1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Industrie
  4. Nach Corona-Schock: VW stoppt Pläne für neues Werk in der Türkei

Nach Corona-SchockVW stoppt Pläne für neues Werk in der Türkei

Mit der Coronakrise ist der Absatz von Volkswagen eingebrochen. Mit einer schnellen Erholung rechnet man offenbar nicht. Pläne für ein neues Werk wurden gestoppt. 01.07.2020 - 12:02 Uhr

Die schwankende Währung bereitet vielen Unternehmern in dem Land wachsende Sorgen.

Foto: dpa

Der VW-Konzern stoppt die Pläne für den Bau eines neuen Werks in der Türkei. „Hintergrund ist der durch die Corona-Krise erfolgte Einbruch der globalen Automobilnachfrage“, erklärte das Unternehmen am Mittwoch in Wolfsburg. Das Projekt für die Fabrik in Manisa bei Izmir war eigentlich so gut wie beschlossen, hatte aber zuletzt auf Eis gelegen.

„Der Aufbau zusätzlicher Kapazitäten ist daher aus heutiger Sicht nicht notwendig“, erklärte VW. Der Konzern hatte die Milliarden-Investition nach der türkischen Militäroffensive im angrenzenden Syrien im Herbst pausiert und die Entscheidung später mehrfach verschoben. Als erstes hatte die „Automobilwoche“ darüber berichtet. Die Türkei bestätigte die Absage von VW für das Werk.

Das Magazin berichtete außerdem, statt in der angedachten Fabrik in Manisa nahe Izmir in Westanatolien wolle VW den Mittelklassewagen Passat und den baugleichen Skoda Superb in der slowakischen Fabrik Bratislava bauen. Dafür wolle VW zusätzliche Investitionen von einer halben Milliarde Euro bereitstellen. Dazu äußerte sich VW nicht.

Die bisherigen Fertigungsstandorte dieser Modelle in Emden und Kvasiny sollen früheren Informationen zufolge neue Modelle bekommen - Emden wird auf E-Autos umgestellt, das tschechische Skoda-Werk soll künftig SUV bauen.

Ursprünglich hatte der Konzern für rund eine Milliarden Euro in Manisa ein Mehrmarkenwerk mit einer Jahreskapazität von 300.000 Fahrzeugen und rund 4000 Beschäftigten hochziehen wollen. Ende 2020 sollte mit dem Bau begonnen werden, der Produktionsstart wäre dann für 2022 vorgesehen gewesen.

Im Sommer hatte VW-Vorstandschef Herbert Diess Verhandlungen mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan geführt. Auch Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte sich Berichten zufolge im Juli 2019 mit türkischen Gewerkschaftern getroffen und anschließend grünes Licht gegeben.

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick