Air Products: Übernahme liegt bei bei Evonik in der Luft
Platz 10
Beiersdorf AG
Umsatz: 6.141 Mio. Euro
Beschäftigte: k.A.
Quelle: Verband der Chemischen Industrie e.V.
Foto: dpaPlatz 9
Lanxess AG
Umsatz: 8.300 Mio. Euro
Beschäftigte: 17.000
Platz 8
Merck KGaA
Umsatz: 11.095 Mio. Euro
Beschäftigte: 38.154
Platz 7
Evonik Industries AG
Umsatz: 12.874 Mio. Euro
Beschäftigte: 32.995
Platz 6
Boehringer Ingelheim GmbH
Umsatz: 14.065 Mio. Euro
Beschäftigte: 47.492
Platz 5
Henkel AGAktiengesellschaft & Co. KGaA
Umsatz: 16.355 Mio. Euro
Beschäftigte: 46.850
Platz 4
Linde AG
Umsatz: 16.655 Mio. Euro
Beschäftigte: 63.487
Platz 3
Fresenius SE & Co. KGaA
Umsatz: 20.331 Mio. Euro
Beschäftigte: 178.337
Platz 2
Bayer AG
Umsatz: 40.157 Mio. Euro
Beschäftigte: 113.200
Platz 1
BASF SE
Umsatz: 73.973 Mio. Euro
Beschäftigte: 112.206
Der Essener Spezialchemiekonzern Evonik könnte einem Insider zufolge bei seiner Suche nach Übernahmezielen fündig geworden sein. Evonik habe Interesse an einer Sparte des US-Konzerns Air Products, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.
Eine Evonik-Sprecherin wollte die Aussagen nicht kommentieren. Zuvor hatte ein weiterer Insider gesagt, Air Products erwäge seinerseits einen Verkauf an Evonik, die Transaktion könne einen Wert von mehr als 3,5 Milliarden Dollar haben.
Die zu veräußernde Sparte produziere Chemikalien, die in Sonnencremes und Farben zum Einsatz kämen. Evonik-Aktien legten am Morgen deutlich zu und notierten mit einem Plus von 2,72 Prozent bei 27,37 Euro.
Evonik-Chef Klaus Engel hatte in der Vergangenheit immer wieder eine aktive Rolle des Konzerns bei der Konsolidierung der Branche und größere Übernahmen angekündigt. Das Unternehmen hat prall gefüllte Kassen. Zukäufe hat Engel aber bislang nicht präsentieren können, obwohl Evonik Branchenkreisen zufolge in der Vergangenheit unter anderem die Konkurrenten DSM und Clariant ins Visier genommen hatte. Anfang März sagte Engel, es könnten sich in nächster Zukunft neue Möglichkeiten für Zukäufe ergeben. Die Manager des Konzerns arbeiten eine Liste mit möglichen Übernahmezielen ab, hatten Insider berichtet. In Asien setzt der Konzern vor allem auf organisches Wachstum, Zukäufe in Nordamerika könnten Evonik breiter aufstellen.
Die Chemiebranche ist derzeit in Bewegung. In den USA schmieden Dow Chemical und DuPont einen neuen Branchengiganten. Zudem will sich der Staatskonzern ChemChina den Schweizer Pflanzenschutzspezialisten Syngenta für 43 Milliarden Dollar einverleiben.