Insolvenz: Gläubiger fordern 6,3 Milliarden Euro von Benko-Gesellschaft Signa Prime
Gläubiger der zur insolventen Signa-Gruppe des Tiroler Investors René Benko gehörenden Signa Prime haben dem Sanierungsverwalter zufolge Forderungen in einer Höhe von rund 6,3 Milliarden Euro angemeldet. Die Forderungen seien von bis dato 219 Gläubigern erhoben worden, teilte Sanierungsverwalter Norbert Abel am Montag in Wien mit. In Summe seien rund 2,6 Milliarden Euro an Passiva anerkannt.
Die Signa Prime Selection hatte Mitte Februar angekündigt, sich von Immobilien in Wien und Innsbruck trennen zu wollen. Die Beteiligungen umfassten in Wien das Luxushotel Park Hyatt, die Luxus-Shoppingmeile Goldenes Quartier und das Gebäude des Verfassungsgerichtshof sowie in Innsbruck das Kaufhaus Tyrol.
Der Verkaufsprozess sei „Bestandteil des Sanierungskonzeptes der Signa Prime Selection AG“, teilte Abel weiter mit. Die Gläubiger sollen am 18. März über den Sanierungsplan abstimmen.
Die im Einzelhandel und vor allem im Immobiliengeschäft tätige Signa hat die größte Pleite der österreichischen Wirtschaftsgeschichte hingelegt. Allein die Gläubiger der Signa Holding hatten Forderungen von rund 8,6 Milliarden Euro angemeldet. Signa war das bisher größte Opfer der Immobilienkrise in Europa. Dem hoch verschuldeten Immobilienriesen machten unter anderem rasant steigende Zinsen zu schaffen.
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