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Opel-BetriebsratEinigung im Streit über F&E-Abteilung wird schwer

Die Arbeitnehmer von Opel sehen in Sachen zentraler Forschungsabteilung wenig Chancen auf eine Verständigung mit dem Management. Die Sorgen sind groß, dass von Opel nicht viel übrig bleibt. 05.07.2018 - 11:47 Uhr aktualisiert
Foto: REUTERS

Im Streit um die Zukunft der zentralen Forschungsabteilung von Opel sehen die Arbeitnehmer wenig Chancen auf eine Verständigung mit dem Management. "Es wird schwer werden, zu einer Einigung zu kommen", sagte Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug am Donnerstag in Rüsselsheim. Nach inoffiziellen Informationen könnten bei einem möglichen Verkauf von Teilen des Entwicklungszentrums oder einer strategischen Partnerschaft 4000 Beschäftigte betroffen sein, sagte Schäfer-Klug am Donnerstag nach einer kurzfristig einberufenen Betriebsversammlung in Rüsselsheim, zu der die Unternehmensleitung nicht gekommen war. Opel-Chef Michael Lohscheller habe ihm dazu am Telefon gesagt, es gebe noch nichts Konkretes.

Die Beschäftigten befürchteten einen Ausverkauf. „Es gibt die Angst, dass die Marke Opel diese Operation, wenn sie kommen würde, nicht überlebt.“ Dies sei eine schwere Belastung für die Belegschaft zu Beginn der dreiwöchigen Werksferien. „Das Herzstück von Opel ist die Entwicklung“, betonte Schäfer-Klug. Im Entwicklungszentrum arbeiten aktuell rund 7000 Beschäftigte. Nach einem Zeitungsbericht denkt der französische Mutterkonzern PSA, der Opel vor einem knappen Jahr übernommen hatte, sogar über einen Teilverkauf nach. Schäfer-Klug nannte es illusorisch, dies bis zum Jahresende hinzubekommen.

„Wir wissen aber, dass Papiere vorliegen, die klar dokumentieren, wie fortgeschritten die Gespräche sind, und dass die Geschäftsleitung hier offensichtlich bewusst nur die halbe Wahrheit oder die Unwahrheit sagt“, sagte Schäfer-Klug. Offensichtlich werde versucht, hinter dem Rücken der Gewerkschaft und des Betriebsrats Tatsachen zu schaffen. „Die Belegschaft ist ziemlich kämpferisch aufgestellt.“

Der Betriebsrat werde sich mit der Frage der strategischen Partnerschaft nach den Werksferien und dem Abschluss des Tarifvertrags befassen, mit dem Eckpunkte eines Sanierungsplans für Opel festgezurrt werden sollen. Schäfer-Klug ging davon, "dass wir es diese Woche schaffen zu unterschreiben". Die Ende Mai getroffenen Vereinbarungen zum Kündigungsschutz "werden von unserer Seite nicht aufgekündigt - trotz allem Ärger".

rtr, dpa
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