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Technologie-AktienApples dominante Börsenbastion

Weil die IT-Ausgaben vermutlich zurückgehen, flüchten Anleger aus Technologie-Aktien. Einzige Ausnahme: Apple. Warum auch Wohl und Wehe anderer Tech-Werte vom Apple-Kurs abhängen, wo der Einstieg lohnt.Tiernan Ray 17.07.2012 - 14:00 Uhr

Fels in der Brandung - Die Aktie des IT-Konzerns Apple befindet sich im dauerhaften Aufwärtstrend

Foto: dpa, Montage

Wahrscheinlich wird die Aktie des IT-Kultkonzerns Apple seine jüngsten Zugewinne einige Zeit lang halten können, ist die Aktie doch erstmals seit Ende April wieder auf mehr als 600 Dollar geklettert und befindet sich im Aufwärtstrend. Zuvor waren Apple-Papiere von ihrem Allzeithoch am 10. April bei 644 Dollar bis Mai auf 528 Dollar gefallen und haben nun mit ihrem Wiederanstieg bis dato folglich eine veritable Fahrt zur Hölle und zurück hingelegt. Zeitlich fiel das Tief im Mai interessanterweise genau mit dem Börsengang des sozialen Netzwerkes Facebook zusammen.

Der Apple-Aktienkurs wird wahrscheinlich bis in den Herbst hinein weiter nach oben klettern. Der Grund liegt in der simplen Tatsache, dass Apple bei Anlegern in der von Ängsten gebeutelten High-Tech-Welt als größtes Unternehmen weltweit als relativ sicherer Hafen gilt.

Erwartungen reduziert

Technologie-Analysten reduzieren ihre Erwartungen schon seit einiger Zeit an allen Ecken und Enden der Branche. Als Hauptgründe nennen sie Zurückhaltung bei IT-Ausgaben, die Auswirkungen des starken Dollar (die meisten der US-Technologieunternehmen verkaufen den Großteil ihrer Produkte im Ausland), eine Abschwächung am PC-Markt und die miese Konjunkturentwicklung. Inzwischen hat die Zeit der Vorankündigungen begonnen, und die Befürchtungen der Analysten werden von der Realität mehr als bestätigt. Seagate Technology, ein neben Western Digital führender US-Hersteller von Festplatten, ließ verlautbaren, das Unternehmen werde die bisherigen Umsatzerwartungen im vierten Quartal um rund eine halbe Milliarde Dollar verfehlen. Dies veranlasste die Analysten umgehend zu weiteren Abstufungen ihrer Schätzungen und Kursziele für die Aktie.

Aktien

Gewinne einfahren mit Übernahmekandidaten

von Hauke Reimer, Frank Doll, Stefan Hajek und weiteren

Der Kurs der Seagate-Aktie reagierte nach der Ankündigung allerdings kaum. Offensichtlich hatte sich die Wall Street in den Wochen zuvor bereits auf einen schwachen Ausblick eingestellt. Aber der kritische Punkt in dem von Seagate veröffentlichten Bericht – und dieser ist speziell in Bezug auf Apple wichtig – ist die Tatsache, dass die Preise für Plattenlaufwerke fallen, und das, wie aus der Ergebnisvorschau hervorgeht, stärker als erwartet.

Seagate und Western Digital befinden sich schon seit Jahren unter massivem Konkurrenzdruck und deshalb, je nach steigender oder fallender Nachfrage, in einem ausgeprägten zyklischen Auf und Ab mit starken Preisschwankungen und hohem Preisdruck in schwachen Zeiten.

Path

Typ: Soziales Netzwerk
Gründung: November 2010
Wagniskapital: 41 Mio. Euro
Börsenwert / Bewertung: 500 Mio. Euro

Foto: Screenshot

Square

Typ: Online-Bezahldienst
Gründung: Februar 2009
Umsatz: 60 Mio. Euro (geschätzt)
Wagniskapital: 168 Mio. Euro
Börsenwert / Bewertung: 4 Mrd. Euro

Foto: Screenshot

airbnb

Typ: Vermittlung von Unterkünften (social sharing)
Gründung: August 2008
Wagniskapital: 120 Mio. Euro
Börsenwert / Bewertung: 1,5 Mio. Euro

Foto: Screenshot

Pinterest

Typ: Soziales Netzwerk
Gründung: August 2008
Wagniskapital: 37 Mio. Euro
Börsenwert / Bewertung: 800 Mio. Euro

Foto: Screenshot

Dropbox

Typ: Online-Speicherdienst
Gründung: Juni 2007
Umsatz: 240 Mio. Euro (geschätzt)
Wagniskapital: 257 Mio. Euro
Börsenwert / Bewertung: 5 Mrd. Euro

Foto: Screenshot

Zynga

Typ: Führender Online-Spieleanbieter
Gründung: Juli 2007
Umsatz: 1,14 Mrd. Euro
Verlust: 400 Mio. Euro
Börsenwert / Bewertung: 6,5 Mrd. Euro
Mitarbeiter: 2900

Foto: dpa

twitter

Typ: Kurznachrichtendienst
Gründung: März 2006
Umsatz: 140 Mio. Euro (geschätzt)
Wagniskapital: 1,1 Mrd. Euro
Börsenwert / Bewertung: 10 Mrd. Euro
Mitarbeiter: 300

Foto: dpa

facebook

Typ: Weltmarktführer soziale Netzwerke
Gründung: Februar 2004
Umsatz: 3,7 Mrd. Euro
Gewinn: 1 Mrd. Euro
Wagniskapital: 2,2 Mrd. Euro
Mitarbeiter: 2500

Foto: dpa

Linked in

Typ: Weltmarktführer – Business-Netzwerk
Gründung: Mai 2003
Umsatz: 522 Mio. Euro
Gewinn: 12 Mio. Euro
Börsenwert / Bewertung: 10,5 Mrd. Euro
Mitarbeiter: 2200

Foto: dapd

Google

Typ: Weltmarktführer Internet-Suche / Online-Werbung
Gründung: September 1998
Umsatz: 38 Mrd. Euro
Gewinn: 10 Mrd. Euro
Börsenwert / Bewertung: 198 Mrd. Euro
Mitarbeiter: 32 500

Foto: dapd

ebay

Typ: Weltmarktführer Internet-Auktionen/Handel
Gründung: September 1995
Umsatz: 11,6 Mrd. Euro
Gewinn: 3,2 Mrd. Euro
Börsenwert / Bewertung: 51 Mrd. Euro
Mitarbeiter: 27 700

Foto: dapd

Adidas

Konsum / Deutschland

 

ISIN: DE000A1EWWW0

KGV 2011: 15,8

KGV 2012: 13,4 (geschätzt)

Börsenwert: 12,6 Milliarden Euro

Umsatz Geschäftsjahr 2012 (geschätzt): 14,8 Milliarden Euro

davon in Schwellenländern1: 48 Prozent

Chance / Risiko2: 6/5

 

KGV=Kurs-Gewinn-Verhältnis

1 in Prozent des Gesamtumsatzes 2012

2 0=niedrig; 10= hoch

 

Quelle: Bloomberg, eigene Recherchen; Stand: 31. Mai 2012

Foto: dapd

British American Tobacco

Tabak / Großbritannien

 

ISIN: GB0002875804

KGV 2011: 14,4

KGV 2012: 13,1(geschätzt)

Börsenwert: 74,4 Milliarden Euro

Umsatz Geschäftsjahr 2012 (geschätzt): 19,8 Milliarden Euro

davon in Schwellenländern1: 62 Prozent

Chance / Risiko2: 5/4

 

KGV=Kurs-Gewinn-Verhältnis

1 in Prozent des Gesamtumsatzes 2012

2 0=niedrig; 10= hoch

 

Quelle: Bloomberg, eigene Recherchen; Stand: 31. Mai 2012

Foto: dapd

China Mobile

Mobilfunk / China

 

ISIN: HK0941009539

KGV 2011: 10,0

KGV 2012: 9,8 (geschätzt)

Börsenwert: 163,8 Milliarden Euro

Umsatz Geschäftsjahr 2012 (geschätzt): 69,4 Milliarden Euro

davon in Schwellenländern1: 100 Prozent

Chance / Risiko2: 7/6

 

KGV=Kurs-Gewinn-Verhältnis

1 in Prozent des Gesamtumsatzes 2012

2 0=niedrig; 10= hoch

 

Quelle: Bloomberg, eigene Recherchen; Stand: 31. Mai 2012

Foto: REUTERS

Coca Cola

Getränke / USA

 

ISIN: US1912161007

KGV 2011: 18,4

KGV 2012: 16,8 (geschätzt)

Börsenwert: 136,9 Milliarden Euro

Umsatz Geschäftsjahr 2012 (geschätzt): 39,8 Milliarden Euro

davon in Schwellenländern1: 42 Prozent

Chance / Risiko2: 6/5

 

KGV=Kurs-Gewinn-Verhältnis

1 in Prozent des Gesamtumsatzes 2012

2 0=niedrig; 10= hoch

 

Quelle: Bloomberg, eigene Recherchen; Stand: 31. Mai 2012

Foto: AP

Danone

Nahrungsmittel / Frankreich

 

ISIN: FR0000120644

KGV 2011: 16,2

KGV 2012: 14,7 (geschätzt)

Börsenwert: 33,6 Milliarden Euro

Umsatz Geschäftsjahr 2012 (geschätzt): 20,8 Milliarden Euro

davon in Schwellenländern1: 58 Prozent

Chance / Risiko2: 6/5

 

KGV=Kurs-Gewinn-Verhältnis

1 in Prozent des Gesamtumsatzes 2012

2 0=niedrig; 10= hoch

 

Quelle: Bloomberg, eigene Recherchen; Stand: 31. Mai 2012

Foto: Reuters

Diageo

Getränke / Großbritannien

 

ISIN: GB0002374006

KGV 2011: 16,7

KGV 2012: 15,1 (geschätzt)

Börsenwert: 48,7 Milliarden Euro

Umsatz Geschäftsjahr 2012 (geschätzt): 13,1 Milliarden Euro

davon in Schwellenländern1: 65 Prozent

Chance / Risiko2: 5/4

 

KGV=Kurs-Gewinn-Verhältnis

1 in Prozent des Gesamtumsatzes 2012

2 0=niedrig; 10= hoch

 

Quelle: Bloomberg, eigene Recherchen; Stand: 31. Mai 2012

Foto: REUTERS

Heineken

Getränke / Niederlande

 

ISIN: NL0000009165

KGV 2011: 13,7

KGV 2012: 12,2 (geschätzt)

Börsenwert: 22,3 Milliarden Euro

Umsatz Geschäftsjahr 2012 (geschätzt): 18,0 Milliarden Euro

davon in Schwellenländern1: 53 Prozent

Chance / Risiko2: 5/4

 

KGV=Kurs-Gewinn-Verhältnis

1 in Prozent des Gesamtumsatzes 2012

2 0=niedrig; 10= hoch

 

Quelle: Bloomberg, eigene Recherchen; Stand: 31. Mai 2012

Foto: REUTERS

SAB Miller

Getränke / Großbritannien

 

ISIN: GB0004835483

KGV 2011: 15,5

KGV 2012: 13,7 (geschätzt)

Börsenwert: 49,4 Milliarden Euro

Umsatz Geschäftsjahr 2012 (geschätzt): 31,9 Milliarden Euro

davon in Schwellenländern1: 71 Prozent

Chance / Risiko2: 5/4

 

KGV=Kurs-Gewinn-Verhältnis

1 in Prozent des Gesamtumsatzes 2012

2 0=niedrig; 10= hoch

 

Quelle: Bloomberg, eigene Recherchen; Stand: 31. Mai 2012

Foto: AP

Shimano

Fahrradteile / Japan

 

ISIN: JP3358000002

KGV 2011: 7,6

KGV 2012: k.A.

Börsenwert: 4,5 Milliarden Euro

Umsatz Geschäftsjahr 2012 (geschätzt): 2,5 Milliarden Euro

davon in Schwellenländern1: 41 Prozent

Chance / Risiko2: 7/6

 

KGV=Kurs-Gewinn-Verhältnis

1 in Prozent des Gesamtumsatzes 2012

2 0=niedrig; 10= hoch

 

Quelle: Bloomberg, eigene Recherchen; Stand: 31. Mai 2012

Foto: Pressebild

Unilever

Konsum / Niederlande

 

ISIN: NL0000009355

KGV 2011: 15,8

KGV 2012: 14,4 (geschätzt)

Börsenwert: 76,2 Milliarden Euro

Umsatz Geschäftsjahr 2012 (geschätzt): 50,5 Milliarden Euro

davon in Schwellenländern1: 56 Prozent

Chance / Risiko2: 5/4

 

KGV=Kurs-Gewinn-Verhältnis

1 in Prozent des Gesamtumsatzes 2012

2 0=niedrig; 10= hoch

 

Quelle: Bloomberg, eigene Recherchen; Stand: 31. Mai 2012

Foto: CLARK/obs

In den vergangenen 18 Monaten haben die beiden Festplatten-Unternehmen eine Reihe großer Konkurrenten aufgekauft. Dies führte zu einer gewissen Konsolidierung in dem Segment und gab Anlass zu Hoffnung auf eine stabilere Preisentwicklung. Aber das Schreckgespenst Preisverfall ist offenbar nicht dauerhaft gebannt. Steve Luczo, Vorstandschef von Seagate, meint zwar, er erwarte im laufenden Quartal eine „stabile“ Preisentwicklung bei Plattenlaufwerken, aber geteilt wird dieser Optimismus an den Finanzmärkten allgemein nicht. „Die Preise könnten in den nächsten Quartalen um jeweils rund vier Prozent fallen“, sagt etwa Shebly Seyrafi, Analyst bei FBN Securities. „Seagate erwartet für das im September endende Quartal eine durchschnittlich relativ stabile Preisentwicklung, aber wir sehen da Abwärtspotenzial“, so Seyrafi weiter, der die Aktie dennoch zum Kauf empfiehlt.

Seagate-Aktien zum Schleuderpreis

Seagate ist nämlich spottbillig. Die Aktie notiert derzeit gerade einmal zum Vierfachen des für das laufende Jahr erwarteten Gewinns von sieben Dollar je Aktie. Und das Unternehmen bezahlt vier Prozent Dividende. Diese wurde erst zu Jahresbeginn um 39 Prozent angehoben. Außerdem hat es eine Ermächtigung zum Rückkauf von eigenen Aktien im Wert von 2,3 Milliarden Dollar gegeben; genug um rund 23 Prozent der Seagate-Aktien zu erwerben – also fast ein Viertel aller umlaufenden Papiere.

Bilder, wie sie es in der westlichen Welt erst seit Apple regelmäßig gibt: Lange Schlangen für ein begehrtes und knappes Gut. Diesmal ist das neue iPad von Apple - das genauso heißt -

das neue Apple-Gadget, das weltweit für lange Schlangen sorgt. Denn um acht Uhr Ortszeit begann heute am 16. März der Verkaufsstart für das neue Gerät zunächst in Asien und Australien. Hier wartet ein iPad-Fan vor dem Apple-Store in Sydney (Australien).

Foto: rtr

Mit der Sonne rollte die Apple-Hysterie von Australien und Asien aus dann weiter in Richtung Westen - und erreichte Deutschland, die Schweiz und Frankreich, danach Großbritannien. Auch in den USA und Kanada beginnt am Freitagmorgen der Run auf die dritte Version des Tablet-Computers.

Zu sehen ist der 23-jährige Christof Wallner aus Österreich, der nach München reiste, um das neue iPad zu ergattern. Deutschland gehört zu den Ländern, die bei neuen Produkten von Apple bevorzugt behandelt werden - im größten Teil Europas ist das Tablet noch nicht verfügbar. Deutsch ist auch eine der wenigen Sprachen, in der die Sprachsteuerung Siri vorhanden ist.

Foto: Reuters

Wie schon für seine Vorgänger bildeten sich auch für das neue iPad lange Schlangen vor den Geschäften in Tokio, Hongkong und Singapur (Foto).

Foto: dapd

Etwa 450 Menschen warteten vor einem Apple-Geschäft in Ginza in der Tokioter Innenstadt darauf, das mit einem besseren Display, schnelleren Prozessor und einer besseren Kamera ausgestattete Modell endlich in den Händen zu halten. „Ich wollte damit vor meinen Freunden angeben“, sagte ein 33-jähriger Computerspezialist vor einem Geschäft in dem angesagten Bezirk Shibuya. „Ich werde mein altes iPad 1 wohl meiner Frau geben.“

Foto: Reuters

In Hongkong strömten die Kunden in das einzige Apple-Geschäft der Stadt. Sie hatten zuvor an einer Auslosung im Internet teilgenommen und mussten ihre Ausweise bereithalten. Damit sollte verhindert werden, dass Besucher vom Festland China, dem am schnellsten wachsenden Markt für Apple, den Hongkongern das begehrte Gerät vor der Nase wegschnappen und gleichzeitig die Mehrwertsteuer bei sich zu Hause umgehen. Der Verkaufsstart für das iPad 3 in China wurde noch nicht bekannt gegeben.

Foto: dpa

Hongkong ist eine Insel der Apple-Seligen in der Region. Wer bei der Verlosung nicht zum Zuge kam, konnte nur auf Kunden hoffen, die das neue Gerät auf dem Schwarzmarkt direkt vor dem Laden wieder verkaufen wollten. So wie dieser Mann, der aus Kasachstan nach Hongkong reiste, um das Gadget zu ergattern.

„Ich wusste, wenn ich es nicht heute kaufe, könnte es in Zukunft schwierig werden“, sagte ein 33-Jähriger, der mehr als drei Stunden vor einem Apple-Geschäft in Hongkong wartete. Das Online-Kontingent ist laut Apple bereits ausverkauft, die Lieferfrist beträgt zwei bis drei Wochen.

Foto: dpa

Wie üblich wurde der Start der Produkteinführung von den Apple-Mitarbeitern zelebriert - so wie hier in Oberhausen.

Foto: dapd

In Berlin sammelten sich bereits in der Nacht zahlreiche Kunden vor Verkaufsstellen. Der Apple Store in Berlin ist noch im Bau, sodass sich die Schlangen vor den zahlreichen Apple-Händler wie Gravis bildeten. Beim Start des Verkaufs um acht Uhr warteten etwa vor einem von Apple lizenzierten Geschäft im Stadtteil Charlottenburg mehr als hundert Menschen. Einige waren schon vor vier Uhr morgens gekommen.

Foto: Reuters

Wie üblich gehörte die Firma iFixit zu den ersten Käufern des neuen iPads - um es auseinanderzunehmen. Damit ist auch das Geheimnis gelüftet über wie viel Arbeitsspeicher das neuen Apple-Gerät verfügt: es sind ein Gigabyte RAM verbaut, eine weitere Verdopplung gegenüber dem Vorgänger iPad 2. Die Website der Firma veröffentlichte auch Fotos und ein Video des auseinandergenommenen Geräts. Dabei zeigt sich, dass der neue A5X-Prozessor aufwendige Kühlmaßnahmen benötigt. Die Zusammenfassung der weiteren technischen Details finden Sie bei unseren Kollegen von Golem.de.

Apple richtete zum Verkaufsstart im App Store von iTunes eine Kategorie mit Apps ein, die vom neuen hochauflösenden Retina-Display des iPad 3 profitieren. Darunter befinden sich auch populäre Anwendungen wie Amazons E-Reader-App Kindle, der Twitter-Client TweetBot, die Zeichen-Anwendung SketchBook Pro, die Notizsoftware Evernote oder die App des Bilder-Dienstes Flickr.

Foto: Reuters

Es gibt sehr viel, was für die Aktie spricht. Aber es gibt auch eine Reihe von Punkten, die Anlass zu Besorgnis geben. Zuallererst ist da die Sorge, das Auf und Ab zwischen Boom-Phasen und Fast-Pleiten könnte doch nicht dauerhaft gebannt sein. Auch der wachsende Erfolg von Apple stellt für Laufwerkhersteller eine Bedrohung dar. Apple verwendet in seinen Laptops zunehmend Flash-Speicherchips anstelle von Plattenlaufwerken, und das verheißt nichts Gutes für die langfristigen Absatzaussichten von Laufwerken für Personal Computer. Schließlich ist auch der Erfolg des Apple-Tablet-Rechners iPad als Alternative zum Laptop keine gute Nachricht für die Branche, weil Apple dort keine klassische Festplatte verbaut.

Wertorientierte Investoren schätzen die Aktien zwar, aber zunächst ist niemand überzeugt, Seagate und Western Digital hätten die Schwelle in eine neue, bessere Welt bereits überschritten.

Dominanz ungebrochen

Apple hingegen ist ein Unternehmen, das sein Schicksal offenbar sicher und erfolgreich zu steuern weiß – dank einer Bruttogewinnspanne von geschätzten rund 50 Prozent beim Mobiltelefon iPhone und seiner Fähigkeit, die Preise für all seine Produkte nachhaltig konstant zu halten.

US-Technologie-Aktien im Überblick (zum Vergrößern bitte Bild anklicken)

Foto: WirtschaftsWoche

Wie macht Apple das nur?

Aktuell ist Apple das wertvollste Unternehmen der Welt. Der Börsenwert liegt bei mehr als 580 Milliarden Dollar. Und Apple hat Barreserven in Höhe von 216 Milliarden Dollar. Zehn Gründe warum das Unternehmen so viel besser ist als jeder Konkurrent.

Foto: REUTERS

1. Der Netzwerkeffekt

Die IT-Welt funktioniert nach anderen Regeln als der Rest der Wirtschaft. Eine besondere Rolle spielt der sogenannte Netzwerkeffekt. Beispiel Microsoft: In der Ära des PCs hatte der Konzern ein Quasi-Monopol im Bereich der Desktop-Betriebssysteme und der Office-Software. Der Grund: Sobald MS-DOS und später Windows gegenüber damals konkurrierenden Systemen wie CP/M nur einen hauchdünnen Vorsprung hatte, entwickelten Softwareentwickler vornehmlich für das Microsoft-System, um möglichst viele potenzielle Kunden zu erreichen. Andererseits wurde die Microsoft-Plattform mit der verfügbaren Software auch für die Kunden immer attraktiver.

Die große Verbreitung von Office in der PC-Ära machte auch diese Software zum Quasi-Standard: Wer die Dokumente von Freunden, Kollegen und Geschäftspartnern lesen und bearbeiten wollte, musste zur Microsoft-Software greifen.

Foto: dpa

1. Der Netzwerkeffekt

Im mobilen Markt hat Apple die Nase vorn. Zwar werden in absoluten Zahlen im Smartphone-Markt mehr Geräte mit Android-System verkauft – doch Android-Nutzer zeigen im Schnitt deutlich weniger Bereitschaft, Geld für Apps auszugeben.

Foto: AP

2. Zulieferer in vielen Ländern

Apples Zulieferer beschäftigen mehr als 1,6 Millionen Menschen in 20 Ländern. Apple steht wegen der Arbeitsbedingungen seiner Zulieferer in der Kritik. Das taiwanesische Unternehmen Foxconn, das vornehmlich in China produzieren lässt, wurde zum Symbol für Ausbeutung und schlechte Arbeitsbedingungen. Jetzt ist es Apple durch Kontrollen bei Zulieferern gelungen, Verstöße gegen Arbeitszeit-Beschränkungen zu reduzieren. Die Obergrenze von 60 Arbeitsstunden pro Woche sei im vergangenen Jahr zu 97 Prozent eingehalten worden, erklärte der Konzern in seinem jährlichen Bericht zur Lage bei den Zulieferern. Ein Jahr zuvor wurde noch ein Wert von 92 Prozent angegeben. Die durchschnittliche Arbeitszeit für fest angestellte Mitarbeiter bei Zulieferern lag jetzt bei 55 Stunden pro Woche.

Foto: dpa

3. Marge

Die Marge pro verkauftem Gerät ist traditionell besonders hoch bei Softwareherstellern: Nachdem ein Software-Produkt entwickelt ist, sind die Kosten pro verkauftem Medium sehr gering, der Verkaufspreis hoch.

Apple verkauft zwar auch Software, verdient sein Geld aber hauptsächlich mit dem Verkauf von Hardware. Der Konzern erreicht allerdings auch bei der Hardware Margen, von denen die Konkurrenz nur träumen kann. Offizielle Zahlen gibt es nicht, doch Analysten schätzen die Marge pro verkauftem Gerät zwischen 30 und 40 Prozent. Besonders groß ist die Marge beim iPhone – und davon hat Apple wiederum besonders viele Geräte verkauft: im Jahr 2015 mehr als 231 Millionen Stück.

Foto: REUTERS

4. Konzentration auf das Wesentliche

Auch bei den Produktkategorien herrscht Übersichtlichkeit. Das aktuelle iPhone SE gibt es jeweils mit unterschiedlicher Speicherausstattung – auf verwirrende Produktbezeichnungen mit langen Zahlenreihen und verschiedenen Ausstattungen verzichtet der Konzern komplett.

Mit der Konzentration auf das Wesentliche hat Apple auch beim Produktdesign Trends gesetzt: Überflüssiges wird weggelassen. Das macht die Produkte elegant und benutzerfreundlich. Damit liegt Apple ganz auf der Linie des heimlichen Vorbilds, dem deutschen Braun-Designer Dieter Rams.

Foto: dpa

5. Kontrolle der gesamten User Experience ab dem Kauf

Apple gibt das Heft nicht aus der Hand: Kauft ein Nutzer ein Apple-Produkt, begibt er sich ganz in die Hände des Konzerns: Hardware, System-Software, Support – alles stellt Apple selbst bereit.

Als Steve Jobs 2001 den Einstieg in das Retail-Geschäft ankündigt, stellt er sich gegen den damaligen Zeitgeist. Damals ist der Online-Direktvertrieb von Computern angesagt, wie ihn die damalige Marktführer Hewlett Packard und Dell vorantreiben. Jobs glaubte an das Prinzip Einzelhandel, weil der Kunde so schon beim Einkauf emotional angesprochen werden kann. Allerdings ärgerte er sich über den Verkauf...

Foto: dpa

5. Kontrolle der gesamten User Experience ab dem Kauf

... und gründet eigene Apple Stores. Damit hat das Unternehmen bei vielen Kunden nun die gesamte User Experience unter Kontrolle – und zwar schon ab dem Kauf des Geräts. Statt auf zweckdienliche Verkaufsräume setzt Apple auch hierbei auf Perfektion: viel Raum, schöne Formen, die Produkte werden ansprechend präsentiert und Mitarbeiter an einer „Genius Bar“ helfen bei Problemen.

Foto: AP,AP

6. Tim Cook

Der aktuelle Apple-Chef und Steve-Jobs-Nachfolger ist einer der Architekten des Apple-Erfolgs. Dem nüchternen Technokraten fehlt zwar die Steve-Jobs-Aura – im Hintergrund sorgte er als Chief Operating Officer schon unter Steve Jobs dafür, dass die Apple-Maschinerie rund läuft. Seine Prozessoptimierungen halfen dabei Logistik und Produktion des Konzerns deutlich zu optimieren – was die heutigen Margen überhaupt erst ermöglichte. Außerdem beendete er die Jahre währende Mangelwirtschaft bei Apple. Vor Cooks Umstellungen der Produktion waren viele Apple-Produkte zwar begehrt, doch oft wochenlang nicht verfügbar. Von einem ehemals teuer produzierenden Unternehmen wurde Apple unter Cook zu einem der effizientesten Unternehmens überhaupt.

Foto: dpa

7. Riesige Geldreserven

Apple hält sein Geld zusammen: Das Unternehmen verhebt sich nicht mit milliardenschweren Übernahmen, und übertreibt nicht mit Geschenken an die Aktionäre – obwohl Apple nach langen Jahren der Weigerung mittlerweile Dividenden zahlt und ein Aktienrückkaufprogramm aufgelegt hat, um den Kurs zu treiben. Inzwischen hat Apple einen Geldberg von fast 216 Milliarden Dollar angehäuft. Das ist nahe am Jahresumsatz von 234 Milliarden Dollar.

Dem stehen 63 Milliarden Dollar Schulden gegenüber – vorrangig aus Anleihen, mit denen das Aktienrückkaufprogramm steueroptimal finanziert wird. 2012 war Apple noch schuldenfrei. Für Forschung und Entwicklung gehen lediglich acht Milliarden Dollar drauf, hier gilt Apple im Verhältnis zu Umsatz und Gewinn als knausrig. Für mögliche Übernahmen hat Apple dennoch genügend Reserven, um sie ohne Schulden zu finanzieren.

Foto: dpa

8. Früher Innovationsführer

In den 1980er und 1990er Jahren war Apple unbestreitbarer Innovationsführer seiner Branche: Der erste massentaugliche PC mit Mausbedienung und grafischer Oberfläche kam ebenso aus dem Hause Apple wie das innovative Videosystem Quicktime, der erste Laptop mit TFT-Bildschirm und der erste elektronische Terminkalender (PDA) mit dem Namen Newton. Auf dem Bild stellen Steve Jobs (links) und der damalige Apple-Präsident John Sculley 1984 auf einer Aktionärsversammlung im kalifornischen Cupertino ihre ersten Macintosh-Computer vor.

Nur selten gelang es der Silicon-Valley-Firma aber ihre vielen Ideen in ein massentaugliches Produkt zu verwandeln, mit dem der Konzern auch Geld verdiente. Die Innovationsfreudigkeit führte bei Apple 1997 geradewegs in eine Beinahe-Pleite.

Nach der Rückkehr von Mitgründer Steve Jobs in die Firma als Chef änderte Apple seine Strategie radikal, wie die beiden Innovationsforscher Thierry Rayna (Imperial College London) und Ludmila Striukova (University College London) in einer Studie vom Mai 2009 an Hand von vier Fallbeispielen feststellten – zwei aus der Zeit radikaler Innovationen und zwei aus der Zeit nach Jobs Rückkehr als kleinere Verbesserungen bestehender Produkte den radikalen Innovationsansatz ersetzten.

Foto: dpa

9. Evolution statt Revolution

Nach der Produkteinführung kommt die Iteration: Jedes Produkt wird in zeitlich variierenden Zyklen verbessert. Auch wenn die Medien gerne nach neuen Apple-„Revolutionen“ lechzen, wie die Gerüchte rund um das angebliche iPhone 5 im Jahr 2012 zeigten.

Statt um die Innovationsführerschaft durch risikoreiche Investitionen zu kämpfen, wurden nun bereits vorhandene Produkte aufgegriffen und durch schickes Apple-Design und gutes Marketing an den Mann gebracht: Weder war der iPod der erste Mp3-Spieler auf dem Markt, noch das iPhone das erste Smartphone. Auch bei den Tablet PCs gingen andere Hersteller voran, schafften es aber nicht der Geräteklasse zum Durchbruch zu verhelfen.

Foto: REUTERS

10. Consumerization der IT

Apple war eine der ersten IT-Firmen, die Interessen und Wünsche des normalen Nutzers in den Mittelpunkt rückten. Nicht der Mensch soll sich der Bedienung des Computers anpassen, sondern der Computer dem Menschen – so zumindest die Idee. Entsprechend ist das Markenimage von Apple bei den Konsumenten gut. Bei Befragungen zu Markentreue und Zufriedenheit erreichte Apple in der Vergangenheit regelmäßig Rekordwerte unter seinen Kunden.

Daher profitiert der Konzern auch vom Trend der „Consumerization“ der IT. Damit wird die aktuelle Tendenz beschrieben, dass Mitarbeiter zunehmend auch beruflich die Geräte einsetzen, die sie bereits privat nutzen. Immerhin kennen sie sich mit diesen Geräten aus und schätzen ihre einfache und intuitive Bedienungen.

Foto: REUTERS

Der Markt für Smartphones und Tablet-Computer wurde in der jüngsten Vergangenheit richtiggehend überschwemmt von neuen Produkten. Alle diese Neuerscheinungen haben etwas für sich, aber keine kann die Dominanz von Apple auch nur in einer dieser Produktkategorien ernsthaft infrage stellen.

Zu diesen Neueinführungen zählen beispielsweise der Surface-Tablet-Computer von Microsoft, das Nexus 7 Tablet vom Suchmaschinenriesen Google, das Galaxy S III Smartphone von Samsung Electronics und das One Smartphone von HTC. Gerüchten zufolge hat auch der Online- Versandhändler Amazon mehrere Tablet-Modelle in der Pipeline.

Diese Produkte haben alle ihre Daseinsberechtigung und finden ihre Abnehmer, aber nicht eines davon kann bei technologieverliebten Anhängern die gleiche Begeisterung wecken wie das jeweils neueste Produkt der Kultmarke aus dem kalifornischen Cupertino.

Erwartungsgetriebene Kursdynamik

Dennoch wird der von Apple für den 24. Juli erwartete Bericht für das zweite Quartal nicht unbedingt helle Begeisterung an der Börse hervorrufen. Die positiven Neuigkeiten von Apple konzentrieren sich immer stärker auf das vierte und erste Quartal, wenn üblicherweise die großen Neuerungen vorgestellt werden.

Doch sobald der September da ist, wird der Kurs der Aktie fast traditionell in gespannter Erwartung des neuesten iPhone-Modells auch schon zu steigen beginnen. Bei Apple ist die erwartungsgetriebene Kursdynamik noch immer voll intakt.

Nun aber genug zu Apple. Wie steht es um die übrigen großen Werte an der US-Technologiebörse Nasdaq? Im bisherigen Jahresverlauf hatten vorwiegend Gesellschaften mit geringer und mittlerer Kapitalisierung die Nase vorn, allen voran der Chiphersteller Cirrus Logic, der rund 80 Prozent Kursgewinn verbuchte. Cirrus macht 65 Prozent seines Umsatzes mit Apple, speziell mit Chips zur Kodierung und Dekodierung von akustischen Signalen für das iPhone und iPad.

Auf Platz drei liegt Stratasys, ein Hersteller von 3-D-Druckern. Diese Geräte eröffnen Designern, Planern und Konstrukteuren die Möglichkeit, auf Basis der Konstruktionsdaten innerhalb von Minuten funktionsfähige Prototypen herzustellen. Die Stratasys-Aktie hat seit Jahresbeginn bereits 72 Prozent zugelegt.

Unter den übrigen Top-Ten-Performern finden sich Equinix, ein globaler Anbieter von Rechenzentrumsdienstleistungen, mit dessen Service Amazon und viele andere Internet-Stars die Rechenkapazität ihrer Plattformen verbessern; Skyworks Solutions, ein Hersteller von Chips zur mobilen Datenübertragung, der ebenfalls Apple beliefert; und der Softwareanbieter ACI Worldwide, der Software für die Zahlungsabwicklung von Banken und anderen Organisationen herstellt.

Cirrus und Skyworks haben das höchste Risikopotenzial, aber auch die besten Ertragschancen von allen diesen Unternehmen, weil das Schicksal beider Unternehmen wesentlich davon abhängt, ob ihre Produkte im nächsten iPhone enthalten sein werden.

Hausse von September an?

Die Cirrus-Aktie kostet derzeit rund 26 Dollar, das heißt, sie wird zum 15-Fachen des für das laufende Jahr erwarteten Gewinns von 1,69 Dollar je Aktie gehandelt. Das ist nicht billig, egal, wie hoch Apple die Produkte schätzen mag. Als günstig gilt ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von zehn und niedriger. Skyworks liegt mit einem KGV von 14 etwas besser als Cirrus, ist im aktuellen Markt jedoch keineswegs ein Schnäppchen.

Für ähnlich starke Kurssteigerungen im weiteren Jahresverlauf, wie sie bereits Cirrus und Skyworks hingelegt haben, gibt es kaum aussichtsreiche Kandidaten, aber gerade die beiden könnten von September an erneut Auftrieb erhalten, wenn die Gerüchteküche um das nächste iPhone zu brodeln beginnt.

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