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GewerbeimmobilienLondoner Büros könnten wegen Corona acht Prozent an Wert einbüßen

Die Pandemie senkt die Nachfrage nach Büroflächen. In zentraler Londoner Lage könnten Büros laut einer Studie dieses Jahr rund acht Prozent an Wert verlieren. 09.09.2020 - 14:23 Uhr

Im kommenden Jahr dürften sich die Bewertungen in Londoner Toplagen wieder stabilisieren.

Foto: dpa

Die kurzfristige Nachfrage nach Büroflächen sei zurückgegangen, da die Mitarbeiter vieler Unternehmen nach dem Lockdown immer noch von zu Hause aus arbeiten, sagte Simon Wallace, Co-Leiter Research und Strategie für Alternative Investments bei der DWS Group. Dies werde in den teuersten Lagen der britischen Hauptstadt die Mieten wahrscheinlich um rund acht Prozent drücken und die Renditen der Anleger schmälern. „Viele Unternehmen dürften erst einmal abwarten, bevor sie Flächen anmieten“, sagte Wallace in einem Telefoninterview.

Nach den pandemiebedingten Büroschließungen kehren die Arbeitnehmer in den europäischen und amerikanischen Finanzzentren allmählich an ihre Arbeitsplätze zurück. Die britische Regierung hat die Menschen ermutigt, wieder in die Büros zu gehen. Trotzdem arbeiten viele aus Angst vor einer zweiten Infektionswelle und Bedenken hinsichtlich der Sicherheit in den öffentlichen Verkehrsmitteln weiterhin von zu Hause aus.

Nächstes Jahr dürften sich die Bewertungen in Londoner Toplagen stabilisieren, bevor sie 2022 wieder steigen, erwartet Wallace. Dazu trage bei, dass es in der City nur wenige Entwicklungsprojekte gebe und die Renditen bei Büroimmobilien immer noch besser seien als bei Bonds, sagte er.

„Wenn man sich die Bepreisung in London im Vergleich zu anderen Teilen Europas und insbesondere im Vergleich zu Staatsanleihen anschaut, dann sieht das sehr attraktiv aus“, so Wallace.

Bei britischen Gewerbeimmobilien erwartet die DWS auf Sicht von fünf Jahren die besten Renditen im Segment Logistik, gefolgt von Mietwohnungen. Einzelhandelsimmobilien dürften dagegen weiterhin das Schlusslicht bilden, schrieb der Asset Manager in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie.

bbg
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