Autobauer: Nissan erwägt offenbar Ablösung von CEO Uchida
Der japanische Autobauer Nissan erwägt einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge die Ablösung seines Chefs Makoto Uchida. Hintergrund seien die sich verschlechternde Geschäftsentwicklung und das Scheitern der Verhandlungen mit Honda über eine gemeinsame Holding, berichtete Bloomberg am Donnerstag. Die Agentur berief sich auf mit der Situation vertraute Insider. Uchida ist seit Ende 2019 CEO von Nissan. Ein Sprecher des Konzerns war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Mitte Februar war der geplante Zusammenschluss von Nissan und Honda gescheitert. Die beiden Konzerne sagten ihre Fusionsgespräche ab. Sie hatten im Dezember angekündigt, eine Fusion im Wert von umgerechnet 60 Milliarden Dollar auszuloten. Dabei wäre der viertgrößte Autobauer weltweit entstanden - nach Toyota, Volkswagen und Hyundai. Ursprünglich wollten sich Nissan und Honda bis Ende Januar einigen, doch die Gespräche zogen sich länger hin. Insider berichteten über wachsende Meinungsverschiedenheiten zwischen den beteiligten Firmen.