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Deutsche-Bank-GroßaktionärHNA erneuert Treueschwur zur Deutschen Bank

HNA reduziert seinen Anteil an der Bank um 0,7 Prozent. Gleichzeitig beteuerte der chinesische Mischkonzern aber, weiterhin zu dem Frankfurter Geldhaus zu stehen. 09.02.2018 - 12:31 Uhr

Der Deutsche Bank-Investor HNA reduziert seine Anteile.

Foto: dpa

Der umstrittene Hauptaktionär der Deutschen Bank hat seine Anteile reduziert. Gleichzeitig beteuerte der chinesische Mischkonzern HNA aber, weiterhin zu dem Frankfurter Geldhaus zu stehen. „HNA bleibt ein langfristiger Großinvestor der Deutschen Bank“, teilte ein Sprecher des österreichischen Vermögensverwalters C-Quadrat am Freitag mit, über den die Beteiligung läuft.

Die Stimmrechte sanken von 9,90 Prozent auf 9,21 Prozent, wie aus Pflichtmitteilungen vom Freitag hervorgeht. Obendrein wird der Großteil der Stimmrechte nun über Finanzinstrumente ausgeübt - nur noch 4,32 Prozent hält das Unternehmen direkt. Nach den Worten des C-Quadrat-Sprechers kann es in den kommenden Wochen zu weiteren Schwankungen kommen und dabei auch zur Berührung von Meldeschwellen, über denen Veränderungen bei Anteilen mitgeteilt werden müssen. Grund sei die „langfristige Anpassung der Finanzierungsstruktur der Beteiligung an der Deutschen Bank“.

HNA war Anfang 2017 groß bei der Deutschen Bank eingestiegen. Mit dem C-Quadrat-Gründer Alexander Schütz sitzt auch ein Vertreter der Chinesen im Aufsichtsrat des Geldhauses. Von Anfang an stand aber die Struktur und Finanzierung der Beteiligung in der Kritik. HNA hatte sich mittels Derivaten gegen Kursverluste abgesichert, was den Chinesen den Vorwurf einbrachte, die Deutsche Bank nur als Spekulationsobjekt zu sehen. Zudem stand angesichts der zahlreichen Übernahmen durch HNA die Frage im Raum, ob sich der Konzern nicht übernommen habe.

Statthalter Schütz hatte im Dezember in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ die Sorgen zu zerstreuen versucht. Er hatte die Deutsche Bank als ein „Kerninvestment für HNA“ bezeichnet. Nach dem dritten Jahresverlust in Folge ist die Aktie der Frankfurter allerdings auf den tiefsten Stand seit November 2016 gefallen. Alleine seit Jahresbeginn hat sie mehr als ein Fünftel an Wert verloren.

rtr
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