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ÖlkonzerneGewinne von Exxon und Chevron brechen ein

Im vergangenen Jahr hatten die beiden energieriesen Rekordgewinne eingefahren. Nun schmälern sinkende Rohölpreise und höhere Kosten die Ergebnisse von Exxon und Chevron. 27.10.2023 - 15:03 Uhr

Der Ölriese Exxon hat die hohen Einnahmen in eine Milliardenübernahme gesteckt.

Foto: imago images/Hollandse Hoogte

Nach den Rekordergebnissen des vergangenen Jahres sind die Gewinne der US-Konzerne Exxon Mobil und Chevron im dritten Quartal eingebrochen. Der Gewinn von Exxon sank um 54 Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar, wie der größte Ölproduzent der USA am Freitag mitteilte.

Allerdings zogen die Erträge im Vergleich zum Vorquartal dank der sich erholenden Ölpreise wieder an. Höhere Öl- und Kraftstoffpreise hätten die Ergebnisse begünstigt, wobei das durch höhere Rohstoffkosten beeinträchtigte Chemiegeschäft auf die Bilanz drückte.

Auch der Energiekonzern Chevron verbuchte mit 6,5 Milliarden Dollar einen rückläufigen Gewinn, verglichen mit einem Plus von 11,2 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Zuvor hatte das Unternehmen davor gewarnt, dass Wartungsarbeiten in Förderanlagen und Raffinerien die Ergebnisse beeinträchtigen würden.

Ölmultis investierten Gewinne in große Firmenübernahmen

Die Ölmultis hatten nach der Pandemie von explodierenden Rohölpreisen profitiert und für 2022 Rekordgewinne eingefahren. Das frische Kapital investierten die Unternehmen in diesem Jahr unter anderem in mehrere Mega-Deals: Anfang Oktober kündigte Exxon den Kauf seines Konkurrenten Pioneer Natural Resources für 59,5 Milliarden Dollar an – die größte Übernahme in diesem Jahr überhaupt und der größte Deal von Exxon seit 1998, als der Ölriese den Konzern Mobil für 81 Milliarden Dollar geschluckt hatte.

Auch Chevron will weiter wachsen und in einem 53 Milliarden schweren Aktiendeal den kleineren Rivalen Hess übernehmen.

Im abgelaufenen Quartal schmälerten sinkende Rohölpreise und höhere Kosten die Konzerngewinne. Doch Exxon-Finanzchefin Kathryn Mikells zeigte sich angesichts der hohen Barbestände optimistisch: „Wir haben ein sehr gutes Gefühl, was unseren Bargeldbestand angeht.“

Damit stelle der Konzern die nötige Flexibilität für eine Zeit sicher, in der sich der Rohstoffzyklus gegen die Branche wende.

rtr
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