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Tag des Positiven DenkensSei doch nicht immer so schrecklich negativ

Der 13. September ist der Tag des positiven Denkens. Den Sie feiern könnten, indem Sie nicht nur das Schlechte sehen. Positiv denken ist nämlich nicht nur was für Optimisten. Es ist gut fürs Gehirn und macht glücklich.Ilona Bürgel 13.09.2017 - 09:00 Uhr

Denken Sie häufiger positiv - das tut Ihnen und Ihrem Gehirn gut.

Foto: dpa

Sie jagen von einem Termin zum nächsten und haben kaum Zeit, ein Glas Wasser zu trinken. Ein wichtiger Geschäftspartner greift Sie permanent an und verdirbt Ihnen zusätzlich die Stimmung. Sie sind am Limit - und das seit Wochen. Dann ruft Sie - als Sie gerade im Auto sitzen - Ihre Partnerin an und fragt, ob Sie heute schon gelächelt haben. Und schon knallt es.

Weil der Gestresste sich denkt: "Was soll ich denn noch alles leisten?" Wer trotz der ganzen Arbeit noch stets gut drauf sein und den steten positiven Blick auf die Welt behalten soll, gerät noch mehr unter Druck. Denn er will nicht gut drauf sein, er soll.

Von positivem Denken profitieren auch Unternehmen

Dabei bringt positives Denken - auch in wirklich stressigen Situationen - eine ganze Menge. Für die eigene Laune und für die Gesundheit. Denn gute Gefühle gleichen die Negativen in der Wirkung auf Körper und Geist aus. Wer ausgeglichen und gelassen ist, reagiert anders auf schlechte Nachrichten. Er kann sie besser relativieren und wird sich weniger aufregen. Das hilft auch im Job, wie eine Metaanalyse der amerikanischen Psychologen Sonja Lyubomirsky, Laura King und Ed Diener zeigt. Demnach sind zufriedene und glückliche Arbeitnehmer zufriedener mit ihrem Job, leiden seltener unter Burnout, sie sind zuverlässiger, kreativer und arbeiten effizienter.

Das merkt auch der Chef: Denn eine gute Stimmung im Unternehmen ist direkt korreliert mit Produktivität, weniger Fehlzeiten, weniger Fluktuation und Konflikten mit anderen Kollegen.

Mit wem wir uns im Beruf am häufigsten streiten
Je mehr ein Mensch mit einem anderen zu tun hat, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie aneinander geraten. Entsprechend gaben 37 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage "Streit - erfolgreich oder folgenreich" der IHK Frankfurt an, sich häufig mit Kollegen beziehungsweise Mitarbeitern zu streiten.
Mehr als ein Drittel gab an, sich häufig mit Führungskräften zu streiten.
Ein Viertel sagte, dass sie häufig mit der Geschäftsleitung aneinander geraten.
23 Prozent streiten sich häufig mit Kunden.
Bei 14 Prozent sind Zulieferer ein häufiger Streitgrund und -partner.
Elf Prozent streiten sich häufig mit Behörden, mit denen sie beruflich zu tun haben.
Jeweils sieben Prozent gaben an, sich mit Gesellschaftern beziehungsweise Kooperationspartnern in die Haare zu kriegen.
Nur drei Prozent geraten häufig mit Kapitalgebern und Banken aneinander.

„Negativer Stress“ dagegen kann dazu führen, dass Mitarbeiter nicht mehr nach rechts und links sehen, sondern nur noch im „Überlebensmodus“ sind. Dabei übernehmen die ältesten Gehirnareale die Führung. Es gilt: Kampf oder Flucht. In einen solchen Zustand können wir kommen, weil wir:
a) lange überlastet sind: Müdigkeit, Energielosigkeit und verlorene Lebensfreude werden durch monatelange, wenn nicht gar jahrelange Überforderung verursacht.
b) nicht genug ausgleichen: Wir könnten so viel leisten – wenn wir uns erholen würden. Die Mandelkerne, die Stressverarbeitungsstellen im Gehirn, vergrößern sich und wir regen uns immer schneller auf.
c) ein Gehirn haben, was Probleme liebt: Menschheitsgeschichtlich diente es dem Überleben, damit wir uns auf Gefahr konzentrieren. Wir relativieren nicht mehr, sehen nicht mehr, wie viel Angenehmes, Sinnvolles, Schönes es zur selben Zeit gibt.
d) Arbeit zur Droge gemacht haben: Abhängigkeit ist unter anderem dadurch gekennzeichnet dass unsere „Droge“ den wichtigsten Part in unserem Leben ausmacht, Anerkennung und Befriedigung bringt.


Negatives Denken lässt das Gehirn schneller altern

Es lohnt sich jedoch immer, einen Blick für das Positive zu haben. Und sei es nur, dass man als Angestellter ein Anrecht auf bezahlten Urlaub hat. Oder dass man gesund ist. Negative Emotionen haben auf unseren Körper nämlich einen viel schädlicheren Einfluss als gute ausgleichen können. Die kognitiven Leistungen verbessern sich bei guter Stimmung, wie der Psychiater und Wissenschaftler Emiliano Albanese von der Universität Genf heraus fand. Negatives Denken und Verhalten wie beispielsweise Aggressivität wirke sich dagegen negativ auf das Gehirn aus. Es lässt die grauen Zellen schneller altern. Deshalb geht die Positive Psychologie davon aus, dass es ein Verhältnis von mindestens 3 zu 1 von positiven zu negativen Momenten geben sollte, damit Menschen langfristig gesund und Teams erfolgreich sind.
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Wichtig ist, dass Sie sich bewusst machen, dass es beim positiven Denken nicht darum geht, die Augen vor der Realität zu schließen. Sie sollen nur versuchen, beide Seiten einer Medaille wahrzunehmen. So nutzen Sie Ihr Gehirn bestmöglich und finden auch in verzwickten Situationen gute Lösungen, anstatt wie ein Reh im Scheinwerferlicht zu verharren.

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