Leasing: Wann Fullservice-Pakete für Dienstwagen sinnvoll sind
1. Einheitliche Regelung
In puncto Dienstwagen, so heißt es in einer Übersicht, die das creditreform-magazin.de erstellt hat, sollte es einen transparenten Verteilungsmodus geben. Das gilt vor allem dann, wenn es einen Betriebsrat gibt, der bei den Entlohnungsgrundsätzen ein Mitbestimmungsrecht hat. Dieser darf etwa dann mitreden, wenn Firmen-Pkws auch privat genutzt werden. In der Praxis ist es üblich, dass die Firma im Rahmen ihrer Carpolicy eine Bandbreite vergleichbarer Pkw-Kategorien für bestimmte Mitarbeitergruppen vorsieht, die dann im Detail zwischen verschiedenen Modulen wählen dürfen. Sogar die Vorgabe bestimmter Automarken ist möglich – beides sollte im Arbeitsvertrag fixiert werden.
Foto: dpa2. Extras abrechnen
Und wenn der Mitarbeiter Sonderwünsche bei der Ausstattung hat und damit die finanziellen Vorgaben sprengt? Dann muss er für diese Extras aus eigener Tasche aufkommen. Damit kein Neid aufkommt, sollte das auch allen Beteiligten im Unternehmen klar sein – schließlich gilt ein Dienstwagen immer auch als Wertschätzung durch den Chef, sichtbar für alle Kollegen, Geschäftspartner und Kunden.
Foto: dpa3. Pflichten fixieren
Auch wenn es noch so selbstverständlich sein sollte: Halten Sie in der Carpolicy Ihres Unternehmens schriftlich fest, dass der Dienstwagen pfleglich behandelt wird, stets in einem betriebsbereiten und verkehrssicheren Zustand ist und sämtliche Tüv- beziehungsweise Wartungstermine eingehalten werden. Was Sie außerdem unmissverständlich klarmachen sollten ist, dass der Dienst-Pkw nur in fahrtüchtigem Zustand, also beispielsweise nicht unter Alkoholeinfluss gefahren wird. Wichtig ist auch, dass der Mitarbeiter eine gültige Fahrerlaubnis hat – verliert der Kollege den Führerschein, muss er das also sofort melden.
Foto: dpa-tmn4. Kostenübernahme klären
Nimmt der Mitarbeiter seine Pflichten aus der Carpolicy ohne Beanstandung wahr, übernimmt der Arbeitgeber meistens die Aufwendungen für Wartung, Inspektion und Prüfungen. Das gliche gilt für Reparaturen, wenn sie in Absprache mit der Firma vorgenommen werden. Auch die Ausgaben für Benzin und Öl werden meistens vom Arbeitgeber übernommen. Natürlich vorausgesetzt, dass die in einem vorher definierten Kostenrahmen bleiben.
Foto: dpa5. Privatnutzung erlauben
Wenn Sie Mitarbeitern erlauben, den Dienstwagen auch privat zu fahren, sollte festgeschrieben werden, dass die darauf entfallenden Steuern auch vom Mitarbeiter zu tragen sind. Ratsam ist auch, die gewerbliche Nutzung des Wagens ausdrücklich zu verbieten und den Kreis der privaten Fahrer auf den Mitarbeiter, dessen Familienangehörige bzw. andere Personen in Begleitung des Arbeitnehmers zu beschränken. Das ist vor allem auch versicherungstechnisch relevant, heißt es beim creditreform-magazin.de Und: Damit Ihre Firma nicht auch übermäßig lange Urlaubsfahrten mit dem Dienstwagen unterstützt, übernimmt der Betrieb häufig nur die Kraftstoffkosten, die im Inland anfallen, oder Sie beschränken den Gesamtumfang der zulässigen Privatkilometer.
Foto: CLARK/obs6. Steuermodell wählen
Ganz klar: Wenn Mitarbeiter den Dienstwagen auch privat nutzen, dann muss das auch als geldwerter Vorteil versteuert werden; genauso muss die Sozialversicherung abgeführt werden. Am einfachsten umzusetzen ist dabei die Ein-Prozent-Methode: Dabei zahlt der Mitarbeiter im Rahmen seiner Gehaltsabrechnung jeweils ein Prozent des Bruttolistenpreises für das Fahrzeug; einschließlich fest eingebauter Extras wie Klimaanlage, Navi oder Freisprechanlage. Außerdem müssen noch die Fahrten zwischen Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte mit 0,03 Prozent des Bruttolistenpreises für jeden Entfernungskilometer versteuert werden. Das ist umso vorteilhafter für den Mitarbeiter, je neuwertiger der Pkw ist und je häufiger er das Firmenauto auch außerhalb seiner Arbeitszeit privat fährt.
Foto: dpa7. Alternative überdenken
Statt Ein-Prozent-Methode kann der Mitarbeiter auch ein Fahrtenbuch führen, in dem zeitnah alle Touren dokumentiert werden – mit Datum, Start- und Zielort, Entfernung, Kilometerstand und Zweck der Fahrt. Lediglich der private Fahrtenanteil muss dann versteuert werden. Das ist natürlich ein enormer Aufwand, der gleichzeitig ein großes Problem darstellt, weil die Fahrtenbücher oft nicht ordnungsgemäß geführt werden.
Foto: dpa8. Unfallfolgen besprechen
Keine Frage: Wird der Mitarbeiter mit dem Dienstwagen in einen Unfall verwickelt, muss er auf jeden Fall die Polizei rufen – und zwar unabhängig davon, ob er beruflich oder privat unterwegs ist. Nur so ist der Vorfall lückenlos für die Versicherung dokumentiert. Lediglich bei Bagatellschäden ist zu überlegen, ob auf den Polizeieinsatz verzichtet werden kann. Zusätzlich können Sie mit dem Mitarbeiter vereinbaren, dass er die finanziellen Folgen bei selbst verschuldeten Unfällen ab einer bestimmten Höhe aus seiner eigenen Tasche bezahlt.
Foto: dpa9. Rückgabe regeln
Klar, wechselt der Mitarbeiter die Firma, muss er seinen Dienstwagen zurückgeben. Aber was ist, wenn er neue Aufgaben übernimmt, die gar keinen Außeneinsatz mehr nötig machen, in die Elternzeit wechselt, länger krank oder freigestellt ist? Rechtsanwälte haben festgestellt, dass es genau für diese Fragen oft an Regelungen mangelt. Besser also, Firmenchefs schaffen vorher schon Klarheit.
Foto: dpa10. Änderungen ankündigen
Sobald neue Bedingungen für den Einsatz und die Beschaffung von Dienstwagen gelten, sollten sie transparent für alle betroffenen Mitarbeiter kommuniziert werden. Wenn der Dienstwagen Teil des Arbeitsvertrags ist, müssen die künftig geltenden Konditionen darüber hinaus auch in einer Änderungskündigung fixiert werden.
Foto: dpa
Werkstattservice
Diese Servicevariante beinhaltet in der Regel die Durchführung sämtlicher Inspektionen und Wartungsdienste gemäß den Herstellervorgaben. Die Kostenübernahme schließt Lohn, Ersatzteile sowie die Schmierstoffe innerhalb der Inspektionen mit ein.
Des Weiteren werden sämtliche Reparaturkosten übernommen, soweit sich diese aus dem technischen Verschleiß bei normaler Nutzung ergeben. Die Kostenübernahme sollte ebenfalls Lohn und Ersatzteile einschließen. Die Übernahme der Gebühren für die Hauptuntersuchung nach § 29 StVZO und der darin enthalten Abgasuntersuchung muss bei längerer Nutzung ebenfalls Bestandteil dieser Servicekomponente sein.
Werden Fahrzeuge neu angeschafft und nach exakt drei Jahren Nutzungsdauer an den Händler zurückgegeben, kann dieser Bestandteil entfallen, da in diesem Zeitraum keine Hauptuntersuchung stattfindet.
Pannenservice
Der Nutzen eines Pannenservice, der im Full-Service-Paket Kosten verursacht, ist nur dann sinnvoll, wenn der Fahrzeughersteller kein gleichartiges Angebot hat oder das Unternehmen beziehungsweise die fahrzeugnutzenden Mitarbeiter nicht Mitglied in einem Automobilclub sind. Deswegen ist dieser Punkt sehr genau auf seine Notwendigkeit zu prüfen.
Ersatzwagenservice
Auch beim Ersatzwagenservice sollte der Bedarf überprüft werden. Möglicherweise stehen im Fuhrpark Fahrzeuge bereit, auf die im Notfall zurückgegriffen werden kann. Weitere Optionen sind je nach Einsatzgebiet Carsharing-Services sowie Kooperationen mit Mietwagenunternehmen. Ist das Fahrzeug zum Service oder wegen kleinerer Reparaturen in der Werkstatt, kann diese oftmals mit einem Kundenersatzfahrzeug dienen.
Bei der Wahl des Dienstwagens sind die Deutschen konsequent. Es gibt nur wenig Bewegung bei den beliebtesten Automarken, zeigt der Firmenwagenmonitor 2016 von COP CompensationPartner. Eines sei vorab gesagt: Die Deutschen bevorzugen bei den Dienstwagen deutsche Automarken.
Da mehrere Platzierungen mehrfach vergeben wurden und die Marktanteile weiterer Firmenwagen-Marken unterhalb von 1 Prozent liegen, beschränkt sich der Überblick auf die Plätze 1 bis 7.
Foto: dpaPlatz 7: Renault
Mit einem Marktanteil von 1,6 Prozent liegt Renault am unteren Ende der namentlich genannten Marken-Favoriten im Firmenwagenmonitor 2016. Renault kann im Bereich Dienstwagen eher mit seinen Vans Scénic und Escape sowie dem Kompaktlieferwagen Kangoo und dem Transporter Trafic punkten. Ansonsten spielen Renaults bei deutschen Dienstwagenfahrer kaum eine Rolle. Deshalb landet Renault im Ranking auch nur auf Platz sieben. Gemeinsam mit...
Foto: dpaPlatz 7: Seat
...der spanischen Marke des VW-Konzerns: Seat. Auch Seat kann bei der Firmenwagen-Markenwahl bislang nur sehr wenig reißen. Der Marktanteil spiegelt es wieder: ebenfalls nur 1,6 Prozent und damit ebenfalls der siebte Platz. Für Seat allerdings ein Erfolg. Denn im Vorjahr reichte es nur für Platz 11.
Foto: SeatPlatz 6: Opel
Schon deutlich mehr Prozentpunkte kann Opel vorweisen. Mit 5,5 Prozent Firmenwagenanteil landet die Marke mit dem Blitz auf dem siebten Platz. Im Vergleich zu anderen deutschen Marken allerdings ein schwaches Ergebnis.
Foto: obsPlatz 5: Ford
Knapp vor Opel platziert sich Ford im Ranking der bevorzugten Dienstwagen-Marken. 5,9 Prozent Marktanteil konnte Ford im vergangenen Jahr auf dem Konto gutschreiben.
Foto: WirtschaftsWochePlatz 4: Skoda
Ein gutes Ergebnis mit deutlichem Zuwachs liefert Skoda: Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Marke aus dem VW-Konzern 1,1 Prozentpunkte zulegen. Das bedeutet einen Firmenwagenmarktanteil von insgesamt 8,3 Prozent. Skoda liegt damit gleich auf mit...
Foto: obsPlatz 4: Mercedes
...der Marke Mercedes. Dienstwagen mit dem Stern sind mit einem Marktanteil von 8,3 Prozent demnach genauso beliebt wie die Marke Skoda. Deshalb ein geteilter vierter Platz.
Foto: dpaPlatz 3: BMW
Mit deutlichem Vorsprung zu den Viertplatzierten geht Platz drei an BMW. Satte 13 Prozent Firmenwagenmarktanteil kann die bayerische Marke vorweisen und gilt damit als drittbeliebteste deutsche Dienstwagen-Marke.
Foto: dpaPlatz 2: Audi
Nochmals fünf Prozentpunkte mehr kann Audi beim Marktanteil aufweisen: insgesamt 18,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein leichter Verlust (von 0,3 Prozentpunkten).
Foto: dpaPlatz 1: Volkswagen
Unangefochten an der Spitze mit 28,3 Prozent Marktanteil liegt Volkswagen. Gemeinsam mit den anderen Konzernmarken Audi und Skoda hat VW einen Firmenwagenmarktanteil von 55,3 Prozent.
Foto: dpaReifenservice
Bei diesem Paket ist zu prüfen, ob die wesentlichen Leistungsinhalte klar definiert sind. Dazu gehören die freie Wahl des Herstellers, die richtigen Reifengrößen sowie die entsprechenden Geschwindigkeitsindices. Ob die Winterreifen auf Stahl- oder Alufelgen montiert sind und die Kosten einer Achsvermessung enthalten sind, sollte ebenfalls überprüft werden.
Weiterer Faktor: die gesamten Kosten des Reifenservice-Pakets. In vielen Fällen kann der Reifenhändler vor Ort ein günstigeres Angebot für Reifen, Wechsel und Einlagerung bieten, als das Full-Service-Paket.
Tankservice
Dieser Service kann ein durchaus interessantes Angebot sein. Der bargeldlose Zahlungsverkehr erleichtert den Mitarbeitern die Tankvorgänge und in der Buchhaltung können sämtliche Belege einfach und schnell eingelesen und bearbeitet werden.
Aufpassen sollte man dagegen bei Ölen, Schmierstoffen und Fahrzeugwäschen. Beispielsweise können Nachfüllöle außerhalb der Werkstattaufenthalte ausschließlich über die Tankkarte des Leasinganbieters an den jeweiligen Tankstellen des entsprechenden Netzes bezogen werden.
Ein weiterer Pferdefuß ist die Klausel, dass Nachfüllöle nur bei „autorisierten“ Autohandelspartnern der Leasingfirmen bezogen werden. Das bedeutet für den Fahrer erheblich mehr Zeitaufwand und damit bares Geld. Es gibt auch Angebote, bei denen diese Leistung nicht im Wartungspaket enthalten ist und man sich somit beim Händler vor Ort versorgen kann.
Versicherungs- und Schadenmanagement
Vergleichen hilft fast immer – zumindest bei Versicherungen. Es kann durchaus sein, dass ein komplett geschnürtes Full-Service-Paket eines Leasingunternehmens auch die günstigste Versicherung anbietet. Es schadet aber nicht, bei Versicherungsagenturen mit persönlicher Betreuung vor Ort Vergleichsangebote einzuholen. Denn nicht nur der Preis ist entscheidend, sondern die Leistungen. Hier gilt ganz klar, billig ist nicht immer auch gut!
Beständigkeit, Sicherheit und zu einem gewissen Maß auch Funktionalität – das sind Werte, die laut einer Untersuchung der Ruhr-Universität Bochum (RUB) Fahrern der Mercedes C-Klasse wichtig sind. Weniger wichtig sind – wohlgemerkt im Durchschnitt – Sensorik, Performance/Sport und Aggressivität. Das gaben die Befragten in dem FAHR-Fragebogen der Bochumer Wirtschaftspsychologen an. Das ist auch ein wichtiges Indiz für Daimler, dass sie nicht nur wie bei der C-Klasse im Bild der Dynamik und Sportlichkeit unterliegen, sondern auch mit jedem Modellwechsel jene Werte stärken, die die Kundschaft schätzt – und die sie von der deutschen Konkurrenz unterscheidet.
Foto: DaimlerDenn in Punkten wie Image, Individualität und Funktionalität sind sich die Fahrer der C-Klasse und des Audi A4 sehr nahe. Doch bei den anderen zehn Faktoren gehen die Meinungen teils deutlich auseinander: Der A4-Fahrer will mehr Performance und Aggressivität. Er hat dafür ein deutlich geringeres Sicherheitsbedürfnis als der Mercedes-Fahrer. In der Summe hat der A4 aber nicht die extremste Kundschaft in der unteren Mittelklasse – sondern BMW.
Foto: AudiDie extremsten Anforderungen haben laut den RUB-Forschern die Fahrer eines BMW 3er. Bei nur einem von 13 Faktoren - der Beständigkeit - liegt der Mittelklasse-BMW zwischen dem A4 und der C-Klasse. Sonst hat der 3er jeweils den höchsten oder niedrigsten Wert. Die Funktionalität des Autos ist beim 3er am unwichtigsten, gefolgt vom Sicherheitsbedürfnis und der Gelassenheit. Egal ob Attribute wie Image, Design, Sensorik, Performance, Aggressivität, Stolz oder Faszination: Die Fahrer des 3er haben hier die höchsten Ansprüche.
Foto: BMWBeim größeren 5er sieht das aber ganz anders aus: Die Bedeutung von Image, Design und Stolz sind geblieben, trotz dem dynamischen Versprechen der Marke fällt der 5er bei Performance und Aggressivität jedoch hinter den Audi A6 zurück. Auch im Vergleich mit der Mercedes E-Klasse zeigt sich, dass der 5er-Fahrer weit weniger Schwankungen aufweist als noch die BMW-Kundschaft ein Fahrzeugsegment darunter. „Das erklärt, warum BMW die Kunden vom 3er häufig nicht auf den 5er behalten kann“, sagt Studienleiter Rüdiger Hossiep. „Die gehen eher auf einen Audi A6 oder bleiben beim 3er.“
Foto: BMWAudi hat derzeit ein Problem mit dem Design. Die einzelnen Modelle sind sich zu ähnlich und damit austauschbar geworden. Das zeigen auch die Daten der RUB-Psychologen: Hat man Audi-Fahrern noch vor einigen Jahren unterstellt, die Autos vor allem wegen des Designs zu mögen, sind für die A6-Fahrer Image und Design weniger wichtig als bei der E-Klasse oder dem 5er. Auch die Individualität ist nur unterdurchschnittlich ausgeprägt. Wichtig hingegen sind Performance und Aggressivität – an diese Werte kommt selbst nicht BMW heran.
Foto: AudiWer einen A6 fährt, wird sich künftig kaum für eine E-Klasse entscheiden – und umgekehrt. Die Werte in den RUB-Psychogrammen sind bei den beiden Baureihen beinahe gegenläufig: Ist dem A6-Fahrer etwas besonders wichtig (etwa Performance und Aggressivität), zeigen die E-Klasse-Fahrer das geringste Interesse. Messen die Mercedes-Kunden einem Wert eine hohe Bedeutung zu (etwa Beständigkeit, Funktionalität oder Sicherheitsbedürfnis), kommt der A6 jeweils auf die geringsten Werte des Premium-Trios.
Foto: DaimlerDie Daten zeigen aber nicht nur Unterschiede zwischen Marken und Modellreihen, sondern auch zwischen einzelnen Varianten einer Baureihe – zumindest, wenn sie polarisiert. Der Golf als mit Abstand meistverkauftes Auto Deutschlands lebt von seiner Durchschnittlichkeit. Dass sich das auch viele Fahrer wünschen, zeigt das RUB-Psychogramm eines Basis-Golf: Lediglich bei Beständigkeit und Funktionalität gibt es einen leicht positiven Ausschlag, bei Individualität einen leicht negativen. Ansonsten liegen Werte wie Performance, Unabhängigkeit und Stolz nahe der Gleichgültigkeit.
Foto: VolkswagenGanz anders beim GTI: Image und Design spielen hier eine Rolle, noch viel wichtiger sind allerdings Performance, Aggressivität, Stolz und Unabhängigkeit. Die Funktionalität, die beim Basis-Golf noch für einen leicht positiven Ausschlag gesorgt hat, ist dem GTI-Fahrer völlig egal. Was eine leicht andere Optik und Technik auf Basis des selben Modells alles ausrichten kann.
Foto: VolkswagenWesentliche Leistungsfaktoren, die bei einem Vergleich verschiedener Angebote im Fokus stehen sollten, sind unter anderem eine 24-Stunden-Hotline, ein kostenloser Ersatzwagen im Kaskoschadenfall, der kostenlose Hol- und Bring-Service bei einer Unfallreparatur, die Reparatur in zertifizierten Betrieben des Kfz-Handwerks. Weitere Bestandteile sind die Reparatur-Arbeiten und die Verwendung beziehungsweise Kostensituation von Ersatzteilen. Folgende Fragen sollten Sie stellen:
- Werden Aufschläge für den Bezug von Ersatzteilen erhoben?
- Werden ausschließlich Original-Teile des Fahrzeugherstellers verwendet?
- Wird nach den entsprechenden Vorgaben des Herstellers repariert?
- Welche Garantiezeiten gewährt die Werkstatt auf die durchgeführten Arbeiten?
- Nach welchem Verfahren werden Kostenvoranschläge geprüft?
- Wie hoch sind die Stundenverrechnungssätze?
Ein weiterer Ansatz zur Kostensenkung bei der Kfz-Versicherung ist die Vereinbarung einer hohen Selbstbeteiligung (mehr als 1000 Euro). Ebenfalls ist darauf zu achten, dass die Versicherungsgesellschaft einen Bonus zahlt, wenn kein Schadensfall eingetreten ist, beziehungsweise die unbürokratische Möglichkeit eines Schadenrückkaufs.
Auch ein Rabattschutz im Kfz-Versicherungsvertrag ist eine Überlegung wert. Die Hochstufung in eine zumeist wesentlich teurere Schadensfreiheitsklasse entfällt.
Fazit
Ganz klar, ein Paket mit allen wichtigen Inhalten für den Firmenfuhrpark ist eine tolle Sache. Aber leider oft mit Haken und Ösen, denn so manch wichtiger Service ist nicht enthalten oder kostet extra. Welche Leistungen tatsächlich im Einzelnen interessant sind, können unabhängige Beratungsunternehmen zusammen mit dem Flottenmanager erarbeiten.