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Deutsche BahnBahn-Vorstände erhalten nach Vertragsverlängerung auch mehr Gehalt

Rund zehn Prozent mehr Fixgehalt sollen die Bahn-Vorstände bekommen. Wegen der Coronakrise soll die Erhöhung jedoch ein Jahr ausgesetzt werden. 19.03.2021 - 14:05 Uhr

Der Konzern muss wegen Einbußen in der Coronakrise sparen.

Foto: dpa

Bei der Deutschen Bahn stehen Vertragsverlängerungen für Konzernchef Richard Lutz sowie zwei weitere Vorstände an - damit einher gehen mit einem Jahr Verzögerung auch um zehn Prozent höhere Fixgehälter.

Der Aufsichtsrat muss kommende Woche noch offiziell über die Vertragsverlängerungen von Lutz, Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla sowie Personenverkehrsvorstand Berthold Huber abstimmen. Die Verträge laufen im März 2022 aus und sollen dann verlängert werden. Ein Jahr später, im März 2023, erhöhe sich auch ihr Fixgehalt, hieß es am Freitag aus Aufsichtsratskreisen.

Die Erhöhung ist demnach vertraglich festgelegt, soll aber aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten in der Corona-Krise um ein Jahr ausgesetzt werden. Zunächst hatte der „Spiegel“ darüber berichtet. Lutz erhielte dann 990.000 Euro statt bisher 900.000 pro Jahr. Bei Pofalla und Huber erhöhe sich das Gehalt um jeweils 65.000 Euro auf jährlich 715.000 Euro.

Die Bahn muss aufgrund der hohen Einbußen in der Corona-Krise sparen, auch beim Personal. Mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hatte sich der Konzern deshalb für das laufende Jahr auf eine Nullrunde bei den Gehältern geeinigt.

Im November kündigte die Bahn an, auch die Bezüge von rund 5500 leitenden Angestellten und außertariflich Beschäftigten in diesem Jahr nicht zu erhöhen; diese Mitarbeiter erhalten einen Teil ihrer Bezüge in Form einer Erfolgsbeteiligung.

Im Gegenzug für staatliche Hilfe hatte die Bahn schon zusagen müssen, dass der Konzernvorstand für 2020 keine varibale Vergütung erhält, die in der Regel zum Fixgehalt hinzukommt. Die EVG kündigte an, möglichen Anträgen auf Boni für etwa 70 Top-Manager des Staatskonzerns im Aufsichtsrat nicht zuzustimmen.

Mehr: Ab dem 1. April will die Deutsche Bahn Mitglieder von GDL und EVG unterschiedlich bezahlen. Für einige Lokführer könnte das massive Folgen haben.

dpa
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