Versicherung: Allianz will bis 2027 mindestens drei Viertel des Gewinns ausschütten
Die Allianz will in den nächsten drei Jahren mindestens drei Viertel des Nettogewinns über Dividenden und den Rückkauf eigener Aktien an die Anteilseigner weiterreichen. Grundsätzlich bleibe es bei der Dividendenpolitik, 60 Prozent des Nettogewinns nach Anteilen Dritter direkt auszuschütten, teilte der Münchner Versicherer am Montagabend mit. Darüber hinaus sollten von 2025 bis 2027 im Schnitt mindestens 15 Prozent des Gewinns zusätzlich an die Anteilseigner zurückgegeben werden, zum Beispiel über Aktienrückkäufe.
Die Allianz veranstaltet am Dienstag einen Kapitalmarkttag, auf dem sie ihre Strategie und die Finanzziele für die nächsten Jahre vorstellen will.
In den vergangenen Jahren hatte der Versicherer bereits mehr über Dividenden und Aktienrückkäufe ausgeschüttet, als die Pläne für die nächsten Jahre vorsehen. 2023 und 2024 kaufte die Allianz jeweils eigene Aktien für 1,5 Milliarden Euro zurück, im Jahr 2022 gab sie sogar zwei Milliarden Euro dafür aus. Der Nettogewinn nach Anteilen Dritter lag 2023 bei 9,1 Milliarden, 2022 bei 7,0 Milliarden Euro.
Seit 2017 hat die Allianz fast 14 Milliarden Euro für den Rückkauf eigener Aktien ausgegeben. Erst im Frühjahr hatte sie ihre Dividendenpolitik angepasst: Seither strebt sie eine Ausschüttungsquote von 60 Prozent an, bis dahin waren es 50 Prozent.
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