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„Sorgen werden größer“US-Industrie weiter auf Talfahrt

Die US-Industrie hat ihre Talfahrt im Oktober überraschend beschleunigt. Was dahintersteckt. 01.11.2024 - 15:35 Uhr

Bestes Beispiel für die Stimmung in der US-Industrie: Der ohnehin angeschlagene Flugzeugbauer Boeing leidet seit Wochen unter Streiks.

Foto: dpa

Die US-Industrie hat ihre Talfahrt im Oktober überraschend beschleunigt. Der Einkaufsmanagerindex sank um 0,7 auf 46,5 Zähler, wie aus der am Freitag veröffentlichten monatlichen Managerumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Das ist der niedrigste Wert seit 15 Monaten. Damit entfernt sich das Barometer weiter von der Wachstumsschwelle von 50 Zählern, die nun schon seit mehr als einem halben Jahr verfehlt wird. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten hingegen mit einem leichten Anstieg auf 47,6 Punkte gerechnet. Der Industriesektor macht in den USA etwa zehn Prozent der Wirtschaftsleistung aus.

„Die Sorgen vor einer konjunkturellen Schwäche in der Industrie werden größer“, kommentierte Helaba-Experte Ulrich Wortberg die Entwicklung. Etwas Hoffnung macht, dass die Aufträge nicht mehr so stark zurückgegangen sind. Dieses Barometer legte um 1,0 auf 47,1 Zähler zu.

Die Fed hat im September die Zinswende vollzogen und den geldpolitischen Schlüsselsatz kräftig gesenkt – auf die neue Spanne von 4,75 bis 5,00 Prozent. In der kommenden Woche wird eine weitere Zinssenkung erwartet. Das könnte die Finanzierungskosten für den Kauf teurer Industriegüter wie Maschinen, Fahrzeuge und Anlagen senken und damit neue Konjunkturimpulse geben.

Etwas bessere Nachrichten kamen vom US-Bausektor. Die Bauausgaben legten im August um 0,1 Prozent zu, wie das Handelsministerium mitteilte. Experten hatten hier mit einer Stagnation gerechnet. Auch der Bau leidet unter der noch straffen geldpolitischen Linie der Zentralbank Fed, da die Hypothekenzinsen gestiegen sind.

Lesen Sie auch: Turbulenzen zwischen US-Wahl, Volkswagen und Siemens

rtr
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