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Abwehrkampf gegen HastorGrammer holt sich Hilfe aus China

Der Machtkampf um den Autozulieferer Grammer beschäftigt die Branche seit Wochen. Um den Angriff der ungeliebten Familie Hastor abzuwehren, holt sich der Zulieferer einen neuen Investor aus China an Bord. 14.02.2017 - 09:30 Uhr

Die Konzernzentrale der Grammer AG in Amberg.

Foto: dpa

Der Autozulieferer Grammer greift im Abwehrkampf gegen unliebsame Investoren zu scharfen Maßnahmen. Der Hersteller von Automittelkonsolen und Nutzfahrzeugsitzen gibt eine sogenannte Pflichtwandelanleihe im Umfang von rund 60 Millionen Euro an den chinesischen Autozulieferer Ningbo Jifeng aus, wie das Unternehmen am Dienstag in Amberg mitteilte. Die Papiere entsprechen rund 9,2 Prozent des Grundkapitals. Ihre Ausgabe sei ein wesentlicher Baustein für die Gründung einer künftigen strategischen Kooperation. Grammer hatte in der Nacht zum Dienstag entsprechende Gespräche bestätigt.

Mit dem Schritt will sich das im SDax notierte Unternehmen gegen eine ungewollte Kontrollübernahme durch die in der Autobranche umstrittene bosnische Unternehmerfamilie Hastor wappnen. Diese hält über mehrere Gesellschaften nach letzten Angaben über 20 Prozent der Aktien von Grammer und forderte die Neubesetzung des Aufsichtsrats. Zudem wollten die Investoren Grammer-Chef Hartmut Müller das Vertrauen entziehen. Laut Grammer sollen Autohersteller und wichtige Großkunden des Zulieferers die Partnerschaft mit den Chinesen unterstützen.

Müller hatte sich erst am Wochenende in einem Interview mit den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX besorgt zur Hauptversammlung geäußert. „Die Präsenz auf Grammer-Hauptversammlungen liegt gewöhnlich so um die 45 Prozent“, sagte er. Deshalb sei nicht auszuschließen, „dass diese Investoren auf der Hauptversammlung die Mehrheit erreichen können“. Dann aber drohten Kunden abzuspringen.

Wegen umstrittener Investoren

Grammer-Chef fürchtet Machtwechsel

Die Hastors hatten im vergangenen August mit einem Lieferstopp ihrer Prevent-Gruppe die Bänder bei VW in Wolfsburg und Emden lahmgelegt.

dpa
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