Roboter erobern den Herd: Die Küche von morgen kocht selbst
In Zukunft kocht die Küche ganz alleine
Foto: PRWenn die Suppe versalzen ist, so heißt es, ist der Koch verliebt. Wenn aber Mark Oleyniks Leibkoch einen Fehler macht, ist der nicht etwa amourös verwirrt; er ist einfach nur falsch programmiert. Denn Oleynik ist Gründer des britischen Start-ups Moley Robotics. Und der Koch in seinem Londoner Labor ist kein Mensch, sondern ein Roboter.
Zwei Arme aus Stahl und Kunststoff hängen dort in einer Küchenzeile über dem Herd. Fingerfertig wie ein geübter Koch wirbeln sie mit Pfannen und Schneebesen, Flaschen und Messbechern. Behände fassen die Greifer nach Schälchen mit Butter, Zwiebeln und Tomaten, geben Zutaten in den Topf, rühren und füllen am Ende die Suppe mit der Kelle auf die Teller. „Hier“, sagt Oleynik, „entsteht die erste vollautomatische Küche.“
Um seinem Küchenlehrling die Fertigkeiten eines Sternekochs beizubringen, lädt Oleynik regelmäßig Profis in sein Kochlabor. Jeden ihrer Handgriffe filmt der britische Ingenieur dabei mit 3-D-Kameras, digitalisiert sie und überträgt die Zubereitungsschritte schließlich auf die Roboterarme.
Ofen mit Augen
Der neue Ofen des US-Startups June schaut sich das Essen genau an, das man ihm auf den Rost legt. Per Kamera und künstlicher Intelligenz erkennt die Maschine von der Größe einer Mikrowelle die Lebensmittel, sei es Fleisch, Brotteig, Fisch oder Kuchen. Dann wählt sie das passende Garprogramm, etwa für ein Steak. Mit einer eingebauten Waage misst June das Gewicht des Fleischs, mit einem Thermometer, das der Nutzer in das Steak steckt, dessen Temperatur. Per Smartphone-App meldet der Ofen, wenn das Essen fertig ist – inklusive Foto.
Foto: PRRobo-Koch
Was das britische Startup Moley Robotics plant, könnte das Kochen revolutionieren: Eine Küche mit zwei Roboterarmen soll bald sämtliche Gerichte automatisch kochen. Der Prototyp kocht bereits Suppe: Er füllt Zutaten aus Schälchen in einen Topf, rührt mit einem Kochlöffel um und gießt die fertige Tomatensuppe in einen Teller. Bald soll der Roboter auch Gemüse aus dem Kühlschrank greifen, es schneiden und das Werkzeug später von selbst abwaschen.
Foto: PRHigh-Tech-Herd
Der neue Herd aus der Chef Collection des koreanischen Elektronikherstellers Samsung kocht mit Induktionsfeldern – imitiert aber einen Gasherd: LED-Lampfen projizieren virtuelle Flammen auf den Kochtopf. So sieht der Küchenchef auf einen Blick, wie heißt die Platte ist.
Foto: ScreenshotCleverer Kressezüchter
Frische Kresse für den Salat wäre köstlich – wenn man nur nicht immer daran denken müsste, die Pflanzen zu gießen. Diese Aufgabe übernimmt jetzt der schlaue Küchen-Kressegarten des französischen Startups Home to Nature. Der merkt sich, wann in welchem Fach Erntezeit ist. Zwischendurch gießt er aus einem Wassertank die richtige Menge Wasser nach.
Foto: PRKräutergarten in der Küche
Geht es nach Gabe Blanchet and Jamie Byron, dann müssen wir viele Lebensmittel bald überhaupt nicht mehr einkaufen. Denn unsere Küche züchtet sie selbst. Die beiden Gründer des US-Startups Grove Labs aus Sommerville, einer Stadt nördlich von Boston, lernten sich als Zimmergenossen am renommierten Massachusetts Institute of Technology kennen. Dort entwickelten sie einen Garten im Küchenschrank. „Wir wollen einen Ausweg aus der industriellen Landwirtschaft bieten“, sagt Blanchet, wenn er über seine Selbstversorger-Idee spricht.
Das Produkt der Gründer: Ein mannshoher, hölzerner Schrank, darin mehrere Beete, in denen Salate, Kräuter, Tomaten und anderes Gemüse gedeihen. Die Planzen brauchen keine Erde, sie werden über eine Nährlösung gefüttert. Diesen Dünger liefern Fische, die in einem eingebauten Aquarium schwimmen. LED-Lampen erzeugen Licht, das dem der Sonne ähnelt. Der Salat-Schrank liefere frischeres, gesünderes Essen, versprechen die Gründer – und senke den Spritverbrauch von Lebensmitteltransportern.
Foto: ScreenshotSchnellkocher Genie
Ein wenig beachteter Vorzug des Star-Trek-Universums ist, dass an Bord von Raumschiff Enterprise niemand kochen und das Geschirr abwaschen muss. Stattdessen kommt das Essen aus einem Gerät namens Replikator, das auf Zuruf binnen Sekunden jede gewünschte Mahlzeit auftischt.
Ayelet Carasso and Doron Marco glauben, dass es an der Zeit ist, einen solchen Kochautomaten tatsächlich in die Küchen zu bringen. Die beiden Gründer aus Israel haben ein Gerät entwickelt, das binnen 30 Sekunden die verschiedensten Gerichte zubereitet. Es ähnelt einer modernen Kaffeemaschine, und es funktioniert auch so: Man stecke eine faustgroße Kapsel mit gefriergetrockneten Nahrungsmitteln in den silbernen Kasten und drücke auf einen Knopf. Daraufhin rührt und mixt und wässert die Maschine das Instant-Essen, bis einen Augenblick später eine warme Mahlzeit herauskommt.
Ob Couscous mit Gemüse, Hühnchen an Reis, Ramen oder Schoko-Soufflee – diverse Köstlichkeiten sollen sich mit dem Schnellkochapparat schneller als eine Tütensuppe produzieren lassen, beteuern die Gründer. Schon nächstes Jahr möchten sie den Sprint-Kocher für daheim auf den Markt bringen, für nur ein paar hundert Dollar.
Foto: PRAlles in einen Topf
Thermomix, der Klassiker unter den Küchenmaschinen ist in der neuesten Version cleverer denn je: Der Nutzer kann neue Rezepte aufspielen – und der Automaten übernimmt viele Arbeitsschritte von selbst.
Kalorien-Kalkulator
Fitness-Fans können ihre Diät jetzt aufs Gramm genau überwachen: Die vernetzte Waage Situ arbeitet mit einer Tablet-App zusammen. Die rechnet gemessene Portionen automatisch in Kalorien um und führt ein Ernährungstagebuch.
Foto: PRMess-Becher
Kalorien zählen leicht gemacht: Die elektronische Tasse Vessyl des US-Start-ups Mark One erkennt, was und wie viel ihr Besitzer trinkt, und protokolliert die Daten im Ernährungstagebuch auf dem Handy.
Foto: PRKünstlicher Küchenchef
Der Internetkonzern IBM hat seinem Supercomputer Watson die sprichwörtliche Kochmütze aufgesetzt: Der schlaue Rechner hat 9000 Rezepte studiert und kann nun auf Wunsch beliebig viele neue kreieren. Seine Schöpfungen sind sicher ungewöhnlich, auf jeden Fall aber kreativ: "Indische Kurkuma Paella" etwa, oder "Schweizerisch-Taiwanische Spargel-Quiche". Das erste Kochbuch hat Watson bereits veröffentlicht.
Foto: PR
Die imitieren später aufs Genauste jede Bewegung. Zusätzlich sollen sie per Kamera erkennen, wo welche Zutat auf der Arbeitsfläche bereitliegt. Der Automat, versichert sein Erfinder, greife sich bald sogar Zutaten aus dem Kühlschrank und schnibbele Gemüse mit dem Messer.
So viele digitale Innnovationen wie lange nicht mehr
Das klingt wie Science-Fiction, und es sieht auch so aus. Trotzdem will Moley Robotics schon 2017 den ersten Robo-Koch auf den Markt bringen, inklusive Herd, Mikrowelle und Küchenzeile. Die erste Version – mehr Kleinstserie als Massenprodukt – soll 72.000 Dollar kosten. Doch schon ein Jahr später hofft der Designer die Technik dank des Preisverfalls bei Elektronik und Robotik für 15.000 Dollar anbieten zu können. Das wäre kaum teurer als mancher analoge High-End-Kochtempel von heute.
Per Handy-App lädt der Gourmet dann Rezepte wie andere heute Popsongs aus dem Netz. Ein Tipper aufs Display, schon lässt der Küchenchef aus Stahl und Software Gemüse dünsten und Steaks brutzeln.
Noch sind das Ankündigungen. Doch ihren Live-Test hat die Technik schon bestanden: Auf der Hannover Messe im April servierten Oleyniks Robo-Arme Besuchern bereits automatisch zubereitete Suppe.
Kulinarisches aus Computer-Hand – die Vorstellung muss nicht jedem schmecken. Aber der Trend ist eindeutig: Rund um den Herd gibt es derzeit so viele digitale Innovationen wie lange nicht mehr.
Ikea zeigt die High-Tech-Küche
Das Internet der Dinge, die Verschaltung elektronischer Geräte mit den weltweiten Datenströmen, macht sich – nach Büro, Wohnzimmer und Produktion – nun auch mit Wucht in der Küche breit. „Im Jahr 2020 werden alle unsere Hausgeräte vernetzt sein“, verspricht Boo-Keun Yoon, Co-CEO des südkoreanischen Elektronikriesen Samsung.
Der Küchenhersteller Schüller setzt auf wuchtige Holzschränke aus Alt-Eiche und geradlinige Fronten aus mattem Glas in Indigoblau.
Foto: PRKüchengeräte und Vorräte verschwinden bei Schüller hinter großen Holz-Türen - die Schränke erinnern damit immer mehr an Wohnwände, als an Küchenregale.
Foto: PRDiese Küche hat Poggenpohl zusammen mit dem Design-Team von Porsche gebaut. Auftrag: Eine Küche für den Mann.
Foto: PRKronleuchter, Glas und gläzende Fronten: SieMatic betont bei diesem Vorführmodell aus dem Showroom in New York auf das Zusammenspiel von verschiedenen Materialien.
Foto: SiematicDie Amerikaner mögen es klassisch: Weiße Fronten, kleine Griffe und Schränke mit Konturen sind dort noch immer sehr beliebt, sagt SieMatic-Marketingexperte Jörg Overlack. Auch dieses Modell ist Bestandteil des Showrooms in New York.
Foto: SiematicAuch Deutschlands größter Küchenhersteller Nobilia löst die Trennung zwischen Küche und Wohnzimmer auf: Hier befindet sich der Herd fast direkt neben dem Fernseher.
Foto: PRAuch Fronten in auffallenden Farben bietet Nobilia an.
Foto: PREin weiterer Zukunftstrend: Die vernetzte Küche. Hier präsentiert Siemens auf einer Möbelmesse seinen vernetzten Kühlschrank. Das iPad gibt einen Überblick über die Vorräte im Kühlschrank - und könnte theoretisch auch direkt Eier und Milch nachbestellen. Wird die Küche bald vollständig vernetzt sein? Nein, denken Premium-Hersteller wie Bulthaup und SieMatic. „Die Küche ist ein zutiefst analoger Ort", sagt Bulthaup-Geschäftsführer Marco Eckert. Hier gehe es darum, frische Zutaten zu erleben und damit selbst etwas neues zu kreiren, sagt er.
Foto: PR
Es ist beileibe nicht der einzige Hersteller, der Technik-Fans, Gourmets und Vitaminjunkies spannende Zeiten am Herd verspricht: Gerade erst hat etwa der schwedische Möbelriese Ikea einen Vorgeschmack auf die High-Tech-Küche der Zukunft gegeben. Das Designerstück voller vernetzter Küchenelemente reicht von der interaktiven Displaytischplatte bis zu modularen Kühlboxen, die den Eisschrank ersetzen.
Die Küche von morgen, wie sie Trendforscher sich vorstellen, verspricht, unsere Ernährung gesünder zu machen und den Genuss vielseitiger denn je – sofern wir uns darauf einlassen, dass bald sogar der Herd Daten ins Internet spielt.
So viel ist klar: Es bleibt kein Kochlöffel auf dem anderen. Vom Einkaufen über die Vorratshaltung bis zum Zubereiten verändern sich alle Zutaten der Küchenwelt.
Gastroback Design Mixer Advanced Pro
Ein starker 2000-Watt-Motor und 28.000 Umdrehungen pro Minute machen den Gastroback zum Hochleistungsmixer. Man kann damit neben grünen Smoothies auch Eiswürfel zerkleinern oder Suppen und Gewürzpasten herstellen. Der 2-Liter-Behälter ist wie bei allen Hochgeschwindigkeitsmixern nicht aus Glas, sondern aus Kunststoff. Der Hersteller verwendet stabiles Polycarbonat. Die Bedienung erfolgt über beleuchtete Sensortasten. Ein Rezeptbuch liegt bei.
Preis: 289 Euro
Foto: PresseVitamix S30
Kompakter Mixer mit kleiner Standfläche und zwei Behältern: Ein kleiner, fest verschließbarer 0,6-Liter-Behälter für unterwegs und ein größerer mit 1,2 Liter für zuhause. Die Geschwindigkeit lässt sich variabel einstellen. Der 950-Watt-Motor gehört nicht zu den stärksten, aber durch die "lasergeschnittenen Edelstahlklingen" und eine Pulsfunktion sollte der S30 auch mit Grünzeug fertig werden.
Preis: ab 499 Euro
Foto: PresseBianco Puro
Schicker Smoothie-Mixer, der in vielen verschiedenen Farben erhältlich ist. Ein 2-PS-Motor erreicht Geschwindigkeiten von 14.000 bis zu 32.000 Umdrehungen pro Minute. Sechs Automatikprogramme sorgen für Bedienkomfort. Von den Leistungsdaten her gleicht das Gerät weitgehend dem Bianco Diver. Allerdings arbeitet der Puro nicht mit einem Touch-Feld, sondern nutzt ein Wählrad und Tasten.
Preis: 599 Euro
Foto: PresseVitamix Total Nutrition Center
Kraftvoller Turbomixer mit 2,2 PS (1.380 Watt). Die Geschwindigkeit ist in zehn Stufen einstellbar. In den höchsten Stufe ist die Umdrehungsgeschwindigkeit laut Hersteller so hoch, dass durch die entstehende Reibungswärme auch warme Suppen produziert werden können. Großer 2-Liter-Behälter und sieben Jahre Garantie.
Preis: ab 599 Euro
Foto: PresseVitamix Professional Series 500
Die Turbomixer des amerikanischen Herstellers Vitamix gehören auch in Deutschland zu den beliebtesten Modellen der Rohkost-Anhänger. Der Series 500 ist ein kraftvoller Turbomixer mit 1.380-Watt-Motor und einfacher Bedienung. Er verfügt über drei Automatikprogramme, eine regelbare Geschwindigkeit und einen großen 2-Liter-Behälter. Der Hersteller gewährt sieben Jahre Garantie.
Preis: 799 Euro
Foto: PresseVitamix Professional Series 750
Der Series 750 ist eines der Spitzenmodelle von Vitamix für den Privathaushalt. Es handelt sich um einen starken Mixer mit 2,2-PS-Motor (1.380 Watt), der angeblich besonders leise ist. Fünf Automatikprogramme – beispielsweise für Smoothies, heiße Suppen, gefrorene Desserts oder Pürees.
Preis: 899 Euro
Foto: PresseRevoblend RB 500
Schneller Premium-Blender mit bis zu 38.000 U/min und 1.500-Watt-Motor. Der 2-Liter-Behälter ist aus Tritan, einem Kunststoff, der auch für hochwertige Wasserflaschen für Outdoor-Bedarf verwendet wird. Die Garantie beträgt zehn Jahre, Verschleißteile sind davon ausgenommen.
Preis: 499 Euro
Foto: PresseRevoblend RB 390
Die etwas schwächere Version der RB 500. Mit 1.390-Watt-Motor und 32.000 U/min immer noch ein echter Turbomixer, der jede Art von Grünzeug in sämige Smoothies verwandelt. Das Bedienkonzept ist identisch mit dem des großen Bruders und die Garantie beträgt ebenfalls beruhigende zehn Jahre (ausgenommen Verschleißteile).
Preis: 415 Euro
Foto: PresseBlendtec Total Blender
Mit einem 1.560 Watt starken Motor und 28.000 Umdrehungen pro Minute gehört auch der Total Blender des amerikanischen Herstellers Blendtec in die Reihe der echten Smoothie-Mixer. Die Bedienung ist einfach, bietet aber einige Raffinessen. So lassen sich vier unterschiedliche Blendzyklen (Mixprogramme) abspeichern. Praktisch für Getränke oder Speisen, bei denen eine bestimmte Abfolge von unterschiedlichen Geschwindigkeiten nötig ist. Daneben gibt es eine Pulse-Taste, die auf Druck sofort den Hochgeschwindigkeits-Modus startet. Auf den Motorblock gewährt der Hersteller sieben Jahre Garantie.
Preis: 680 Euro
Foto: PresseBianco Diver
Ein Hochleistungsmixer mit Hightech-Funktionen. So erfolgt die Bedienung über Touch-Elemente. Der beiliegende Stampfer bietet eine integrierte Temperaturmessung. Sechs Automatik-Programme bieten angepasste Mix-Zyklen für unterschiedliche Getränke oder Speisen. Der 2-PS-Motor beschleunigt die sechs Edelstahlmesser auf 14.000 bis zu 32.000 Umdrehungen pro Minute. Der Hersteller Bianco ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Köln.
Preis: 749 Euro
Foto: PresseOmniblend V
Preiswerter Hochleistungsmixer mit starkem 3-PS-Motor (2.238 Watt). Drei Geschwindigkeiten sind einstellbar. Der Omniblend V mixt auch Trockengut. Der Behälter aus dem Kunststoff Tritan ist in zwei Größen erhältlich. Der Omniblend ist weitgehend baugleich mit dem Klarstein Herakles 5G.
Preis: 239 Euro
Foto: PresseKlarstein Herakles Red Touch
Ein Hightech-Mixer in Profi-Qualitäten. Der 1.680 Watt starke Antrieb beschleunigt den Messerblock auf 32.000 Umdrehungen pro Minute. Zehn Geschwindigkeitsstufen, eine Pulse-Funktion und sechs Automatik-Programme sorgen für Komfort.
Preis: 400 Euro
Foto: PresseKomomix
Ein hochwertiger Mixer mit einfacher Bedienung. Im Drehknopf für die Geschwindigkeit ist ein Pulsschalter integriert. Der Motor beschleunigt die acht Titanium-Messer auf 30.000 Umdrehungen pro Minute. Sieben Jahre Garantie.
Preis: 387 Euro
Foto: PresseVital Energy Powersmoother
Der Mixer arbeitet mit sechs Messern, zwei Unter- und vier Obermesser, die in jeweils unterschiedlichem Winkel zueinander stehen, so dass das Mixgut noch schneller zerkleinert wird. Laut Hersteller gehört der Powersmoother zu den "schnellsten Maschinen unter Last", wird demnach also auch von einer vollen Ladung Grünzeug und Obst kaum gebremst.
Preis: 297 Euro
Foto: PresseKrups Standmixer Perfect Mix 9000
Kein echter Smoothie-Mixer, aber ein solider Standmixer mit sechs Messern und 1,5-Liter-Behälter. Der 850-Watt-Motor erreicht Geschwindigkeiten zwischen 8.000 und 21.000 Umdrehungen pro Minute.
Preis: 160 Euro
Foto: PresseWMF Standmixer
Klassischer Küchenmixer mit 1.400-Watt-Motor und schnellen 24.000 U/min. Damit kommt er den echten Smoothie-Mixern schon recht nahe. Er hat ein vier-flügligles Edelstahlmesser und ein beleuchtetes Bedienfeld.
Preis: 179 Euro
Foto: PresseSeverin SM 3737
Standmixer mit zwei Behältern. Der kleinere Behälter dient unterwegs als Trinkflasche. Der 500-Watt-Motor ist für grüne Smoothies zu schwach, doch als Standard-Küchenmixer, der morgens den fruchtigen Vitamin-Drink zum Mitnehmen mixt, ist der Severin eine gute Wahl.
Preis: 45 Euro
Foto: PresseRussel Hobbs Illumina
Elegant gestylter Standmixer. Leuchtringe zeigen die gewählte Geschwindigkeit an. Insgesamt sind drei Geschwindigkeiten verfügbar. Die Messer sind titanbeschichtet und erreichen 18.000 Umdrehungen pro Minute. Das reicht also nicht für einen echten grünen Smoothie, aber Frucht-Smoothies und Shakes aller Art sind kein Problem. Die Marke Russel Hobbs gehört zum Konzern Spectrum Brands, dem unter anderem auch der deutsche Batteriehersteller Varta sowie Black&Decker angehören.
Preis: 80 Euro
Foto: PresseBosch Standmixer MMB2001
Eleganter Küchenmixer mit 600-Watt-Motor, ideal für Frucht-Smoothies. Arbeitet auch als Eis-Crusher.
Preis: 100 Euro
Foto: PressePhilips Avance Collection Standmixer
Standmixer mit kräftigem 900-Watt-Motor und großem Behälter (zwei Liter). Mit vier Geschwindigkeitsstufen und sechs Messern in raffinierter Anordnung kriegt der Philips auch Eis und Gemüse klein, ein echter Hochleistungsmixer ist er aber nicht.
Preis: 120 Euro
Foto: PresseAEG Standmixer SB 7300S
Ein kräftiger Küchenmixer mit 900-Watt-Motor (23.000 U/min). Die Geschwindigkeit der titanbeschichteten Messer ist in fünf Stufen einstellbar.
Preis: 130 Euro
Foto: PresseWMF Mix & Go Kult X
Kompakter Mixer mit vier Edelstahlmessern und 300-Watt-Motor. Der Behälter lässt sich unterwegs als Trinkbecher verwenden. Dieser Mixer ist zwar nicht stark genug für grüne Smoothies. Er macht aber Vitamin-Drinks und Shakes.
Preis: 30 Euro
Foto: PresseAEG Minimixer SB2400
Ein trendiger Minimixer, dessen Behälter gleichzeitig als Trinkflasche für unterwegs dient. Trotz der kompakten Abmessungen erreicht der SB2400 Geschwindigkeiten von bis zu 23.000 Umdrehungen pro Minute. Er ist also bestens geeignet für sämige Obst-Smoothies. Die Trinkflasche fasst 0,6 Liter und ist aus dem Kunststoff Tritan.
Preis: 40 Euro
Foto: PressePhilips Minimixer
Ein kompakter Mixer, dessen Behälter als Trinkflasche für unterwegs dient. Der 350-Watt-Motor ist stark genug für cremige Vitamin-Drinks auf Obst-Basis.
Preis: 65 Euro
Foto: Presse
Liefern lassen statt shoppen gehen, ist eines der neuen Credos. Wir werden kochen, wie Daimler und Co. heute Autos bauen: just in time. Kurz bevor wir den Herd anwerfen, liefern Drohnen und Roboterautos uns Lebensmittel auf den Balkon oder in eine Kühlbox an der Haustüre.
Den passenden Bestellknopf zum Ankleben an Küchenmöbel oder Türrahmen hat der Online-Händler Amazon schon entwickelt. Das Gerät von der Größe eines USB-Sticks, Dash genannt, verbindet sich daheim mit dem WLAN-Netz. Ein Druck auf den Knopf löst per Funk automatisch die Order für eines von mehr als 250 Produkten aus. So gibt es bereits Bestell-Buttons für Kaffee, Küchenrollen, Katzenfutter oder Fruchtsaft.
Ab Herbst bauen erste Hersteller den Nachbestelldienst direkt in ihre Geräte ein. Der US-Haushaltswarenkonzern Clorox etwa bringt einen vernetzten Wasserkrug. Der misst, wie viel Liter durch seinen Filter laufen, und ordert bei Bedarf selbst Nachschub bei Amazon. Eine Kaffeemaschine des New Yorker Anbieters Quirky wiederum bestellt automatisch Bohnen, wenn der Vorrat zur Neige geht.
Der Klassiker unter den ebenso formschönen wie sinnlosen Küchenhelfern ist der Olivenlöffel. Natürlich kann man Oliven auch mit einem gewöhnlichen Löffel aus dem Glas oder der Schale heben, aber ein normaler Löffel hat eben kein Loch, durch welches das restliche Öl abtropfen kann. Wer seine Oliven also so ölfrei wie möglich löffeln möchte, für den ist dieses Besteckteil ein absolutes Muss. Für alle anderen ... nun ja.
Foto: WMF AGDas ist eine Hot-Dog-Maschine. Sie macht Würstchen heiß, rammt ein Loch ins Brötchen und knuspert es an. Spaßfaktor: hoch. Nutzwert: Ansichtssache.
Foto: screenshotDer Zwiebelkamm ersetzt kein handelsübliches Messer, um Zwiebeln zu schneiden. Stattdessen soll er bloß die Messerklinge führen. Richtig gelesen: Man piekst den Kamm in die geschälte Zwiebel, um dann entlang der Zinken mit dem Messer feine, gleich breite Streifen zu schneiden. Die Idee dahinter: Die Finger bleiben sauber und stinken nicht - und die Zwiebel wird akkurat zerteilt.
Foto: WirtschaftsWocheSieht martialisch aus, ist aber ein harmloser Tomatenstrunkentferner. Draufdrücken, reinpieksen, loslassen und Strunk rausreißen. Verwegene Nutzer können den Tomatenstrunkentferner auch bei Erdbeeren einsetzen.
Foto: WMF AGChampagner ist ein wunderbares Getränk - wäre da nicht die Kohlensäure. Da es sich in feiner Gesellschaft nicht gehört, aufzustoßen, rührt der Herr oder die Dame von Welt einfach mit dem Champagner-Quirl die Bläschen aus der Luxusbrause. Prickelt dann nicht mehr so schön, ist aber magenfreundlicher. Wohl bekomm's!
Foto: screenshotSie besitzen bereits ein Waffeleisen? Auch einen Sandwichmaker nennen Sie ihr Eigen? Als Fan von Heiß-Back-Geräten werden Sie den Donutmaker zweifellos lieben.
Foto: screenshotAuch Norddeutsche sollten das bayerische Kultur- und Genussgut respektieren. Eine Möglichkeit bietet der Weißwurstheber. Er ist dafür konstruiert, die zarte Pelle nicht zu verletzen. Hersteller Rösle erläutert: "Er entspricht den Anforderungen an eine Weißwurst in Form und Funktion zu fast 100 Prozent." Wer dennoch Schwierigkeiten in der Handhabung der Spezialkelle und der dazugehörigen Wurst hat, bekommt ausführliche Informationen in der 60-seitigen Bedienungsanleitung.
Foto: screenshotDas ist keine Kabeltrommel, sondern eine Cevapcici-Presse. Sie besteht aus zwei Teilen - dem durchlöcherten Aufsatz und dem zylinderförmigen Stopfen. Hackfleisch in den Aufsatz geben und mit dem Stopfen kleine Cevapcici-Röllchen durchpressen. So wohlgeformt waren die Hackfleischwürstchen noch nie.
Foto: screenshotMit der Gabel im Spaghettitopf zu stochern, ist für Freunde der gehobenen Kochkunst ein beinahe vulgärer Akt. Ästheten verwenden den eigens dafür entwickelten Spaghetti-Tester. Macht dasselbe wie eine Gabel, ist aber viel schicker - und natürlich teurer. Fehlt nur noch der professionelle Kartoffel-Garpunkt-Überprüfungspiekser aus gebürstetem Edelstahl...
Foto: screenshotDieses Gerät hält mit seiner Funktion nicht verborgen. Der "Eiersollbruchstellen-Verursacher", kurz "Eierknacker", zirkelt einen exakten Kreis um das Frühstücksei. Jetzt hat das Messer leichtes Spiel. Klar, man könnte auch einfach mit dem Löffel auf das Ei schlagen und das Ei pellen. Aber ein bisschen Spaß muss sein.
Foto: screenshot
Mit dem Ofen reden
Shopping-Knöpfe sind nur einer von vielen Wegen, die Küche mit der Welt zu vernetzen. Schon jetzt unterhalten sich die ersten Heimgeräte via Smartphone mit uns. Gestresste Berufstätige etwa können die neusten Spülmaschinen von Bosch unterwegs per Handy-App anwerfen. Öfen von Miele laden sich Garprogramme aus dem Netz, und das Thermometer Range des US-Start-ups Supermechanical meldet dem Handy, wann der Hirschbraten im Ofen medium ist.
Vernetzte Pfannen, wie das Modell Pantelligent, verraten dem Smartphone, sobald die beste Gartemperatur erreicht ist. Küchenwaagen wie die Situ Scale messen, wie viel Kalorien die Zutaten fürs Tiramisu haben. Und der Becher von Vessyl nervt uns auf Wunsch mit der Information, wie viel ungesundes Zuckerzeugs wir trinken.
Selbst der viel beschworene vernetzte Kühlschrank wird Realität. So schickt ein Exemplar des südkoreanischen Elektronikherstellers LG Fotos aus seinem Innern zum Handy des Besitzers. Der kann so im Supermarkt überprüfen, ob noch Milch im Haus ist. Per Textnachricht befragt, verrät der Kühlschrank sogar, wie viel Bier im Getränkefach liegt – sofern der Nutzer händisch die elektronische Inventarliste gepflegt hat, die ein Bildschirm auf dem Schrank anzeigt.
Schlauer Tisch erkennt Gemüse und schlägt Rezepte vor
Ganz mühelos gelingt der Umstieg ins rein-digitale Küchenzeitalter also noch nicht.
Trotzdem denken die Entwickler schon weiter. Die Online-Community Firstbuild beispielsweise arbeitet an einem Vorratsschrank, in dessen Inneren sich Waagen oder Ei-Ablagen mit Sensoren installieren lassen. Die melden dann einer Smartphone-App, wie viel Saft oder Eier noch vorrätig sind.
Wie sich aus den Vorräten möglichst bequem etwas Schmackhaftes zubereiten lässt, die Frage hat ein Designerteam aus London beantwortet, das für Ikea die Konzeptküche des Jahres 2025 entworfen hat. Zu sehen ist der Vorgeschmack auf die Zukunft seit Kurzem auf der Weltausstellung in Mailand.
Herzstück ist ein schlauer Tisch, der sich mithilfe eines Projektors und einer Kamera unter anderem in ein interaktives Display verwandeln lässt: Legt der Hobbykoch dann etwa eine Tomate auf den Tisch, erkennt der smarte Küchenhelfer das Gemüse und projiziert passende Rezepte auf die Tischplatte. Jeden Arbeitsschritt kann der Hobbykoch so bequem auf dem smarten Tisch ablesen. Eingebaute Messfelder wiegen die Zutaten ab. In die Oberfläche integrierte Induktionsplatten dienen als Kochfelder oder wahlweise zum schnellen Aufwärmen.
Die wahre Revolution am Herd aber dürften Geräte wie der Roboter von Moley Robotics auslösen, die ganz von selbst kochen. Sie sind näher an der Realität, als es scheint. Schon jetzt mixen etwa Maschinen Cocktails (Somabar) oder brauen Bier (Brew Bot). 3-D-Drucker, vom niederländischen Start-up 3-D by Flow oder dem US-Anbieter 3-D Systems, schichten schon aus Teig Pasta und aus flüssiger Schokolade Desserts in gewagten Formen aufeinander.
Und auch die jüngste Version des Kochapparats Thermomix vom Wuppertaler Traditionshersteller Vorwerk verkauft sich bereits bestens. Das Tischgerät synchronisiert Rezepte mit einem Online-Kochbuch und übernimmt anschließend viele Zubereitungsschritte selbst: Es mixt und mahlt, zerkleinert und püriert, dünstet und kocht und erkennt dank Software und Sensoren, wann das Essen fertig ist.
Spaghetti Bolognese aus der Kapsel
Das israelische Start-up Genie hat das Konzept noch weiter getrieben. Sein Automat erinnert an das Konzept von Kaffeemaschinen, die mit Kapseln oder Pads arbeiten. Bei der Instant-Kochmaschine reicht es, gefriergetrocknete Zutaten in eine Öffnung des Geräts zu stecken, dann legt der Robo-Koch los. Couscous mit Gemüse, Hühnchen an Reis oder Spaghetti Bolognese – all das lässt sich mit dem Schnellkocher in weniger als einer Minute zubereiten. Noch in diesem Sommer soll der Automat in Israel auf den Markt kommen, zu Preisen von „ein paar Hundert Dollar“, so Mitentwicklerin Ayelet Carasso.
Der deutsche Hausgerätehersteller Miele paart Küchentechnik sogar schon mit künstlicher Intelligenz. Auf der Elektronikmesse CES hat Miele zu Jahresbeginn seinen vernetzten Herd HR 1956 vorgestellt. Das rund 14.000 Euro teure Luxusküchenmöbel verbindet sich per WLAN mit dem Internet und kann sogar mit IBMs Supercomputer Watson kommunizieren. Der hat 9000 Kochrezepte studiert und kann nun im „Überrasch mich“-Modus neue Gerichte kreieren – je nach Gusto eher klassische Rezepte oder solche mit mehr Überraschungspotenzial. Bestätigt der Nutzer den Vorschlag, startet der Miele-Ofen selbst das passende Garprogramm.
Eine Auswahl der Kreationen, die der Supercomputer als Küchenchef ersonnen hat, hat IBM mittlerweile als Kochbuch herausgebracht. Etwa marokkanisches Mandel-Curry, belgischer Speck-Pudding oder tschechisches Schweinebauch-Moussaka.
Wer also probieren will, wie die Küche der Zukunft schmeckt, kann die Rezepte schon heute vorkochen.