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Geimpftes Corona-DepotDer Hoffnungslauf geht weiter

Trotz bisher wenig ermutigender Neuigkeiten zur Coronavirus-Pandemie sind die Aktienmärkte am Montag wieder gestiegen. Auch das geimpfte Depot legt deutlich zu.Georg Buschmann 30.03.2020 - 19:39 Uhr
Foto: dpa

59.400 – so viele Neuinfizierte Coronavirus-Patienten meldete die Johns-Hopkins-Universität für Sonntag weltweit. Immerhin ist das ein leichter Rückgang im Vergleich zu den beiden Vortagen. Eine echte Trendwende indes sieht anders aus. Gerade in den USA steigt die Zahl der Infizierten weiterhin schnell an. Pläne, bald wieder zur wirtschaftlichen Normalität zurückzukehren, die der US-Präsident noch vergangene Woche öffentlich machte, hat er am Sonntag kassiert und radikal umgeschwenkt. Nun spricht er davon, die Zahl der Toten auf 100.000 zu begrenzen, sei schon ein Erfolg. Maßnahmen wie soziale Distanzierung hat er nun bis Ende April verlängert.

Dass die Aktienmärkte trotzdem am Montag an ihre Erholung aus der Vorwoche anknüpften, mag insofern erstaunen. Allerdings sehen es womöglich auch Investoren positiv, dass der US-Präsident sich den Realitäten der Pandemie beugt. Wichtige US-Indizes sowie der Weltaktienindex MSCI World jedenfalls gewannen am Montag, anders als zu Beginn der Vorwochen, deutlich dazu. Auch der deutsche Aktienindex Dax schloss den Handelstag mit einem Plus von knapp zwei Prozent ab. Das geimpfte WiWo-Depot legte deutlicher zu und gewann in etwa im Gleichklang mit dem MSCI World um 3,5 Prozent. Insgesamt stehen nun gut neun Prozent Plus seit Start zubuche.

Krisenfest und aussichtsreich

Das geimpfte Depot zur Corona-Krise

von Georg Buschmann

Was lief gut?

Die Aktien der Wohnimmobilienkonzerne Vonovia und LEG konnten nach der schwächeren Handelswoche zuletzt deutlich zulegen und zählten in ihren Indizes Dax (Vonovia) beziehungsweise MDax (LEG) zu den stärksten Werten. Investoren im Immobiliensektor scheinen sich vermehrt Anbietern von Wohnungen zuzuwenden; zulasten von Büro- und Gewerbeimmobilien. Seit zahlreiche Händler angekündigt haben, die Mietzahlungen aufgrund der erzwungenen Geschäftsschließungen auszusetzen, macht sich hier Angst breit. Bei Wohnimmobilien dürfte das Ausfallrisiko um Einiges geringer sein. Das hilft sowohl Vonovia als auch LEG, die nur Wohnimmobilien im Bestand haben.

Was lief schlecht?

Anders sieht es beim Schweizer Gewerbeimmobilienspezialisten Swiss Prime Site aus. „Wir haben zahlreiche Gesprächsanfragen seitens Mietern. Wir arbeiten diese einzeln und individuell ab, um ihnen bei der Bewältigung dieser Krise helfen zu können“, schrieb ein Sprecher vergangenen Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Im Fokus stünden zeitlich befristete Stundungen der Miete. Positiv ist, dass der Konzern mit 44 Prozent Eigenkapitalquote zumindest bilanziell so gut aufgestellt ist, dass er etwaige Mietausfälle und Abschreibungen verkraften könnte. Hält die Krise indes länger an als bislang gedacht, dürfte die Aktie noch einmal stark korrigieren. Anleger können sich mit einem Stoppkurs etwa auf dem Niveau der Höchstkurse von 2015, 2016 und 2018 bei 80 Euro dagegen absichern.

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