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IndustriekonzernGeneral Electric senkt nach Gewinneinbruch Prognose – Aktie fällt

Wegen schwacher Entwicklung bei den Erneuerbaren und Lieferschwierigkeiten muss der Mischkonzern seine Jahresprognose senken. Vor der Aufspaltung kommt damit ein Sparprogramm. 25.10.2022 - 16:45 Uhr

Rund 20 Prozent der Jobs würden gestrichen, sagte GE-Chef Culp am Dienstag. 2024 solle das Geschäft profitabel arbeiten.

Foto: Reuters

Lieferkettenprobleme und eine Schwäche im Geschäft mit erneuerbaren Energien setzen General Electric (GE) zu. Das US-Industriekonglomerat musste im dritten Quartal einen Gewinneinbruch um ein Fünftel auf 1,06 Milliarden Dollar hinnehmen und stutzte seine Jahresprognose. Wie der vor der Aufspaltung stehende Konzern am Dienstag mitteilte, erwartet er in diesem Jahr nur noch einen Gewinn je Aktie von 2,40 bis 2,80 Dollar, bisher hatte GE 2,80 bis 3,50 Dollar in Aussicht gestellt.

Vorbörslich brachen die Aktien um bis zu sieben Prozent ein, zur Eröffnung der Wall Street lag das Minus nur bei 1,5 Prozent. Die Anleger honorierten offenbar, dass GE aus dem Geschäft deutlich mehr Geld zufloss als erwartet – 1,19 Milliarden Dollar Cash-flow wies der Konzern im dritten Quartal aus. Im vierten Quartal werde der noch deutlich höher liegen, kündigte GE-Chef Larry Culp an.

General Electric bietet eine breite Palette von Industriegütern - von Triebwerken für Flugzeuge, Gasturbinen, Windrädern und Atomreaktoren bis hin zu Medizintechnik wie Computertomographen – und kämpft mit hohen Frachtkosten, steigenden Rohstoffpreisen und Lieferkettenproblemen, die die pünktliche Auslieferung an die Kunden erschweren. Hier gebe es Anzeichen für eine Entspannung, erklärte GE.

Dazu kommt eine schwache Entwicklung bei erneuerbaren Energien, weil steuerliche Vorteile in den USA auslaufen und für Unsicherheit sorgen. Der Konzern musste 500 Millionen Euro an Garantien und Rückstellungen für das Geschäft bilden, in dem GE im Gesamtjahr rund zwei Milliarden Euro Verlust erwartet. Ein Sparprogramm mit Stellenstreichungen im Geschäft mit Windkraft an Land (onshore) ist schon aufgelegt, das soll 500 Millionen Dollar Einsparungen pro Jahr bringen. Rund 20 Prozent der Jobs würden gestrichen, sagte GE-Chef Culp am Dienstag. 2024 solle das Geschäft profitabel arbeiten.

Das Luftfahrtgeschäft mit Großkunden wie Airbus und Boeing läuft dagegen gut, GE erwartet hier mehr als 20 Prozent Wachstum. Vor gut einem Jahr hatte der Traditionskonzern mit einer bald 130jährigen Geschichte angekündigt, sich bis 2024 in drei eigenständige Unternehmen aufzuspalten und damit dem Erzrivalen Siemens zu folgen, der die Medizintechnik (Siemens Healthineers) an die Börse gebracht und die Energietechnik (Siemens Energy) ausgegliedert hat. Einst galt GE als Musterbeispiel eines erfolgreichen Mischkonzerns, doch am Kapitalmarkt werde fokussierte Firmen inzwischen höher bewertet als große Konglomerate.

Mehr: Siemens Gamesa baut 2900 Stellen ab

rtr
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