1. Startseite
  2. Politik
  3. Deutschland
  4. CDU bestätigt: Russische Hacker attackierten im Mai 2020 Mitgliedernetzwerk der CDU

Partei bestätigtRussische Hacker attackierten im Mai 2020 Mitgliedernetzwerk der CDU

Russische Hacker, die auch für den dortigen Geheimdienst tätig sein sollen, verschafften sich im vergangenen Jahr Zugang zu einem Webserver der CDU.Melanie Bergermann 10.06.2021 - 11:00 Uhr

Die CDU-Bundesgeschäftsstelle Berlin

Foto: imago images

Die Hacker wollen dabei auch Einblick in interne, persönliche Daten von registrierten CDU-Mitgliedern genommen haben. Das berichtet die WirtschaftsWoche in ihrer aktuellen Ausgabe. Die CDU bestätigt, dass es die Hackerattacke gab, hat nach eigenen Angaben jedoch bislang keine Kenntnis davon, dass dabei auch auf personenbezogene Daten zugegriffen wurde. Sie informierte den Verfassungsschutz, das Bundeskriminalamt (BKA), die Staatsanwaltschaft Berlin und vorsorglich die Datenschutzbehörden.

Das BKA teilt mit, ihm sei der Fall bekannt und verweist auf ein laufendes Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Berlin. Die Staatsanwaltschaft Berlin war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Anhand der Dokumentation, die die Hacker zu ihrer Arbeit erstellt haben, lässt sich nachvollziehen, dass sie den CDU-Account des Bundesgeschäftsführers Stefan Hennewig kaperten, ihm Administrator-, also weitreichende Zugriffs-Rechte übertrugen und so in das System kamen. Jürgen von Meer, Geschäftsführer der Union-Betriebsgesellschaft, welche unter anderem für die IT der Partei zuständig ist, sagt: „Die Hacker haben nur Zugriff auf das Mitgliedernetzwerk CDUplus gehabt.“ Sensible interne Daten längen auf einem anderen Server.

Attacke auf CDU-Server

Grüße aus Moskau

von Melanie Bergermann und Volker ter Haseborg

Zwei Mitglieder der Hackergruppe sagen, sie hätten im großen Stil Daten stehlen, manipulieren und stehlen können, hätten aber nichts dergleichen getan. Einer von ihnen will den Vorfall mittlerweile über einen Mittelsmann dem Verfassungsschutz gemeldet haben. Der Verfassungsschutz äußert sich hierzu nicht.

Dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind in den vergangenen zwölf Monaten fünf gezielte Attacken auf Parteien, Abgeordnete und parteinahe Stiftungen bekannt geworden. Das BSI warnt davor, dass es in diesem Jahr mehr werden könnte. „Wir befinden uns in einem Superwahljahr. Pandemiebedingt finden zahlreiche Veranstaltungen und Treffen virtuell statt“, sagt eine Sprecherin. „Nicht nur Parteizentralen und Spitzenkandidaten könnten daher attraktive Ziele für Cyberspionageangriffe sein.“

Den vollständigen Artikel lesen WirtschaftsWoche-Abonnenten hier.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick