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UnterhaltungswirtschaftFünf Erfolgsrezepte für deutsche Museen

Spektakulären Kooperationen, neuen Einnahmequellen und ungewöhnlicher Vermarktung verdankt die lange verstaubte Museumsbranche den Aufstieg zum beliebtesten Teil der Unterhaltungswirtschaft. Fünf Erfolgsrezepte zeigen, wie auch die deutschen Kulturtempel den verlorenen Anschluss wieder finden können.Rüdiger Kiani-Kreß, Peter Steinkirchner, Alexander Busch, Yvonne Esterházy, Karin Finkenzeller und Martin Seiwert 27.12.2014 - 09:00 Uhr

Museen steigen auf zum beliebtesten Teil der Kulturwirtschaft

Foto: dpa Picture-Alliance

Rote Hemden, dunkle Hosen und starrer Blick – gekleidet wie ihre Idole harren Hunderte Fans der Band Kraftwerk in eisiger Kälte geduldig auf Einlass. Das Warten lohnt. Zwei Stunden lang beleben die Pioniere elektronischer Musik mit kühlen Computerklängen den nüchternen Bau der K20 genannten Kunstsammlung NRW in Düsseldorf.

Die innerhalb weniger Minuten ausverkaufte Konzertreihe machte nicht nur trefflich Werbung für die hochkarätige Sammlung moderner Kunst – erstmals seit Jahren strömten 2014 wieder mehr als 300. 000 Besucher ins Haus. Der Auftritt der Techno-Pioniere reihte den Bau am Rhein zudem ein in einen illustren Kreis: Kraftwerk traten zuvor im New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) auf, zogen weiter in den Riesensaal der Londoner Tate Modern und schließen nun vom 6. bis 13. Januar den Konzertzyklus in der Neuen Nationalgalerie in Berlin ab, bevor die auf Jahre zur Renovierung schließt.

Der Schulterschluss des Museums mit der klassischen Moderne der Popmusik bescherte dem K20 nicht nur einen Besucherstrom aus ganz Europa. Er steht auch für den wohl überraschendsten Wandel in der Unterhaltungswirtschaft: den Aufstieg der Museen weltweit zum beliebtesten Zeitvertreib außerhalb der eigenen vier Wänden mit immer neuen Rekorden bei Ausstellungshallen und Besucherzahlen.

Museum of Medieval Torture Instruments, Damrak 33, 1012 LK Amsterdam

Das niederländische Kulturzentrum Amsterdam bietet mit Häusern wie dem Van Gogh Museum oder dem Rijksmuseum nicht nur einige der besten Ausstellungshallen für die höhen Instinkte, sondern einiges für die weniger hohen. Neben Dingen, die dem lebensfrohen Image Amsterdams entsprechen wie Cannabisprodukten (Hash Museum) oder gleich zweien zum Thema Sex zählt das Foltermuseum zu den Touristenmagneten.

Von Guillotine und dem Judas Thron bis zu weniger bekannten Dingen wie der Heretiker-Gabel, alle Arten menschlichen Erfindergeistes in Sachen Sadismus fein systematisch aufgeteilt in Instrument zu Ganz-Körper-Folter, sowie Unterleib und Oberkörper. Dargestellt mit Hifle lebensechter Wachspuppen.

Foto: Ctny (Clayton Tang)

Foto: Creative Commons

Col·lecció de Carrosses Fúnebres, CArrer de la Mare de Déu de Port, 56-58, 08038 Barcelona

Warum ausgerechnet eine der lebensfrohesten Städte Europas die größte Schau von Leichenwagen hat, wird wohl eher ein Geheimnis der Katalanen bleiben. Freunde des Pomp auf der letzten Reise finden die Kutschen und Fahrzeuge vom späten 18. bis zu Mitte des vergangenen Jahrhunderts, viele davon mit stilecht in Uniformen und Perücken angetanen Puppen.

Foto: Anoryat

Foto: Creative Commons

International UFO Museum and Research Center, 114 North Main Street, Roswell, New Mexico 88203, USA

Es ist kein Ort für rationale Skeptiker: das Ufo Museum & Research Center dokumentiert akribisch alles rund um den Absturz eines Flugobjekts im Juli 1947 beim geheimen Flugplatz der Area 51 in Roswell im US-Bundesstaat New Mexico.

Für die einen war es ein Ufo mit Außerirdischen, für die zuerst unsicheren Behörden ein Wetterballon, der da niederging. Das Ganze geschah nahe der Straße Richtung Corona - Verbindungen zum im Süden der USA sehr beliebten mexikanischen Bier des gleichen Namens sind sicher zufällig. Und wer die grünen Männchen mit den großen Augen im Trockeneis-Nebel oder die nachgestellte Alien-Autopsie nicht recht ernst nehmen kann, findet im Museumsladen immerhin eine Auswahl an Souveniers, die nicht so recht von dieser Welt ist. Dieser Tage sehr beliebt: außerirdischer Christbaumschmuck.

Foto: Sand

Foto: Gemeinfrei

Meguro Parasitological Museum, 4-1-1, Shimomeguro, Meguro-ku, Tokyo 153-0064, Japan

Japan vereint problemlos minimalistische Ästetik, hohe Sinnenfreuden und mit höchstem Ernst präsentierte Merkwürdigkeiten. Tokio-Besucher können entsprechend mit dem Grutt Pass für 60 Museen im Edo-Tokyo das Stadtleben früherer Jahrhunderte bestaunen, das kulturgeschichtliche Tokyo National Museum besuchen oder im obersten Stock des Mori Towers in Rappongi Hills Penthouse die Sammlung Moderner Kunst des Mori Museum bewundern.

Es geht aber auch skurril bis unappetitlich: Da wäre zum Beispiel das Surigami Animation für selbst erstellte Comics, das (leider nicht im Grutt Pass enthaltene) Cupnoodles Museum zur Geschichte der Instant-Ramen-Nudel-Becher und natürlich das Parasiten Museum. Die streng wissenschaftliche Schau bietet Hartgesottenen einen tiefen Blick in die „wunderbare Welt“ (Museumswerbung) von Würmern, Maden und anderen Bewohnern lebendiger Wesen.

Foto: CLARK/obs

Museum of Broken Relationships, Ćirilometodska ulica 2, 10000, Zagreb, Kroatien

Auch wenn die Internetadresse Brokenships.com eher auf Schiffunfälle deutet, am Ende geht es um Liebeskummer in allen Varianten und um die wohl größte Herausforderung: etwas darstellen, was nicht mehr da ist. Das Museum der zerbrochenen Beziehungen im kroatischen Zagreb versucht dies anhand von Gegenständen mit besonderem Erinnerungswert wie Kuschelbären, Gedichten und Dingen wie Nasensprays.

Das brachte dem Museum nicht nur jede Menge Auszeichnungen wie „Innovativstes Museum 2011“, sondern auch jede Menge Einladungen zu Gastausstellungen vom amerikanischen San Francisco über Berlin und Kapstadt, Südafrika, bis in die taiwanesische Hauptstadt Taiwan. Mitgereist sind die passenden Dinge des Geschenkeladens wie Bad Memory Eraser (Radiergummi für schlechte Erinnerungen) oder dem Anti-Stress-Stift mit Sollbruchstelle in der Mitte.

Foto: WirtschaftsWoche

The Museum of Witchcraft, The Harbour, Boscastle, Cornwall PL35 0HD, Vereinigtes Königreich

Die Liebe für das Mittelalter und alles Fantastische zeigt sich in der britischen Provinz nicht nur in Kult um Harry Potter oder dieser Tage besonders um J.R.R. Tolkien mit dem seiner Saga um den Hobbit und den Herrn der Ringe. Liebevoll pflegen sie auch viele kleine Museen. Das beliebteste ist das Museum of Witchcraft in Cornwall im Südwesten Englands, auch weil das Haus dank einem eigenen Twitter-Accopunt (@witchmuseum) recht zeitgemäß auftritt.

Und doch wäre aus der Sammlung rund um Zauberei und Okkultismus fast nichts geworden, weil beim ersten Versuch der Gründung 1947 in Stratford-upon-Avon der Widerstand der Bürger der Shakespeare-Stadt zu groß war. So startete der zweite Versuch in der irischen See auf der Isle of Man, stilecht mit einer „Resident Witch“. Weil dem Gründer Cecil Williamson da zu wenig los war, zog er – nach drei von Anwohnern vereitelten Gründungsversuchen in den USA, Windsor und Gloucestershire – ins offenere Cornwall.

Foto: ZB

Zu den wenigen Ausnahmen zählt Deutschland – unterm Strich sinken hierzulande die Besucherzahlen. Trotz Leuchtturmprojekten wie der Berliner Museumsinsel kommen die deutschen Museen auf knapp 48 Besucher pro Tag. In Großbritannien sind es fast viermal so viele, und chinesische Einrichtungen schaffen fast die zehnfache Zahl. „Vielen Häusern droht ein Sterben auf Raten“, fürchtet Eckart Köhne, Präsident des Deutschen Museumsbundes und im Hauptberuf Chef des Badischen Landesmuseums Karlsruhe.

Museen brauchen modernes Marketing

An Rezepten, aus drögen Kulturtempeln aktive Mitspieler und Impulsgeber in ihren Kommunen zu machen, mangelt es nicht. „Erfolgreiche Museen orientieren sich weniger an traditionellen Kulturbetrieben als an Attraktionen wie Freizeitparks mit Faktoren wie Kundenerlebnis, effizienten Abläufen und modernem Marketing“, sagt Linda Cheu, Museumsspezialistin der US-Beratung Aecom.

Im Klartext heißt das: mehr Geschäfte abseits des Ticketverkaufs von Gastronomie bis zu Shops mit Bezug zu den Ausstellungen; dazu mehr private Sponsoren, stärkere Einbindung in der Heimatstadt und Kooperationen mit anderen Museen. Bei Vorreitern wie der Londoner Tate Gallery stammen bis zu drei Viertel der Umsätze aus diesen Feldern.

Die Museumsgeheimtipps der Wiwo-Korrespondenten
Der Geheimtipp: Wer dem englischen Humor näher kommen will, sollte das Londoner Cartoon Museum besuchen, das in drei Räumen rund 230  historische und moderne Karikaturen und Comic Strips zeigt. Jedes Jahr prämiert das Museum die besten Karikaturisten unter 18 und 30 Jahre. Es befindet sich in der Nachbarschaft des British Museums, erhält keine öffentlichen Mittel und kostet Eintritt.The Cartoon Museum, 35 Little Russell Street, London WC1A 2HH
Beim Museum Neue Galerie, das auf New Yorks Museums-Meile in der Fifth Avenue liegt, ist der Name Programm. Hier geht es deutsch zu, in der Kunst wie beim Kuchen. Besucher finden eine eindrucksvolle Sammlung deutscher und österreichischer Kunst des 20. Jahrhunderts. Nicht minder eindrucksvoll ist – zumindest für amerikanische Verhältnisse – die Auswahl an deutschen und österreichischen Kuchen in den beiden Museumscafés. Wer in New York Sachertorte in edler Wiener Kaffeehausatmosphäre speisen will, geht in die Neue Galerie. Nicht selten scheint die Anziehungskraft des Kuchens höher als die der Kunst. Dann herrscht Leere vor den Klimts, Klees und Kirchners, während die Schlange der Café-Gäste bis auf die Straße reicht.Neue Galerie, 1048 5th Avenue, New York, NY 10028
Auf einen Tee mit George Sand. Das Musée de la vie romantique liegt versteckt am Ende einer kleinen Seitenstraße unweit der lauten Place Pigalle. Eben noch von schreiender Leuchtreklame für sehr viel unromantisch bloß gelegte Haut umgeben, trifft der Besucher beim Betreten des Gartens mit nur wenig gebändigten Rosenbüschen und Fliederbäumen auf das Paris des 19. Jahrhunderts. In dem Pavillon im italienischen Stil, der heute das Museum beherbergt, traf sich das künstlerische "Who is who" der Epoche bei dem damaligen Mieter, dem Maler Ary Scheffer. Rossini, Dickens, Delacroix, Chopin und auch George Sand. Der Schriftstellerin, die eigentlich Amantine Aurore Lucile Dupin de Francueil hieß und unter dem Männernamen George Sand Romane und gesellschaftspolitische Beiträge verfasste, ist das gesamte Erdgeschoss des Museums gewidmet. An sonnigen Tagen sollte man unbedingt noch auf einen Tee im Garten verweilen. Musée de la vie romantique, 16 rue de Chaptal, 75009 Paris

Zumal die einstigen Nebengeschäfte wiederum mehr Kunden in die Museen locken. „Wir haben fast doppelt so viel Publikum wie die großen Sportligen und Freizeitparks wie Disneyland zusammen“, freut sich etwa Kaywin Feldman, Chairman des US-Museumsverbundes AAM, über die jährlich 850 Millionen Besucher bei seinen Mitgliedshäusern.

Aber auch anderswo weisen die Indikatoren nach oben. Die Zahl der Museen hat sich binnen 20 Jahren von 23.000 auf gut 55.000 mehr als verdoppelt, schätzt der Museums-Weltverband ICOM. Weltweit lockten diese über zwei Milliarden Besucher, ein Drittel mehr als im Jahr 2000.

Welche Top-100-Künstler die größten Sprünge gemacht haben
*1933Land: JapanRang: 59Veränderung: +48Medium: Video/ Film
*1957Land: ChinaRang: 48Veränderung: +37Medium: Installation
*1927Land: USARang: 78Veränderung: +21Medium: Malerei
*1948Land: DeutschlandRang: 51Veränderung: +19Medium: Installation
*1965Land: GBRang: 45Veränderung: +18Medium: Video/ Film
*1929Land: USARang: 43Veränderung: +17Medium: Skulptur/ Plastik
*1945Land: GBRang: 63Veränderung: +17Medium: Installation
*1957Land: SchweizRang: 73Veränderung: +14Medium: Installation
*1946Land: DeutschlandRang: 65Veränderung: +13Medium: Video/ Film
*1964Land: DeutschlandRang: 61Veränderung: +12Medium: Fotografie

Ein Ende des Booms ist kaum abzusehen. Dafür sorgen spektakuläre Neueröffnungen in der Alten Welt wie jüngst die Fondation Louis Vuitton für zeitgenössische Kunst in Paris ebenso wie Prestigeprojekte in Schwellenländern. Bis 2024 sollen es allein in China 1000 Museen mehr werden.

Der Aufschwung der Ausstellungshallen hat drei Gründe: mehr Unternehmergeist der Kunstbetriebe, die weltweit wachsende Mittelschicht und das stärkere Bedürfnis nach authentischen Erlebnissen im Zeitalter der Digitalisierung.

Angefangen hat die Museums-Revolution durch Druck von außen, sprich: den langsamen Rückzug des Staates als Finanzier. Vorreiter war hier die britische Regierung unter Margaret Thatcher, die bei ihrem Kreuzzug gegen Staatsleistungen in den Achtzigerjahren die Kultur nicht verschonte. „Bei uns braucht jeder erfolgreiche Politiker einen Lieblings-Fußballclub, aber keiner ein Lieblingsmuseum“, lästert Neil MacGregor, Chef des British Museum in London und als Gründungsdirektor des Berliner Humboldt-Forums im Gespräch.

Um die Betriebskosten von 100 Millionen Euro zu decken, die das British Museum im Jahr verschlingt, und den von der Labour-Regierung forcierten weitgehenden Fortfall von Eintrittspreisen zu kompensieren, mussten sich die Museumschefs auf in der Branche bis dahin seltene Tugenden wie strengeres Wirtschaften besinnen und unternehmerischer agieren – etwa durch eine bessere Vermarktung ihrer Schätze, neue Einnahmequellen wie Museumsläden mit mehr als künstlerischen Bildbänden im Regal und die intensivere Suche nach Spendern.

Kunst-Touristen bescheren höhere Steuereinnahmen

Inzwischen entdecken jedoch auch immer mehr Regierungen den Nutzen der effizienteren Kultureinrichtungen neu. „Museen sind entscheidend im globalen Standort-Wettbewerb“, resümiert eine Studie der Beratung Aecom. Abgesehen von weichen Faktoren wie Image errechnet sie nüchtern einen Ertrag von sieben Dollar für jeden Dollar, den die öffentliche Hand investiert. Vorbild ist das nordspanische Bilbao. Der lokale Ableger des Guggenheim Museums kostete die baskische Regierung 1997 zwar fast 100 Millionen Dollar. Doch bereits im Jahr 2000 hatte die Region dies dank der jährlich eine Million Kunsttouristen durch höhere Steuereinnahmen wettgemacht.

Zweiter Grund für den Boom ist die weltweit wachsende Mittelschicht, für die Museumsbesuche auch ein Symbol ihres wirtschaftlichen Aufstiegs sind. Das gilt besonders in wohlhabenden Schwellenländern wie Südkorea und noch mehr in den Golfstaaten. Hinzu kommt der zunehmende Anteil älterer Menschen.

Platz 10: Cindy Sherman

Die Fotokünstlerin Cindy Sherman machte sich einen Namen damit, sich selbst als unterschiedliche Charaktere abzufotografieren – sei es als alternde Millionärsgattin, als Clown oder als klassisches Gemäldemotiv.

Foto: dapd

Platz 9: Marian Goodman

Die Galeristin mit Ausstellungsräumen in New York, Paris und demnächst auch London repräsentiert zahlreiche hochkarätige Künstler. Dazu zählt etwa Gerhard Richter, der teuerste Künstler unserer Zeit, und der Fotograf und Regisseur Steve McQueen, der 2013 einen Oscar für "12 Years a Slave" erhielt. Goodman hatte McQueen schon Anfang der 1990er entdeckt.

Foto: Bloomberg

Platz 8: Larry Gagosian

Der Galerist hat sich Expansion auf die Fahnen geschrieben: 14 Ausstellungsräume an den besten Adressen weltweit zählen zu seinem Repertoire. Zuletzt hat Gagosian eine Galerie an der New Yorker Park Avenue eröffnet, die 15. Niederlassung ist auf 2.000 Quadratmetern in London geplant – es wird Gagosians dritte Galerie in der britischen Hauptstadt.

Foto: Bloomberg

Platz 7: Jeff Koons

Vor einem Jahr ging ein Ballonhund von Jeff Koons für 58,4 Millionen US-Dollar beim Auktionshaus Christie’s über den Tisch. Das ist eine Rekordsumme für einen noch lebenden Künstler. Jeff Koons (rechts) ist in unserer Populärkultur omnipräsent – wie unter anderem die aktuelle Ballonhund-Tasche von H&M zeigt.

Foto: AP

Platz 6: Hans-Ulrich Obrist und Julia Peyton-Jones

Die Londoner Serpentine Gallery (Foto) ist eine Institution in der internationalen Kunstszene. Schon Zaha Hadid, Daniel Libeskind, Oscar Niemeyer und Frank O. Gehry haben Pavillons auf dem umliegenden Gelände in den Kensigton Gardens gestaltet. Hinter dem Kunst-Hotspot stehen die Kuratoren Hans-Ulrich Obrist und Julia Peyton-Jones.

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 5: Marina Abramović

Sie gilt als „Großmutter der Performance“: Die Serbin Marina Abramović sorgte zuletzt mit Aktionskunst in der Serpentine Gallery („512 Hours“) und "The Artist Is Present" im New Yorker Museum of Modern Art für Aufsehen. Dort konnten sich  die Besucher zur Künstlerin an den Tisch setzen (Foto).

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 4: Glenn D. Lowry

Der Direktor des New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) hat seit 1995 die zeitgenössische Kunst im Museum gestärkt und ein 900 Millionen US-Dollar schweres Programm zur Renovierung und Ausbau des Museums aufgesetzt.

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 3: Iwan Wirth

Früh übt sich: Der Schweizer Kunsthändler Iwan Wirth begann schon als Siebenjähriger, Kunstwerke zu kaufen und zu verkaufen und eröffnete mit 16 seine erste Galerie in St. Gallen. Heute zählt er zu den einflussreichsten Galeristen mit Niederlassungen in Zürich, London, New York und Los Angeles.

Foto: Bloomberg

Platz 2: David Zwirner

Der einflussreichste Kunsthändler der Welt ist ein Kölner – zumindest laut dem Ranking von „ArtReview“. Kein anderer Händler schaffte eine höhere Platzierung. Heute lebt und wirkt Zwirner in New York. Seine riesige Galerie, in der die hochkarätigsten Künstler ausstellen, kann sich problemlos mit einem Museum messen.

Foto: dpa

Platz 1: Nicholas Serota

Der Direktor des Londoner Kunstmuseums Tate ist für das Magazin „ArtReview“ die derzeit einflussreichste Person im internationalen Kunstbetrieb. Mit Serota werde vor allem die Tate als Museum geehrt, sagte Chefredakteur Mark Rappolt der Nachrichtenagentur dpa. Das britische Kunstmuseum sei ein Beispiel für eine international vernetzte Institution. Allein die Tate Modern mit ihrer weltberühmten Sammlung sei „das bestbesuchte Museum für moderne und zeitgenössische Kunst weltweit“, schreibt „ArtReview“. Das Museum habe „Partnerschaften von Seoul und Sydney bis Berlin und Oman“. Mit Tate stehe erstmals überhaupt ein Museum auf Platz 1 der Liste, sagte Rappolt. „Tate praktiziert und repräsentiert ein System, das immer mehr zur 'Norm' für zeitgenössische Kunststrukturen überall wird“. Die Liste wird seit 2002 jährlich von einer internationalen Jury erstellt. Tate-Chef Serota war seitdem immer unter den ersten Zehn.

Foto: dpa

Dabei hilft den Museen ironischerweise als dritter Trend die globale Vernetzung durch digitale Medien. Denn auch wenn im Internet Zerstreuung und Kunstwerke nur einen Klick entfernt scheinen, ist dies gerade der bildungshungrigen Mittelschicht oft nicht nah genug. „Wir Museen bieten nicht nur das Ansehen, sondern das authentische Erleben möglichst einmaliger Events“, wirbt Museumschef Feldman.

Nicht zuletzt die bald sechs Südtiroler Museen von Reinhold Messner leben vom Charisma der Bergsteigerlegende. Und Häuser wie diese präsentieren Objekte lebendiger und emotionaler als früher. „Wir wollen nicht mehr nur bilden und belehren, sondern auch verzaubern“, sagt Nicholas Serota, Chef der Londoner Tate Gallery.

Die Museen mit den meisten Besuchern weltweit (in Millionen)
Louvre (Paris) Quelle: AECOM, The Art Newspaper; Zahlen für 2013
National Museum of Natural History (Washington) Quelle: AECOM, The Art Newspaper; Zahlen für 2013
National Museum of China (Peking) Quelle: AECOM, The Art Newspaper; Zahlen für 2013
National Air and Space Museum (Washington) Quelle: AECOM, The Art Newspaper; Zahlen für 2013
British Museum (London) Quelle: AECOM, The Art Newspaper; Zahlen für 2013
Metropolitan Museum of Art (New York) Quelle: AECOM, The Art Newspaper; Zahlen für 2013
National Gallery (London) Quelle: AECOM, The Art Newspaper; Zahlen für 2013
Vatikan Museen (Rom) Quelle: AECOM, The Art Newspaper; Zahlen für 2013
Natural History Museum (London) Quelle: AECOM, The Art Newspaper; Zahlen für 2013
Deutsches Museum (München) Quelle: AECOM, The Art Newspaper; Zahlen für 2013
Pergamon Museum (Berlin) Quelle: AECOM, The Art Newspaper; Zahlen für 2013

Allerdings profitieren längst nicht alle Museen davon. Gerade in Deutschland öffnet sich die Schere zwischen bekannten Häusern und geplanten Neueröffnungen wie dem Berliner Humboldt-Forum oder dem künftigen Fußballmuseum in Dortmund, die sich als Marken inszenieren, und der darbenden Mehrheit.

Das liegt weniger am mangelnden Interesse als am oft undifferenzierten Überangebot: Im Schnitt kommt auf je 1200 Deutsche ein Museum, in den Niederlanden sind es fast 10.000 Einwohner. Doch die deutschen Ausstellungshallen können ihre Abwärtsspirale durchbrechen. Die fünf wichtigsten Erfolgsrezepte dazu sind:

  • Nebengeschäfte rund um die Museen,
  • entspannter Umgang mit staatlichen und privaten Sponsoren,
  • eine feste Einbindung in die Heimatstadt,
  • Kooperationen mit anderen Museen,
  • die Vermarktung als Ausflugsziel.

Die Vorbilder dafür kommen aus Museumsmetropolen wie New York, aber auch aus eher unerwarteten Regionen wie dem brasilianischen Regenwald und Südafrika.

Die Ausstellung "Fette Beute. Reichtum zeigen" läuft vom 17. Oktober 2014 bis 11. Januar 2015 im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Sie versammelt künstlerische Arbeiten, Reportage-Fotografie und Videoarbeiten. Hinzu kommen Amateuraufnahmen aus dem Fotosharing-Portal Instagram und Ausschnitte aus dem Reality-TV-Format „Rich Kids of Beverly Hills“.

Hier ist eine Fotografie von Anna Skladmann zu sehen: Der fünf Jahre alte Vadim auf der Dachterrasse seines Zuhauses in Moskau. Wie ein snobistischer älterer Herr blickt er auf die Fotografin herab.

Vadim on his Rooftop, Moskau, 2009, aus der Serie Little Adults, 2008-2010

Foto: © Anna Skladmann

Die Fotografin ging zwischen 2008 und 2010 in den Villen des russischen Geldadels ein und aus. Hier ist ein Junge namens Jakob zu sehen, der mit einer MP40 aus seiner eigenen Waffensammlung posiert. Auf dem Fernseher hinter ihm, der von einem Bilderrahmen umgeben ist, läuft eine Ballettaufführung. Die Fotografin erzählte, dass der Junge mit dem Gewehr auf die Tänzerinnen zielte, als sie den Raum betrat.

Jacob shooting at Ballerinas, Moskau, 2009, aus der Serie Little Adults, 2008-2010

Foto: © Anna Skladmann

In die Ausstellung schafften es auch Bilder, die im Blog "Rich Kids of Instagram" gesammelt werden. Sie zeigen reiche Söhne und Töchter, die sich selbst auf Instagram inszenieren - ob im Champagnerbad, mit Geldbündeln oder Selfies mit Helikoptern und Yachten.

You can’t sit with us… If you aren’t wearing army tops and flip flops. #Valentino #youcantsitwithus by venetobynetosoberanes, Blogeintrag vom 27.03.2014

Foto: © netobynetosoberanes

Die Kinder und Jugendlichen inszenieren sich selbst und ihr Leben als sündige Luxuswelt voll Wollust, Habgier, Völlerei und Müßiggang.

Pool in the backyard that look like Metropolis. #LA #canyon #pool #water #beer #raft #dolphins #neon #sunday by groverlight, Blogeintrag vom 24.09.2013

Foto: © groverlight

Pelz, Bling-Bling und hübsche Mädchen: So präsentieren sich die "Rich Kids of Beverly Hills" in der gleichnamigen TV-Serie.

Foto: © E! Entertainment Television

Der Fotograf Paolo Woods reiste durch Afrika und untersuchte dort die Expansion Chinas auf dem Kontinent. Er dokumentierte gemeinsam mit zwei Journalisten das Aufeinanderprallen zweier Kulturen. Die reichen, selbstbewussten Chinesen heben sich in den Fotografien deutlich von den "untergebenen" Afrikanern ab. Hier ist ein Vorarbeiter zu sehen, der sich nicht nur durch seinen gelben Helm hervorhebt.

On the building site of the Imboulou dam, Republik Kongo, aus der Serie Chinafrica, 2007

Foto: © Paolo Woods, INSTITUTE

Hier ist der Unternehmer Jacob Wood auf einer Baustelle zu sehen. Er gibt sich betont leger. Im krassen Kontrast dazu steht an seiner Seite ein bewaffneter Bediensteter, der ihm den Schirm hält.

Mr. Wood, Lagos, Nigeria, aus der Serie Chinafrica, 2007

Foto: © Paolo Woods, INSTITUTE

Was aussieht wie ein Schnappschuss ist ein Bild aus einem Auktionskatalog für eine Schmuckversteigerung des Londoner Hauses Phillips de Pury & Company. Der Fotograf Juergen Teller bildete statt perfekt ausgeleuchteten Schmuckstücken seine Familie mit dem Geschmeide ab.

Ed´s Godmother, Stephanie Simon Hale and Artur Teller, Werbung für Phillips de Pury & Co Magnificent Jewels, London, 2005

Foto: © Juergen Teller, Courtesy Lehmann Maupin, New York

Dieses Bild zeigt Baby Ed Teller, der unter üppigen, feinsten Schmuckstücken nahezu begraben liegt.

Ed Teller, Werbung für Phillips de Pury & Co Magnificent Jewels, London, 2005

Foto: © Juergen Teller, Courtesy Lehmann Maupin, New York

Verträumt liegt ein Junge auf einem Bett, das mit Juwelen übersät ist. Im Arm hält er einen Stoffhasen, seine Finger spielen mit einer Perlenkette.

Lola’s Cousin, Joe Willams, Werbung für Phillips de Pury & Co Magnificent Jewels, London, 2005

Foto: © Juergen Teller, Courtesy Lehmann Maupin, New York

Der US-Fotograf Slim Aarons bildete die Reichen und Schönen in den Fünfziger- bis Siebzigerjahren ab, sei es in Hollywood oder an der Côte d’Azur. Hier im Bild: Das berühmte Desert House in Palm Springs, entworfen von Richard Neutra für Edgar Kaufmann, 1970.

Foto: © Getty Images, Courtesy Staley-Wise Gallery New York

Eine weitere glamouröse Fotografie von Slim Aarons: Hier sind der in Boston geborene und aufgewachsene Lawrence Carleton Peabody II und sein Sohn, Thomas Lawrence Claudius Peabody in ihrer Familienvilla Boedecia in Haiti in den 1950er Jahren zu sehen.

Foto: © Getty Images, Courtesy Staley-Wise Gallery New York

Die Fotografin Lamia Maria Abillama porträtierte in ihrer Serie "Ladies of Rio" prominente Frauen der brasilianischen Oberschicht, die abgeschottet von Gewalt und Armut mit ihren Dienstboten in Brasilien leben. Inspiriert wurde Abillama durch einen Besuch ihrer Großmutter, bei dem sie ihre Oma und deren Hausmädchen beobachtete. Sie wollte die Ungleichheit und Klassenteilung in Bildern festhalten.

Arilda, 2007, aus der Serie Ladies of Rio, 2006-2007

Foto: © Lamia Maria Abillama

Einkaufsmeile Museum

Ob der Louvre in Paris oder das MoMA in New York: Ein modernes Museum lebt weniger von den Kassen am Eingang, sondern von denen in Läden und Restaurants. Zwar haben viele Museen große Einkaufsmeilen. Im Louvre gibt es sogar gleich zwei Filialen der Kaffeekette Starbucks.

Doch die Krone in Sachen Nebeneinkünfte gebührt dem MoMA. Mit 52 Millionen Dollar lieferten 2013 die Museumsrestaurants, die MoMA-Designläden in Manhattan und an den Flughäfen sowie das Bücherprogramm mehr als die Hälfte der Einnahmen. Tickets brachten 29 Millionen Dollar, die Museumsvereins-Mitglieder 17 Millionen.

Spendable Sponsoren

Ebenso unverzichtbar sind für das MoMA Spenden von Unternehmen. Knapp 200 unterstützen das Haus – die meisten im Hintergrund, nur einige treten als Sponsoren oder Partner in Erscheinung. Zu den wichtigsten zählt der VW-Konzern, der 2011 mehrere Millionen Euro in die Partnerschaft investierte.

Volkswagen wollte sich zum Auftakt seiner Initiative zur Eroberung des US-Marktes mit einem der berühmtesten Namen der Kulturszene schmücken. „Wir sind beides Weltmarken“, sagte Vorstandschef Martin Winterkorn. Für das MoMA war die Partnerschaft ein Erfolg – Volkswagen hinkt in den USA den Absatzzielen hinterher.

Ein Wettbewerber hat sich in London eingekauft: Hyundai aus Korea sponsert ab 2015 für zehn Jahre eine Serie von Groß-Installationen, mit denen sich die Tate Modern einen Namen gemacht hat. Vorgänger war Konsumgüterriese Unilever, der in der 35 Meter hohen und 152 Meter langen Turbinenhalle Installationen wie die fast zehn Meter hohe Spinne der französischen Künstlerin Louise Bourgeois oder auch Olafur Eliassons „Weather Project“ finanzierte, bei dem der Skandinavier scheinbar die Sonne aufgehen ließ.

Rund zwei Dutzend Museumsparks weltweit wollen ihre Heimatregion mit auffälligen Ausstellungshallen als Reiseziel für Kulturfreunde etablieren, so wie es das Guggenheim in Bilbao schaffte. Das teuerste Projekt leistet sich Abu Dhabi mit drei Museen auf künstlichen Inseln.

Das originellste und umfassendste indes ist Inhotim, die Stadt der Kunst im subtropischen Bergland Brasiliens. Zwei Autostunden vor Belo Horizonte im Südosten des Riesenlands hat Rohstoffmilliardär Bernando Paz auf seiner Privatranch auf gut einem Quadratkilometer 24 Ausstellungsgebäude mit gut 4000 Werken in einen Skulpturenpark voller tropischer Pflanzen gestellt. Ringsum baut Paz bald zehn Hotels, ein Amphitheater für 15.000 Besucher und Apartmenthäuser. Künstler schätzen den Park wegen der kreativen Möglichkeiten. „Es gibt keine Grenzen“, verspricht Paz, der die enthusiasmierte Kundschaft auch ganz nüchtern durch einen Museumsshop lotst.

Keine Berührungsängste

Den Glanz der eigenen Museumsmarke zu Geld machen, diese Kunst beherrscht derzeit keiner besser als ausgerechnet die staatliche französische Museums-Bürokratie. Fast eine Milliarde Euro kassieren die Behörden vom Öl-Emirat Abu Dhabi für ein Rundum-Service-Paket mit mehreren Teilen: Der Golfstaat darf ein Museum nach dem Louvre benennen, die französischen Fachleute kaufen für das Haus in Abu Dhabi mehr als 100 Werke. Dazu kommen 60 Wechselausstellungen nebst Leihgaben von bis zu 300 Schätzen aus zehn prominenten gallischen Galerien wie dem Musée d’Orsay.

Auch Berlins Gemäldegalerie besserte ihren Etat durch zwei nach Japan verliehene Vermeer-Gemälde um rund eine Million Euro auf. Wie lukratives Verleihen auch bei kleineren Museen funktioniert, zeigt das Historische Museum Kanadas in Gatineau nahe der Hauptstadt Ottawa. Direktor Nicolas Gauvin konzipiert Ausstellungen wie „Vodou“ über Haitis Naturreligion verleihfertig mit leicht aufzubauenden Schaukästen und Werbemitteln.

Allerdings hat das System Grenzen. Für Kunstkritiker wie Didier Rykner von der einflussreichen Web-Site „La Tribune de l’Artiste“ ist der Verleihzirkus ein Skandal: „Die Werke sollten im Louvre hängen.“

Teil der Gemeinde

Wenn im Februar 2017 in Kapstadt das erste große Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst öffnet, stehen nicht nur Kuratoren und Garderobenhelfer auf der Gehaltsliste. Um den Rückhalt der Gemeinde zu sichern, wirken dort auch Pädagogen und Kunstlehrer. Möglichst täglich sollen Schulklassen in einem der 18 Schulungsräume sein.

Kunstsammler Jochen Zeitz, Ex-Puma-Chef und Aufsichtsrat beim Luxuskonzern Kering, steckt hinter dem Projekt. Er will sein Zeitz MOCAA einbinden in die Stadt und Unternehmen als Sponsoren und Förderer gewinnen (Interview rechts).

In Deutschland hat wohl niemand das Konzept des Museums als Teil der Gesellschaft so perfektioniert wie Max Hollein. Der Direktor des Frankfurter Städel kooperierte etwa für ein Sozialprojekt mit dem Jugendamt: „Für mich endet das Museum nicht an den Wänden des Gebäudes. Es übernimmt Aufgaben, Verantwortung weit über diesen physischen Ort hinaus.“ Auch Unternehmen holt er ohne Scheu an Bord.

Diese Form der Einbeziehung der Kundschaft läppert sich auch finanziell: So sollen vor allem Unternehmen und Privatleute den 270 Millionen Euro teuren Ausbau der Londoner Tate Modern stemmen.

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