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Firmengründer ist rausGerry Weber ohne Gerhard Weber

Firmengründer Gerhard Weber, der das Modeimperium aus der westfälischen Provinz 1973 mit seinem Partner Udo Hardieck gegründet hatte, ist nicht mehr am Unternehmen beteiligt. 07.11.2019 - 13:21 Uhr

Gerhard Weber verlässt das 1973 von ihm gegründete Modelabel Gerry Weber.

Foto: dpa/dpaweb

Der angeschlagene Modehersteller Gerry Weber hat einen weiteren wichtigen Schritt bei seiner Neuaufstellung vollzogen. Gemäß dem Insolvenzplan seien die Altaktionäre im Zuge eines sanierenden Kapitalschnitts entschädigungslos aus dem Unternehmen ausgeschieden, teilte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag mit.

Alleinige Eigentümer von Gerry Weber seien nun die Finanzinvestoren Robus Capital und Whitebox. Sie werden dem Unternehmen bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Das Geld soll sowohl zur Fortführung des Betriebes als auch zur Entschädigung der Gläubiger dienen.

Auch Firmengründer Gerhard Weber, der das Modeimperium aus der westfälischen Provinz 1973 mit seinem Partner Udo Hardieck gegründet hatte, ist somit nicht mehr am Unternehmen beteiligt. Weber hatte nach Firmenangaben noch im April direkt und indirekt knapp 30 Prozent der Gerry-Weber-Aktien besessen und über Jahrzehnte dessen Stil geprägt.

Modekonzern

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von Annina Reimann

Das Modeimperium steckt seit Jahren in der Krise. Der Konzern litt zuletzt nicht nur unter dem Rückgang der Kundenfrequenzen in den Innenstädten und dem Siegeszug des Onlinehandels. Auch eigene Fehler, vor allem hohe Investitionen in ein eigenes Ladennetz, machten dem Unternehmen schwer zu schaffen. Ende Januar musste der Konzern Insolvenz in Eigenverwaltung anmelden.

Doch Gerry Weber hat durch den Einstieg der Finanzinvestoren mittlerweile wieder eine Zukunftsperspektive. Sachwalter Stefan Meyer rechnet damit, dass das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung noch in diesem Jahr aufgehoben und die Sanierung außerhalb des Insolvenzverfahrens abgeschlossen werden kann. Gerry Weber mit immer noch mehr als 3600 Arbeitsplätzen könne so in seinen Kernstrukturen erhalten bleiben, sagte er vor einigen Wochen.

dpa
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