Energie: Rumänische OMV-Tochter Petrom entdeckt neue Öl- und Gasvorkommen
Eine Tochter des Energieunternehmens aus Österreich hat in Rumänien ein größeres Ölvorhaben gefunden.
Foto: IMAGO/Volker PreußerDie mehrheitlich zum Wiener Öl- und Gaskonzern OMV gehörende rumänische Petrom ist im Süden des Landes auf bedeutende Erdöl- und Erdgasfelder gestoßen. Das entdeckte Vorkommen von über 30 Millionen Barrel Öläquivalent (boe) würde etwa drei Viertel der Gesamtproduktion des Vorjahres entsprechen, teilte Petrom am Dienstag mit. Dies sei der größte Erdölfund des Unternehmens seit Jahrzehnten.
Die Explorationsbohrungen, in die Petrom eigenen Angaben zufolge rund 20 Millionen Euro investiert hat, erfolgten in drei Gebieten. Die größte Entdeckung sei im Gebiet Verguleasa gemacht worden, das sich in der Nähe der bestehenden Produktion befindet. „Die neuen Entdeckungen werden dazu beitragen, den Rückgang unserer Produktion zu verringern und die Versorgung der Wirtschaft mit wichtigen Produkten aufrechtzuerhalten“, sagte der für den Geschäftsbereich Exploration & Produktion zuständige Petrom-Vorstand Cristian Hubati.
Die Funde kommen zu einem Zeitpunkt, zu dem sich der österreichische Konzern auf eine finale Investitionsentscheidung für das Gas-Projekt Neptun im Schwarzen Meer vorbereitet. OMV-Chef Alfred Stern kündigte an, bis Mitte des Jahres eine Entscheidung über das insgesamt rund vier Milliarden Euro schwere Projekt zu treffen. Erstes Gas könnte vier Jahre später fließen.
An dem politisch lange verzögerte Projekt, das mehr Unabhängigkeit von russischen Gaslieferungen bringen soll, ist zur Hälfte auch die teilstaatliche rumänische Romgaz beteiligt. Das Potential schätzt die OMV Petrom auf 50 Milliarden Kubikmeter Gas. Die Plateau-Produktion wird für das Unternehmen mit 70.000 Barrel pro Tag erwartet. Als wichtiges Entscheidungskriterium für das Neptun-Projekt galten zuletzt neue Steuergesetze im Land.