Spezialchemiekonzern: Lanxess-Chef Mathias Zachert bekräftigt gesenkte Jahresprognose
Aufgrund der Folgen durch die Coronakrise rechnet der Konzern mit einem um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 800 bis 900 Millionen Euro.
Foto: ReutersDer Spezialchemiekonzern Lanxess hält an seiner im Mai abgegeben Jahresprognose fest. „Wir haben ein Auftragsbuch von zwei Monaten und damit eine gewisse Klarheit“, sagte Firmenchef Matthias Zachert der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagausgabe).
„Deshalb kann ich jetzt, im Juli, unsere Prognose noch mal bestätigen. Es gibt gegenwärtig keinen Grund, sie zu hinterfragen.“ Das Jahr sei aber noch lang und Corona habe schon viele Überraschungen gebracht, schränkte der Manager ein.
Besonders belastet Lanxess die Schwäche der Automobilindustrie. Hier rechnet Zachert kurzfristig nur mit einer graduellen Erholung. „Es wird noch bis 2023/2024 dauern, bis man wieder auf dem Niveau von 2018 ist“, sagte der Manager.
Stellenstreichungen seien derzeit aber kein Thema. Wenn das Geschäft längerfristig und tiefergehend beeinträchtigt werde, müsse man aber sicher neu denken.