Der Ursprung meiner Karriere: Arved Fuchs: „Dass ich diese Naturlandschaften erlebt und überlebt habe, ist ein Privileg“
Arved Fuchs: „Ich habe das Leben immer als eine große Möglichkeit gesehen. Zögern und Zaudern war nie meine Art. Keine unnötigen Sorgen – mach einfach!“
Foto: Privat1. Lehrjahre
Schon als Kind hatte ich ein Faible für Abenteuer, das Meer, das Eis. Ich verschlang die Bücher des Polarforschers Fridtjof Nansen, die Karl-May-Romane, lauschte den Geschichten meines Onkels, der zur See fuhr. Wir wohnten ländlich in Schleswig-Holstein, ich spielte meist draußen, kletterte auf Bäume, lernte Schwimmen in der Nordsee bei den Großeltern auf Sylt. In der Natur fühlte ich mich aufgehoben.
2. Wanderjahre
Nach dem Studium reiste ich in die Wildnis von Kanada, Borneo, Grönland. Die Polarwelt faszinierte mich. 1980 flog ich darum ins nördlichste Dorf Kanadas. Ich reparierte den Dieselgenerator der Inuits – und durfte bleiben. Sie lehrten mich den Umgang mit Schnee, Eis, Kälte. Drei Jahre später durchquerten wir in 70 Tagen Grönland. Per Hundeschlitten – die schönste Art, im Winter zu reisen.
Ein Interview mit Arved Fuchs lesen Sie hier: „Vor der Polarstation hat man uns an der Tür abgewiesen“
3. Wunderjahr
1989 – das herausragende Jahr. Erst die Expedition zum Nordpol, 55 Grad unter Null. Brichst du durch das dünne Eis, war es das. Ein paar Monate später dann zum Südpol und einmal quer durch die Antarktis. Insgesamt waren das 4000 Kilometer auf Skiern, immer mit dem Schlitten im Schlepptau. Dass ich alle diese Naturlandschaften erlebt und überlebt habe, ist für mich ein Privileg.