jede Aufnahme auf Wunsch gleich im Hintergrund im Internet archivieren.
Im Gegenteil, die Hersteller treten mit eigenen Netzdiensten in direkte Konkurrenz zu Online-Angeboten wie Flickr oder Dropbox (siehe Kasten Seite 90). Canon etwa startete sein Irista-Portal – eine Mischung aus Fotoarchiv und Diskussionsplattform – im Frühsommer, auch um „die neue Fotografengeneration da zu erreichen, wo sie aktiv ist – im Netz, in Communities und über Apps“, so Europachef van Iperen. Und folglich findet sich nun in der G7 X die Option, neue Bilder via Handy in die Irista-Sammlung zu laden.
Hybride zwischen Kamera und Smartphone
Sogar noch etwas konsequenter verknüpft Panasonics Neuling, die Lumix CM1 die Bilder- und Online-Welten. Denn im Grunde ist der Fotohybride eine Ein-Zoll-Kamera mit integriertem Smartphone, eine Edel-Kompakte mit direktem Netzzugang. Denn trotz der augenfälligen Verwandtschaft zum Handy ermöglicht es auch die Lumix dem Fotografen, alle Kamerafunktionen manuell zu steuern.
Nur beim Leica-Elmarit-Objektiv muss der Käufer Abstriche machen: Das ist zwar mit Blende 2,8 sehr lichtstark, hat aber eine 28-Millimeter-Festbrennweite. Statt eines optischen gibt es nur einen Digitalzoom. Das ist durch den zwangsläufigen Auflösungsverlust beim Zoomen, gemessen am Qualitätsanspruch der Kamera, nicht mehr als ein Kompromiss.
Wegbereiter des Ein-Zoll-Segments war 2011 Nikon mit den ersten Modellen seiner 1er-Serie, Systemkameras mit Wechselobjektiven und wegen der kompakten Bauform extrem schneller Bildfolge von bis zu 60 Aufnahmen pro Sekunde.
"Die Leute sind den Plastikkram leid"
Wegen der zugleich aber – gemessen an Spiegelreflexkameras – merklich leistungsschwächeren Bildchips gab es von Testern und Fotoprofis zunächst Kritik an Rausch- und Schärfewerten der ersten Modelle.
„Dabei hatten wir sie ja im Grunde nicht als Spiegelreflex-Ersatz konzipiert, sondern als ,die bessere Kompakte‘, und das kam beim Kunden an“, sagt Nikons deutscher Chef fürs Handelsmarketing, Wolfgang Göddertz. Binnen weniger Wochen schossen die Neulinge an die Spitze der Verkaufs-Charts bei Systemkameras. Und sie wurde zur Blaupause für die neue Generation der Qualitäts-Kompakten.
Zu denen zählt inzwischen auch Nikons neues – trotz Wechseloptik –, wasserdichtes Modell AW1. Das übersteht Tauchtiefen bis 15 Meter schadlos und ist mit Weitwinkelobjektiv nicht viel größer als eine Packung Long-Size-Zigaretten.
„Die Leute sind den Plastikkram leid“, sagt Fotograf Ritschel. „Wer sich fürs Fotografieren begeistert, will wieder Wertigkeit, erfreut sich an Haptik und will auch aktiv in die Bildgestaltung eingreifen“, erklärt der Experte den Trend zu stabilen Metallkomponenten in Rahmen und Gehäusen der Edelklasse, zu mehrheitlich traditionellem Kameradesign und zu klassischen Stellrädern für die wichtigsten Bildeinstellungen.
Blendensteuerung, Zeitvorwahl, Belichtungskorrektur, all das sind Funktionen, die Fotografen mit Faible fürs Kreative bei Smartphones zumeist vergeblich suchen. Wer gerne mit dem Fokus arbeitet, mit Unschärfen in Vorder- und Hintergrund oder Wischeffekten beim Mitziehen sich schnell bewegender Objekte, der muss nach Alternativen suchen. Selbst die jüngste Generation von Foto-Fonen, mit hohem Aufwand auf die Simulation von Tiefenschärfeeffekten getrimmt, schafft das eher schlecht als recht.
Das ist nicht Unvermögen der Entwickler, sondern schlichte Physik. Die erschwert es ihnen schon bei einfachen Kompaktkameras massiv, Kreativfunktionen zu integrieren. Die Designer der Handys haben’s noch schwerer. Denn für gute, lichtstarke und möglichst scharfe Aufnahmen gilt der alte Entwicklerspruch: Am Ende zählt nur die Größe – mehr Raum für Linsen und Sensor. Und zwar in gleich mehrfacher Hinsicht:
Bildchip Je größer die Pixel genannten helligkeits- und farbempfindlichen Punkte auf dem Bildchip sind, desto mehr Licht können sie aufnehmen, und desto eher liefert die Kamera auch ohne Blitz und Stativ scharfe, rauscharme Bilder.
Dummerweise hat die Jagd nach Auflösungsrekorden bei Kompaktkameras dazu geführt, dass die Pixel der einfacheren Kameras immer winziger wurden – und damit lichtschwächer.
Blende Es ist immer wieder überraschend, welch Objektivrüssel beim Einschalten aus mancher Westentaschenknipse herausfährt. Die Entwickler wollen mit dem langen optischen Rohr einen möglichst großen Zoombereich abdecken, vom starken Weitwinkel bis zum großen Tele. Doch das geht wieder zulasten der Lichtstärke. Denn zum einen schlucken die einfachen Linsensysteme viel Helligkeit. Zum anderen dringt durch die winzigen Öffnungen kaum noch Licht.
Damit kommt so manche Kompakte im Weitwinkelbereich auf maximal Blende 3,6, mitunter gar nur auf Blende 4,0. Und versucht sich der Fotograf an einer Tele-Aufnahme, halbiert oder drittelt sich die Lichtstärke oft genug. Edel-Kompakte wie Canons G7 X oder Sonys RX 100 III sind dagegen mit Einstiegsblende 1,8 doppelt so lichtstark.
Die Folge: Romantische Aufnahmen in der Dämmerung oder bei Kerzenschein sind nicht mehr grässlich verrauscht oder hoffnungslos überblitzt, sondern landen knackscharf und emotionsstark im Kameraspeicher.
Beugung Bei einfacheren Kompaktkameras und Smartphones müssen die Lichtstrahlen auf ihrem Weg durchs Objektiv eine oft nicht einmal streichholzkopfgroße Blende passieren. Dabei werden sie durch die kleine Öffnung so zusammengestaucht, dass es zu einem gefürchteten physikalischen Effekt kommt: der Beugung. Die Strahlen produzieren nicht mehr sauber einen Bildpunkt neben dem anderen. Sie fallen stattdessen teils auf mehrere angrenzende Pixel und sorgen so für die ungeliebte Unschärfe.
Völlig vermeiden lässt sich der Effekt nie. Aber auch hier gilt, je größer Objektiv und Bildsensor sind, desto besser. Ein Plus mehr für die Edel-Kompakten.
Und noch etwas spricht für die Abkehr von den Billigknipsen: „Die Lebenszyklen der Modelle werden wieder merklich länger, der Gerätekauf wieder eine Investition von Dauer“, verspricht Yoshiyuki Nogami, der bei Sony das weltweite Marketing der Fotosparte verantwortet.
Für Bilderprofi Ritschel ist es auch eine Rückbesinnung auf alte Werte: „Die Kameras sind heute so gut, die kannst du wieder an deine Kinder vererben.“