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Hartmut RetzlaffStada trennt sich von langjährigem Chef

Hartmut Retzlaff hat sein Amt als Vorstandschef des Pharmaunternehmens Stada niedergelegt – sein Vertrag wäre noch fünf Jahre gelaufen. Der Konzern gab keine genauen Gründe für den Rücktritt an. 15.08.2016 - 17:09 Uhr aktualisiert

Hartmut Retzlaff gibt sein Amt als Vorstandsvorsitzender des Pharmakonzerns Stada auf.

Foto: dpa

Ende einer Ära: Der langjährige Stada -Vorstandschef Hartmut Retzlaff verlässt den Arzneimittel-Hersteller nach 30 Jahren. Der 62-Jährige habe sein Amt als Vorstand mit sofortiger Wirkung niedergelegt, teilte das Unternehmen in Bad Vilbel bei Frankfurt mit. Retzlaff hatte den Chefposten bei Stada 1993 übernommen und den kleinen Generika-Hersteller ausgebaut, war aber zuletzt bei kritischen Aktionären immer stärker unter Beschuss geraten.

Im Juni hatte er sich krank gemeldet, zuletzt aber verlauten lassen, er könne bald wieder zum Dienst antreten. In der Mitteilung von Stada ist nun von "persönlichen Gründen" die Rede, derentwegen Retzlaff ausscheide.

Mit der Trennung von Retzlaff schafft Stada rechtzeitig vor der Hauptversammlung am 26. August klare Verhältnisse. Vorstand Matthias Wiedenfels war nach Retzlaffs Krankmeldung eigentlich zum Übergangs-Chef ausgerufen worden, zeichnete aber von Anfang als Vorstandsvorsitzender und stellte rasch strategisch neue Weichen. Retzlaffs Funktion war im Internet-Auftritt zuletzt als "Vorstand (dienstbefreit)" angegeben. Aufsichtsratschef Martin Abend sprach Retzlaff seinen Dank "für seine unternehmerische Aufbauleistung" aus und fügte hinzu: "Wir danken ihm auch jetzt für die klare Weichenstellung".

Mit Retzlaffs Abgang ist nach FAZ-Informationen der Weg frei für eine Vergrößerung des Vorstands von drei auf vier Manager. Die eingeschaltete Personalberatung Egon Zehnder habe ein entsprechendes Mandat erhalten, zitierte die Zeitung in einer Vorabmeldung einen Sprecher des Aufsichtsrates. Neben Wiedenfels ist derzeit noch Helmut Kraft als Finanzvorstand berufen. Gesucht würden Führungskräfte für Forschung und Entwicklung sowie für Marketing und Vertrieb

Retzlaffs Vertrag wäre noch bis August 2021 gelaufen. Nun endet er offiziell zum 31. Dezember. Das restliche Gehalt und die fällige Abfindung summierten sich auf weniger als zwei Jahresgehälter, erklärte Stada.

Mit zuletzt 2,1 Milliarden Euro Umsatz ist Stada der letzte von anderen Konzernen unabhängige Hersteller von Nachahmer-Medikamenten (Generika) und rezeptfreien Arzneien in Deutschland. Die Aktiengesellschaft ging aus der einstigen Genossenschaft „Standardpräparate Deutscher Apotheker“ hervor und gilt in der Branche schon lange als Übernahmekandidat. Laut „Handelsblatt“ haben zahlreiche Finanzinvestoren bereits Interesse gezeigt..

dpa, rtr
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