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Beamte im RuhestandSo teuer sind die 1,4 Millionen Pensionäre für den Staat

Der deutsche Staat finanziert derzeit knapp 1,4 Millionen Pensionäre. Dafür gehen 1,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes drauf. Und die staatlichen Ruhegehälter sind erneut gestiegen. 20.12.2023 - 12:14 Uhr

Derzeit sind so viele Staatsdiener im Ruhestand wie noch nie.

Foto: dpa

Die Zahl deutschen Staatsdiener im Ruhestand ist erneut gestiegen. Zu Jahresbeginn bezogen fast 1,395 Millionen Frauen und Männer Ruhegehälter nach dem Beamten- und Soldatenversorgungsrecht des öffentlichen Dienstes. Das waren 1,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

Sie erhielten ein durchschnittliches Gehalt von 3240 Euro brutto im Monat. Im Januar 2022 waren es noch 3170 Euro. Zusätzlich bezogen rund 378.600 Hinterbliebene Versorgungsleistungen, ein Zuwachs von 0,3 Prozent. Die Ausgaben für Pensionen der ehemaligen Staatsbediensteten beliefen sich damit im vergangenen Jahr auf 53,4 Milliarden Euro. Zusammen mit der Hinterbliebenenversorgung von 8,4 Milliarden Euro entspricht das rund 1,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. 2021 lag der Anteil mit 1,7 Prozent etwas höher.

Stärkste Einstellungsjahrgänge bereits pensioniert

Zwischen 2000 und 2020 hatte sich die Zahl der Pensionärinnen und Pensionäre stark erhöht, und zwar um 53,9 Prozent. „Dieser Anstieg ließ sich überwiegend auf die hohe Zahl an Pensionierungen von Lehrerinnen und Lehrern zurückführen, die in den 1960er- und 1970er-Jahren eingestellt wurden“, erklärten die Statistiker. „Aufgrund steigender Schülerzahlen infolge des Babybooms und des Trends zu höheren Schulabschlüssen war damals der Lehrkräftebedarf deutlich gestiegen.“ Im Schuldienst des Landesbereichs verdreifachte sich daher die Zahl der Ruhegehaltsempfänger nahezu (plus 181,1 Prozent). Mittlerweile seien aber die stärksten Einstellungsjahrgänge bereits pensioniert worden. Dadurch kamen 2022 nur noch knapp 15.800 Neupensionierungen im Schuldienst hinzu - der niedrigste Wert seit 2004.

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Der Schuldienst im Landesbereich bildet mit 461.600 Personen und einem Anteil von 33,1 Prozent aller erneut die größte Gruppe der Ruhegehaltsempfängern. Ehemalige Beamte der Deutschen Bundesbahn und der Post stellen mit 284.100 Personen und einem Anteil von 20,4 Prozent die zweitgrößte Gruppe. Die übrigen Pensionäre verteilen sich auf den restlichen Bundes- (10,6 Prozent) und Landesbereich (26,6 Prozent) sowie auf den kommunalen Bereich (7,8 Prozent) und die Sozialversicherung (1,6 Prozent).

46.500 oder 79 Prozent der 59.000 Neupensionäre des vergangenen Jahres schieden mit dem Erreichen einer Altersgrenze mit durchschnittlich 63 Jahren und neun Monaten aus dem aktiven Dienst aus. Davon erreichten allerdings nur 11.700 die gesetzliche Regelaltersgrenze (20 Prozent). Die übrigen 34.800 (59 Prozent) traten mit Erreichen einer Antragsaltersgrenze vorzeitig in den Ruhestand oder erreichten eine besondere Altersgrenze, wie sie etwa im Vollzugsdienst oder für Berufssoldaten gilt.

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rtr
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