1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. IT
  4. Nokia will nach Umsatz-Einbruch bis zu 14.000 Jobs streichen

MobilfunkausrüsterNokia will nach Umsatz-Einbruch bis zu 14.000 Jobs streichen

Nokia kündigt ein Sparprogramm an, bei welchem bis zu 14.000 Stellen wegfallen sollen. Grund ist eine schwache Nachfrage, vor allem in den USA. 19.10.2023 - 11:10 Uhr

Eine Umsatz-Flaute zwingt Nokia zum Sparen

Foto: via REUTERS

Mit einem Abbau von bis zu 14.000 Arbeitsplätzen reagiert der finnische Mobilfunkausrüster Nokia auf die schwache Nachfrage. Nach einem überraschend kräftigen Umsatzeinbruch im dritten Quartal tritt Nokia-Chef Pekka Lundmark damit auf die Kostenbremse.

Bis 2026 will der Manager nun zwischen 800 Millionen und 1,2 Milliarden Euro sparen. „Nokia geht davon aus, dass das Programm schnell umgesetzt wird mit Einsparungen von mindestens 400 Millionen Euro 2024 und weiteren 300 Millionen Euro 2025“, erklärte der Konzern am Donnerstag. Die Einsparungen sollten dazu führen, dass Nokia dann statt der bisher 86.000 Mitarbeiter nur noch zwischen 72.000 und 77.000 Beschäftigte habe.

Der Nettoumsatz auf vergleichbarer Basis fiel im dritten Quartal auf 4,98 Milliarden Euro von 6,24 Milliarden Euro im Vorjahr. Von LSEG befragte Analysten hatten mit 5,67 Milliarden Euro gerechnet. Vor allem der Verkauf von Ausrüstung für den Mobilfunkstandard 5G sei in Märkten wie Nordamerika schleppend gelaufen. Auf dem wichtigsten Markt des Unternehmens zeigte sich die Abwärtsspirale besonders deutlich. In Nordamerika sei der Nettoumsatz um 40 Prozent eingebrochen, räumte Nokia-Chef Lundmark ein. „Während unsere Umsätze im dritten Quartal belastet waren von der anhaltenden Unsicherheit, rechnen wir für das vierte Quartal mit einer normaleren saisonalen Verbesserung für unser Netzwerkgeschäft“, sagte der Manager.

Lundmark lehnte es ab, weitere Details zu den bevorstehenden Stellenstreichungen zu nennen. Das Management müsse zunächst die Arbeitnehmervertreter konsultieren. Er wolle jedoch die Bereiche Forschung und Entwicklung schützen. Trotz der Maßnahmen hält der Nokia-Chef am Ausblick für das Gesamtjahr fest. „Wir glauben weiterhin an den mittel- bis langfristigen Markt, aber wir werden nicht abwarten und beten, dass sich der Markt in absehbarer Zeit erholen wird“, sagte er. Knackpunkt sei ein Mangel an schnelleren Mid-Band-Geräten. Nur ein Viertel aller 5G-Basisstationen außerhalb Chinas verfügten derzeit über diese Technologie. Damit sich der Markt erholen könne, müsse die Branche in diesen Bereich investieren, um den wachsenden Datenverkehr bewältigen zu können.

Lesen Sie auch: Warum Handyhersteller Vivo noch auf dem deutschen Markt ist

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick