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GesundheitsbrancheDialysetochter FMC bremst Fresenius

Der Gesundheitskonzern Fresenius leidet unter der Pandemie. Der Konzerngewinn ist im abgelaufenen Geschäfts deutlich zurückgegangen, das Dialysegeschäft von FMC schwächelt. 23.02.2021 - 08:04 Uhr

Das Dialysegeschäft des Konzerns läuft schlecht.

Foto: dpa

Der Gesundheitskonzern Fresenius kämpft mit Gegenwind durch die Corona-Pandemie. Nach einem Gewinnrückgang im vergangenen Geschäftsjahr stellt sich das Unternehmen für 2021 auf keine großen Sprünge ein. Im Vergleich zum Vorjahr werde eine mindestens in etwa stabile Entwicklung des währungsbereinigten Konzernergebnisses erwartet, teilte Fresenius am Dienstag mit.

Bremsklotz ist dabei die Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC): Ohne Berücksichtigung der Ergebnisentwicklung von FMC dürfte das währungsbereinigte Konzernergebnis im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich wachsen. Beim Umsatz werde mit einem währungsbereinigten Anstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet.

2020 legte der Umsatz von Fresenius um zwei Prozent auf 36,3 Milliarden Euro zu, währungsbereinigt war es ein Plus von fünf Prozent. Das Konzernergebnis schrumpfte bereinigt um drei Prozent auf 1,796 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen gleichwohl eine vier Cent höhere Dividende von 88 Cent je Aktie erhalten.

Bei FMC stand 2020 zwar ein Umsatzwachstum von zwei Prozent auf 17,86 Milliarden Euro zu Buche. Der Konzerngewinn sank allerdings um drei Prozent auf 1,16 Milliarden Euro, im vierten Quartal betrug der Rückgang 48 Prozent. Die Coronakrise wird auch im laufenden Jahr zu einem Gewinneinbruch von bis zu 25 Prozent führen. Denn wegen der Pandemie sterben immer mehr Dialysepatienten von FMC an Covid-19.

Fresenius-Chef Stephan Sturm geht davon aus, dass es erst in der zweiten Jahreshälfte zu einer spürbaren Verbesserung der Rahmenbedingungen in den wesentlichen Märkten des Unternehmens kommen wird. Angesichts der anhaltenden Unsicherheiten will er gegensteuern, um die mittelfristigen Ziele bis 2023 zu sichern. Geplant sind „Maßnahmen zur Effizienzsteigerung“ sowie zur dauerhaften Kostensenkung.

Zugleich sollen wachsende Bereiche ausgebaut und das Portfolio verbessert werden. Davon verspricht sich Sturm Ergebnisverbesserungen von jährlich mindestens 100 Millionen Euro bis 2023. Es fallen dafür allerdings auch erhebliche Aufwendungen in ähnlicher Größenordnung an. Die mittelfristigen Ziele bekräftigte Sturm.
Mehr: Ärzte lehnen Impfpflicht für Klinikpersonal ab

rtr
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