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Umfrage unter ÖkonomenMehrheit rechnet frühestens im Juli 2024 mit Zinssenkung im Euro-Raum

40 von 72 befragte Wirtschaftswissenschaftler gehen davon aus, dass die Zinsen im Euro-Raum noch für längere Zeit hoch bleiben. Auch EZB-Chefin Lagarde erteilte schnellen Zinssenkungen eine Absage. 14.11.2023 - 10:08 Uhr

Die Europäische Zentralbank ließ die Zinsen zuletzt unverändert.

Foto: IMAGO/Political-Moments

Volkswirte rechnen nach einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters mehrheitlich nicht vor dem kommenden Juli mit einer ersten Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB).

Rund 55 Prozent der befragten Ökonomen – 40 von 72 Teilnehmern – gingen davon aus, dass die Schlüsselzinsen bis Mitte nächsten Jahres auf dem aktuellen Niveau bleiben würden, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Erhebung hervorgeht.

Die verbleibenden 45 Prozent erwarteten dagegen bereits vor der Juli-Zinssitzung der EZB einen ersten Schritt nach unten. In der Oktober-Umfrage hatten noch 58 Prozent der Experten damit gerechnet, dass die Währungshüter nicht vor dem Juli an den Zinsen rütteln.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte am Freitag auf einer Veranstaltung gesagt, dass die Euro-Notenbank inzwischen ein ausreichend hohes Zinsniveau erreicht habe, das, wenn es lange genug beibehalten werde, die Notenbank zu ihrem mittelfristigen Inflationsziel von 2,0 Prozent zurückbringen werde. Es sei „in den nächsten paar Quartalen“ voraussichtlich keine Änderung zu erwarten, hatte sie gesagt.

Im Oktober lag die Teuerungsrate in der 20-Ländergemeinschaft bei 2,9 Prozent. Noch im Herbst 2022 hatte sie zeitweise bei mehr als zehn Prozent gelegen.

Reuters befragte Volkswirte zwischen dem 8. und 13. November zu ihren Zinserwartungen. Aus den Kursen am Finanzmarkt geht aktuell hervor, dass dort bereits im April 2024 mit einer ersten Zinssenkung gerechnet wird.

Der am Kapitalmarkt maßgebliche Einlagensatz, den Banken für das Parken überschüssiger Gelder von der Notenbank erhalten, liegt nach zehn Zinserhöhungen mittlerweile bei 4,0 Prozent. Das ist das höchste Niveau seit dem Start der Währungsunion 1999.

rtr
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