Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Wall Street sackt nach US-Preisdaten ab
US-Anleger sind am Donnerstag angesichts eines anhaltenden Preisdrucks in Deckung geblieben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte 0,2 Prozent schwächer bei 38.948 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 lag 0,4 Prozent im Minus bei 5145 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor ebenfalls 0,4 Prozent auf 16.113 Punkte.
Für Verunsicherung sorgte, dass die Erzeugerpreise im Februar doppelt so stark gestiegen sind wie erwartet. Sie legten um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu. Aktienanleger hoffen eigentlich auf einen nachlassenden Inflationsdruck und fallende Zinsen. Mit einer Zinssenkung der US-Notenbank Fed rechnen viele Experten zur Jahresmitte.
Die Fed hält den Leitzins aktuell in der Spanne von 5,25 Prozent bis 5,50 Prozent. Sie will die Inflation nachhaltig in Richtung ihres Zielwerts von 2,0 Prozent drücken. Die US-Einzelhandelsumsätze zogen im Februar im Vergleich zum Vormonat indes um 0,6 Prozent an, verglichen mit einem geschätzten Anstieg von 0,8 Prozent.
Blick auf die Einzelwerte
Robinhood: Starke Geschäftszahlen kommen bei den Anlegern gut an. Die Papiere des US-Brokers klettern an der Wall Streetum rund acht Prozent. Die verwahrten Vermögenswerte (Assets under Custody) des kalifornischen Unternehmens stiegen im Februar um 16 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Mit 118,7 Milliarden Dollar übertrafen sie zum zweiten Mal in Folge die 100-Milliarden-Dollar-Marke. Damit standen sie auf dem höchsten Niveau seit dem Hype rund um sogenannte Meme-Aktien – also Papiere, die durch soziale Medien stark an Wert gewonnen haben – im Jahr 2021.
Under Armour: Beim Sportartikel-Hersteller Under Armour kehrt Gründer Kevin Plank nach gut vier Jahren auf den Chefposten zurück. Die Papiere verlieren rund zwölf Prozent. Der 51-Jährige werde zum 1. April wieder die Führung übernehmen, teilte Under Armour am Mittwoch mit. Plank war im Herbst 2019 an die Spitze des Verwaltungsrates gewechselt. Zuvor hatte es negative Medienberichte über die Unternehmenskultur bei Under Armour gegeben. So schrieb das „Wall Street Journal“ unter anderem, dass Plank und andere Manager Sportler und Mitarbeiter in Stripclubs ausgeführt hätten.
Under Armour kämpfte zuletzt mit Umsatzrückgängen. So sanken die Erlöse im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar (1,37 Mrd Euro). Der Gewinn ging von 121,6 auf 114 Millionen Dollar zurück.
SenitelOne: Für die Aktien von SentinelOne ging Prozent 13,4 Prozent abwärts. Das Cybersicherheitsunternehmen sagte für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz unter den Erwartungen der Analysten voraus.