1. Startseite
  2. Politik
  3. Ausland
  4. Südkorea: Entmachtete Ex-Präsidentin Park trotzt Vorwürfen

SüdkoreaEntmachtete Ex-Präsidentin Park trotzt Vorwürfen

Zwei Tage hat es gedauert, bis sich die bisherige Präsidentin Südkoreas zu ihrer Entmachtung äußert. In ihren Bemerkungen gibt sich Park Geun Hye eher kämpferisch. 12.03.2017 - 14:54 Uhr

Die abgesetzte bisherige Präsidentin Südkoreas, Park Geun Hye, lächelt am 12.03.2017 während sie bei der Ankunft vor ihrem Privathaus in Seoul, Südkorea, von Anhängern begrüßt wurde.

Foto: dpa

Zwei Tage nach ihrer Entmachtung hat Südkoreas bisherige Präsidentin Park Geun Hye den Vorwürfen der Korruption getrotzt. „Es mag einige Zeit dauern, aber die Wahrheit wird letztlich enthüllt“, hieß es in ihrer Erklärung, die am Sonntag von einem Parteifreund und früheren Sprecher verlesen wurde.

Zuvor verließ Park das Blaue Haus - den Amtssitz des Präsidenten - und kehrte nach mehr als vier Jahren wieder zu ihrer privaten Residenz im Süden von Seoul zurück. Am Samtag hatten Zehntausende Südkoreaner ihre Verhaftung gefordert.

Es war die erste öffentliche Äußerung der konservativen Politikerin nach ihrer Amtsenthebung durch das Verfassungsgericht am Freitag. Bei zahlreichen Anhängern, die sie jubelnd vor der Residenz empfingen, entschuldigte sich Park, dass sie die fünfjährige Amtszeit nicht beendet habe. Im Korruptionsskandal um eine langjährige Freundin hatte Park stets bestritten, in kriminelle Handlungen verstrickt zu sein.

Nach den Demonstrationen in den vergangenen Monaten, bei denen Hunderttausende noch den Rücktritt Parks gefordert hatten, feierten die Teilnehmer einer Anti-Park-Demonstration am Samstag in Seoul die Amtsenthebung. Zugleich forderten sie, dass ihr der Prozess gemacht und sie bestraft werden müsse. Nicht weit davon entfernt protestierten Anhänger Parks gegen deren Entmachtung.

Der Skandal um Parks Vertraute Choi Soon Sil hat das Land seit Monaten aufgewühlt. Im Dezember hatte das Parlament ein Amtsenthebungsverfahren gegen Park eingeleitet, am Freitag wurde sie endgültig abgesetzt. Aus Sicht der Verfassungsrichter hatte Park ihrer Freundin die Einmischung in die Regierungsgeschäfte erlaubt und ihre Macht zugunsten von Chois Interessen missbraucht. Choi soll dank ihrer Beziehungen zu Park Unternehmen genötigt haben, ihre Stiftungen und Organisationen mit Millionen zu fördern.

Nach gewalttätigen Protesten von Park-Anhängern am Freitag stieg die Zahl der Toten auf drei. Ein 74-jähriger Teilnehmer der Demonstration starb nach Berichten südkoreanischer Sender am Samstag in einem Krankenhaus. Der Mann sei während der Proteste zusammengebrochen. Am Freitag waren zwei ältere Teilnehmer ums Leben gekommen. Einer von ihnen wurde bei Zusammenstößen mit der Polizei von einem Lautsprecher getroffen, der sich von einem Polizeifahrzeug gelöst hatte.

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick