Nivea: Beiersdorf bleibt von Konsumschwäche verschont – Umsatz steigt kräftig
Für das zweiten Halbjahr erwartet Konzernchef Warnery härtere Widerstände.
Foto: BeiersdorfDie Kaufzurückhaltung vieler Verbraucher und steigende Kosten hinterlassen beim Kosmetikhersteller Beiersdorf bisher kaum Spuren. Der Dax-Konzern steigerte Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr und bestätigte seinen Geschäftsausblick für 2022.
Demnach sollen die Erlöse organisch am oberen Ende des mittleren einstelligen Bereichs wachsen. Der mittlere Bereich entspricht nach Lesart des Unternehmens einer Spanne zwischen vier und sechs Prozent. Die operative Rendite soll wie angekündigt auf dem Niveau des Vorjahres von 13 Prozent liegen.
„2022 war für uns bisher ein erfolgreiches Jahr“, zog Konzernchef Vincent Warnery am Donnerstag Zwischenbilanz. In einem zunehmend herausfordernden Umfeld sei Beiersdorf auch im zweiten Quartal dynamisch gewachsen. Dadurch seien die höheren Rohstoff- und Transportkosten gedämpft worden. Für das zweiten Halbjahr erwartet Warnery allerdings einen stärkeren Gegenwind.
Der Umsatz wuchs seit Jahresbeginn organisch um 10,5 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Dabei legte die Consumer-Sparte mit Marken wie Nivea, Eucerin und Labello stärker zu als die kleinere, aber hochprofitable Klebstofftochter Tesa. Während der Bereich für Konsumartikel eine Rendite von 15,1 Prozent erreichte, schaffte Tesa ohne Sondereffekte eine Marge von 19,1 Prozent.