Uniper-Hauptversammlung: „Wollen Uniper rasch als eigenständige Firma in privaten Händen“
Das Uniper-Logo ist vor dem Hauptquartier in Düsseldorf zu sehen.
Foto: REUTERSDer in der Energiekrise verstaatlichte Versorger Uniper will bald wieder in privaten Händen sein. „Unser Ziel ist es, Uniper als eigenständiges Unternehmen möglichst rasch wieder in überwiegend private Hände zu geben“, sagte Finanzchefin Jutta Dönges in ihrer am Mittwoch veröffentlichten Rede zur Hauptversammlung am 24. Mai. Der Bund hatte sich gegenüber der Europäischen Union verpflichtet, bis Ende des Jahres einen Weg zur Zurückführung seiner Beteiligung an Uniper auf 25 Prozent plus eine Aktie aufzuzeigen. „Dazu werden wir in den nächsten Monaten unsere Vorstellungen einbringen“, sagte Dönges. Aktuell hält der Bund rund 99 Prozent an dem Unternehmen.
Der Düsseldorfer Versorger war im vergangenen Jahr in Schieflage geraten, weil er nach dem Ausfall Russlands als Gaslieferant Ersatzgas teuer einkaufen musste, um seine Verpflichtungen gegenüber den Kunden zu erfüllen. Nach Milliardenhilfen hatte der Bund Uniper schließlich übernommen.
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